In Deutschland werden dramatische Regenmengen erwartet. Meteorologen warnen vor Hochwasser. (Symbolbild)
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In Deutschland werden kräftige Regenmengen erwartet. Meteorologen warnen vor Hochwasser. (Symbolbild)

Tief Bernd

Wetter in Hessen: Meteorologen warnen erneut vor Unwettern und Starkregen

  • Eike Zenner
    VonEike Zenner
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Die neue Woche bringt für Hessen und weite Teile Deutschlands sehr unbeständiges Wetter. Meteorologen warnen vor allem für den Westen Hessens vor Starkregen und teils extremen Unwettern.

Update vom 14. Juli, 12.15 Uhr:  Die Menschen in Hessen müssen sich weiter auf Starkregen und teils auch auf Unwetter einstellen. Örtlich seien extreme Unwetter am Mittwoch nicht ausgeschlossen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit.

Im Laufe des Tages zieht starke Bewölkung über den Norden und Westen. Teilweise fällt mehrstündiger Starkregen bis in den Unwetterbereich. Die Nachmittagstemperaturen liegen zwischen 20 und 23 Grad, in Hochlagen bei 17 bis 20 Grad. Bei Gewittern sind auch Sturmböen möglich. In der Nacht besteht anfangs lokal noch Unwettergefahr. Im weiteren Verlauf ziehen die Niederschläge bei Tiefstwerten zwischen 15 und 11 Grad ab. 

Wetter in Hessen: Wetterdienst rechnet weiterhin mit Starkregen und Unwettern

Meteorologe Dominik Jung, der zuletzt noch ein „Absaufen“ ganzer Landesteile befürchtet hatte, gibt allerdings ein klein wenig Entwarnungen gegeben. „In den vergangenen zwölf Stunden haben die Wettermodelle deutlich zurückgerudert beziehungsweise die Regenmengen kurzfristig nach unten gerechnet“, so Jung gegenüber dem Portal wetter.net.

Am Donnerstag bleibt es vor allem in der Südhälfte bewölkt. Der DWD rechnet wieder mit Schauern und teils kräftigen Gewittern mit lokaler Unwettergefahr. Die Temperaturen erreichen maximal 22 bis 26 Grad, in Hochlagen um 20 Grad. In der Nacht klingen die Niederschläge ab, örtlich bilden sich Nebelfelder. Die Tiefstwerte liegen zwischen 16 und 12 Grad. 

Wetter in Hessen: Meteorologe warnt vor heftigem Regen - „Westen säuft ab“

Erstmeldung vom 12. Juli, 15.13 Uhr: Fulda/Offenbach - Zu Beginn der neuen Woche erwartet die Menschen in Hessen unbeständiges Wetter. Nach 25 bis 28 Grad am Montag zog in der Nacht zu Dienstag von Süden her Regen auf. In der zweiten Nachthälfte konnten laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach in kurzer Zeit Regenmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter fallen.

Und so geht es weiter: Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, erwartet bis Mittwochabend im Westen Deutschlands bis zu 140 Liter Regen pro Quadratmeter. „Das gilt für die Bereiche von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, über Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland bis nach Baden-Württemberg“, sagt Jung. Auch für Osthessen sind Gewitter vorhergesagt. (Lesen Sie hier: Nach heftigen Unwettern in Fulda: Politik fordert Konsequenzen)

Der heftige Regen - Jung spricht von Warnstufe dunkelrot - könne zu Hochwasser an Bächen und Flüssen führen. Anlieger sollten einen Blick auf die Pegel haben, rät er. Gerade der Rhein könnte ein größeres Hochwasser bekommen. „Der Rhein ist nämlich schon prall gefüllt und hat stellenweise schon die Hochwassermarke I erreicht. Mit den neuen intensiven Regenfällen könnte sich die Lage zuspitzen“, sagt Meteorologe Jung.

Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Tief Bernd vermischt feuchtwarme Sommerluft mit kühler Atlantikluft. So wird ein äußerst brisanter Wettercocktail zusammengemischt. Besonders am Mittwoch sind heftige Gewitter und sintflutartiger Regen die Folge. Wo es im Detail am heftigsten schüttet, steht zwar noch nicht fest, aber vieles deutet darauf hin, dass es von der Eifel bis zum Schwarzwald mancherorts wieder Landunter heißt.“ 

Video: Das Wetter in Hessen am Montag

Dem pflichtet Meteorologe Dominik Jung gegenüber dem Wetterportal wetter.net bei: „Jetzt kommt es ganz dicke. Nun säuft buchstäblich der Westen Deutschlands ab.“

Im Osten Deutschlands dagegen wird es richtig heiß: Dort sind am Mittwoch bis zu 33 Grad möglich. „Wir sitzen weiterhin zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite die heiße Luft über Osteuropa. Dort sitzt ein fettes Sommerhoch. Auf der anderen Seite die kühlen Luftmassen aus Westen und Nordwesten. Beides trifft sich genau über Deutschland und das seit Wochen. Das ist wirklich eine brisante und gefährliche Mischung“ erklärt Experte Dominik Jung.

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