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„Werden es irgendwie schaffen“: Vorsitzender zur Sanierung der Kissinger Hütte

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Oberbach - Die 106 Jahre alte Kissinger Hütte auf dem Schwarzenberg oberhalb von Langenleiten muss saniert werden. Das steht schon lange fest. In diesem Jahr wird mit den Arbeiten an der Traditionshütte begonnen.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Dies bestätigt der Vorsitzende des Rhönklub-Zweigvereins Bad Kissingen Manfred Egert.

„Die Planungen stehen, die Arbeiten können bald beginnen“, sagt er. Einige Firmen seien schon beauftragt. „Wir sind im Zeitplan, wissen aber nicht, wie sich die Coronar-Pandemie auswirkt“.

Bausumme rund eine Million Euro

Dabei baut der Vorsitzende auf viel Eigenleistung der knapp 400 Mitglieder des Zweigvereins. Die Bausumme beziffert Egert mit rund einer Million Euro, wiewohl er nicht ausschließt, dass die Kosten noch steigen könnten aufgrund der aktuellen Unsicherheit und der Substanz des über 100 Jahre alten Gebäudes in 832 Meter Höhe.

An Fördergeldern kann der Vorsitzende nur auf 200 000 Euro von der bayerischen Landesregierung bauen. Die umliegenden Kommunen Bad Kissingen, Sandberg und Burkardroth haben rund 40 000 Euro an Unterstützung avisiert. Um die restliche Summe zu finanzieren, müsste ein Kredit aufgenommen werden.

Nach Corona-bedingten Zwangspause geöffnet

Egert versichert, dass die Hütte nach Beendigung der Corona-bedingten Zwangspause während der Bauarbeiten geöffnet bleibt. Geplant ist, ein Zelt aufzubauen, in dem die Gäste, die den Weg in die Hütte gefunden haben, bewirtet werden. Auch soll es möglich sein, während der Bauphase auf der Hütte zu übernachten – wenn auch in abgespeckter Form. „Wir können den Pächter doch in dieser Zeit nicht im Regen stehen lassen, begründet Egert.

2,6 Kilometer langer Kanal geplant

Es muss einiges getan werden, um die beliebte Hütte, zu modernisieren. Der Vorsitzende des Zweigvereins führt aus, dass ein 2,6 Kilometer langer Kanal nach Langenleiten geplant ist, um das marode Abwassersystem zu erneuern, das Stromsystem im gesamten Haus müsse ebenso wie das Wasserversorgung auf den neusten Stand gebracht werden. Die Küche wird im Zuge der Sanierungsarbeiten umgebaut. Dazu müsse sie entkernt werden, der Getränkekeller wird erneuert und die Heizung von Ölbetrieb auf Gas umgestellt. Dazu kommen Renovierungen des Bettenbereiches. Zudem müssten Auflagen des Brandschutzes erfüllt werden.

Verzögerung durch Corona-Krise

Der Rhönklub will natürlich möglichst viele Menschen animieren, für die Sanierung einen kleinen Betrag zu spenden, sagt der Vorsitzende. Ein Förderverein soll gebildet werden. Das Vorhaben verzögere sich aber durch die Corona-Krise. Manfred Egert hofft, dass viele Firmen aus der Umgebung spenden und dass Sponsoren einen Teil der Summe tragen.

All dies werde nicht einfach. Aber Egert, der einstige Projekktbetreuer von großen Firmen hofft, dass der Sanierung klappt. „Wir werden es irgendwie schaffen“, ist er optimistisch.

Die Hütte ist ein touristisch wichtiges Ziel in der Rhön. Sie bietet Wanderern, Ski-Langläufern, Radlern und Anhängern des Sternenparks eine Anlaufstelle für Bewirtung und Übernachtungen.

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