Eine Frau trinkt Wasser - Sonne Hitze Sommer
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Es wird heiß und schwül in der Region. Vielleicht wird es auch tropische Nächte geben.

Schwüle Tage, tropische Nächte

Wetter in Osthessen: Es wird richtig heiß - Freude bei Freibad-Betreibern

  • Helena Sauer
    VonHelena Sauer
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Schwüle Tage und tropische Nächte erwarten die Hessen heute und am Wochenende. Auch in Osthessen ist - was die Temperaturen angeht - der Hochsommer angekommen. Mit Höchstwerten zwischen 33 und 35 Grad soll es vor allem am heutigen Freitag richtig heiß werden, wie Marcus Bayer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) weiß.

Kreis Fulda - Der Hochsommer ist da - zwar nicht kalendarisch, die Temperaturen aber sprechen dafür. Bereits Anfang der Woche sah die Wetter-Prognose für Hessen und die Region vielversprechend aus. Zum Ende der Woche werden nun Höchstwerte zwischen 33 und 35 Grad erreicht. „Das ist schon ziemlich heiß“, sagt Meteorologe Marcus Beyer und berichtet, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) aufgrund dessen für die Städte und Ballungszentren in Hessen eine Warnung wegen Wärmebelastung herausgegeben habe.

Osthessen sei jedoch weniger betroffen als die südlicheren Regionen in Hessen. Dennoch: „Auch in und um Fulda wird es zunehmend schwüler und heißer“, so Beyer. Der bislang heißeste Tag des Jahres 2021 war wohl der Donnerstag. „Aber eigentlich ist es am Freitag gleichbleibend. Vielleicht ein Grad kälter, sollten Wolken aufziehen.“ Regen befürchtet der Meteorologe nicht. Sollte doch ein Gewitter aufziehen, knalle es zwar heftig, aber nicht flächendeckend.

Wetter in Hessen: Es wird heiß - Höchstwerte von 33 bis 35 Grad

Auch sogenannten Tropennächte, bei denen die Minimaltemperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad fällt, sind laut Experte Marcus Beyer in Osthessen möglich. „In Ballungszentren ist die Wahrscheinlichkeit aber deutlich höher. In gebirgigen Regionen und auf dem Land können es aber auch 15 bis 18 Grad bleiben.“

Spätestens seit gestern ist also die 30-Marke in Osthessen geknackt. Das freut nicht nur die Sonnenanbeter und Wasserratten in der Region, auch die Betreiber der Freibäder zeigen sich zuversichtlich. Wie die Pressestelle der RhönEnergie auf Anfrage mitteilt, sei der Badebetrieb im Freibad Rosenau in Fulda, das seit dem 12. Juni wieder geöffnet hat, gut angelaufen - eben dank der hochsommerlichen Temperaturen. Drei Zeitfenster stehen Besuchern zur Verfügung: Von 9 bis 12 Uhr, 12.30 bis 17.30 Uhr und von 18 bis 20 Uhr. „Bislang sind die Slots super belegt“, heißt es seitens der RhönEnergie.

Und auch für die kommenden Tage seien die Plätze - 600 Menschen dürfen zeitgleich ins Bad - nahezu ausgebucht. Dass sich die Gäste ausschließlich online über ein spezielles Ticketsystem anmelden können und somit Spontanbesuche ausgeschlossen sind, sei kein Problem. „Die Leute kommen damit wunderbar klar, sonst wären wir nicht so gut ausgelastet“, so die Pressestelle. Interessenten, die nicht online-affin sind, ließen sich die Tickets von Freunden, Enkeln und Co. buchen. (Lesen Sie hier: Freibad-Übersicht für die Region Fulda: Diese Bäder haben 2021 trotz Corona geöffnet)

Meteorologe Marcus Beyer: Der Sommer bleibt uns erhalten

Im Freibad Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis läuft das System zur Registrierung und für die Kontaktnachverfolgung - die App „MyBodyPass“ , die auch ohne Smartphone genutzt werden kann - noch nicht wie erhofft. Es werde derzeit aktualisiert. „Aber wir haben ein Häuschen mit Personal besetzt, bei dem sich jeder registrieren lassen kann“, sagt Wolfgang Schröder, geprüfter Meister für Bäderbetriebe und ergänzt: „Wir wollen unseren Gästen, die kein Smartphone oder Ähnliches zur Registrierung besitzen, den Besuch nicht vorenthalten.“ Auch er bestätigt, dass die verkürzte und unter Corona-Bedingungen angelaufene Badesaison bislang sehr gut laufe.

Die Auslastung (maximal 504 Besucher während den Slots von 9 bis 13.30 Uhr und von 15 bis 20 Uhr) sei zwar nicht erreicht worden, aber es bestehe dennoch eine große Nachfrage, versichert Schröder. Jedoch seien nicht alle Gäste einsichtig, wenn es um die Nutzung der Becken geht. „Es dürfen 100 Personen ins Schwimmerbecken, 50 ins Nichtschwimmerbecker. Alle anderen müssen solange warten, bis sie an der Reihe sind“, erklärt der Meister für Bäderbetriebe. Den Unmut bekämen dann die vielen Helfer der SLRG (Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft) Ortsgruppe Schlüchtern zu spüren.

Video: 35 Grad und Tropennächte - Sommer pur in der nächsten Woche

Da es nach Angaben des Wetter-Experten Marcus Beyer zumindest am Samstag wahrscheinlich trocken bleibe, hoffen die Schwimmbad-Betreiber, dass ihr Angebot auch weiterhin so gut angenommen wird. Der Meteorologe macht Hoffnung: „In der kommenden Woche nehmen wir zwar Abschied von der großen Hitze. Mit etwa 24 bis 27 Grad bleibt uns der Sommer aber erhalten.“

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