Regenwetter
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Der Regenschirm wird diese Woche benötigt. Das Wetter ist unbeständig. (Symbolbild)

Viel Niederschlag

Zwischen Regen, Nebel und Sonne: Das Wetter ist in dieser Woche eine „Lotterie“

  • Selina Eckstein
    VonSelina Eckstein
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Der Oktober hat begonnen - und mit ihm wird es ungemütlich: Zum Start in die neue Woche regnet es in Osthessen viel. Die Sonne zeigt sich, nach vielen sonnigen Tagen im September, in dieser Woche nur selten.

Fulda/Offenbach - Nach vielen Sonnentagen im September, auch bedingt durch das Hoch Jenny, folgt nun der Regen. Das Wetter in der Region Fulda wird „unbeständig“, wie Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach im Gespräch mit fuldaerzeitung.de mehr als einmal betont. Vor allem bis einschließlich Mittwoch regnet es häufig und die Sonne ist nicht zu sehen, so der Meteorologe, der anfügt: „Es wird immer wieder Regenschauer geben und nur wenige trockene Phasen.“

Bis zum Mittwoch liegen die Temperaturen maximal bei 15 Grad, an der Wasserkuppe kann es sogar passieren, dass die Werte nicht über 10 Grad klettern. Dennoch sei dies ein „milder Oktoberanfang“, führt Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst aus.

Wetter in Hessen: Regen oder Sonne? Experten erwarten Lotterie

Mit Blick auf die zweite Wochenhälfte, also die Tage ab Donnerstag, macht der Meteorologe Hoffnung, dass sich das Wetter beruhigt und die Niederschläge weniger werden. Allerdings sei es schwierig vorherzusagen, ob und wie viel Sonne es geben werde. Das hänge auch vom Nebel ab. Kirchhübel spricht deshalb von einer „Lotterie“ zwischen Nebel und Hochdruckgebiet: „Die Sonne hat nur Chancen, wenn sich der Nebel verzieht“, sagt der Meteorologe. Es könne deshalb auch „grau in grau“ werden.

Mit Blick auf die Temperaturen glaubt Meteorologe Kirchhübel, dass es ab Donnerstag und zum Wochenende hin wärmer werden könnte. Der Meteorologe rechnet aber nicht mit Werten über 20 Grad, sondern eher darunter. In den Nächten werde es zum Ende der Woche hin mild und die Temperaturen liegen bei sechs bis zehn Grad. Mit Bodenfrost sei nur in Gebieten rund um die Wasserkuppe zu rechnen.

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Nach den sonnigen Tagen im September wird es nun also kälter und vor allem regnerischer. Den Eindruck, dass es im vergangenen Monat viel sonniger war als in den vergangenen Jahren, bestätigt Kirchhübel. Der Sonnenschein summierte sich in Hessen auf 185 Stunden (im vierjährigen Mittel liegt der Wert bei 142 Stunden).

Außerdem habe es in Hessen weniger Niederschlag gegeben und es sei trockener gewesen als in den Jahren zuvor. Als Beispiel nannte der Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst die Stadt Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis. Die Durchschnitts-Temperatur habe bei 17,7 Grad gelegen. 38,5 Liter pro Quadratmeter Regen seien gefallen, üblich sind 56,9 Liter pro Quadratmeter. „Das sind nur 68 Prozent des üblichen Niederschlags“, führt Kirchhübel aus.

Im Vergleich zum August sei der September in Hessen deutlich sonniger gewesen, berichtet der Meteorologe rückblickend. Wie die Sommer-Bilanz für Freibadbetreiber und Eisdielenbesitzer, aber auch Landwirte ausfällt, hat eine Umfrage unserer Zeitung gezeigt.

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