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Wie wichtig ist Schnee für den Tourismus in der Rhön?

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die Tourismuszahlen im Kreis Fulda sind 2019 gestiegen. Einige Kommunen haben jedoch rückläufige Zahlen. Wir haben uns gefragt, ob der Tourismus in der Rhön vom Schnee abhängig ist. Und auch, ob Wellnessbäder fehlen. Kathrin Kupka-Hahn, Pressesprecherin bei der Rhön GmbH, liefert Antworten.

In diesem Jahr fiel bislang kaum Schnee. Ist das ein Problem für den Tourismus in der Rhön?

Nein, das ist kein Problem. Vor 20, 30 Jahren lag in der Rhön meist schon um Weihnachten herum Schnee. Das ist schon lange nicht mehr so. Die Rhön ist nicht primär ein Wintersportgebiet. Wer Wintersport machen will, der fährt in die Alpen. Wir haben andere Angebote. Das milde Klima spricht auch andere Touristen an.

Wie kann die Rhön trotz Schneemangel die Touristenzahlen steigern?

Die Rhöner sind pfiffig und haben sich mit ihren Angeboten darauf eingestellt, dass auch mal kein Schnee fällt. Es gibt in der Rhön viele Thermen und andere Gesundheitsorte, man kann Wellness machen. Es gibt eine beeindruckende Museumslandschaft und natürlich wunderschöne Wanderwege, die im Sommer, aber auch im Winter interessant sind. Ein Ausflug in die Rhön lohnt sich immer – das zeigen ja auch die vielen Tagesgäste.

Die „Kaskade“ in Gersfeld ist seit 2015 geschlossen, auch die Aquasalis-Therme in Bad Salzschlirf ist zu. Wie wichtig ist ein Bad als Tourismusmagnet?

Diese Frage muss jede Gemeinde für sich beantworten. Wir von der Rhön GmbH können sagen, dass wir was die Bäderlandschaft betrifft, in der Region gut aufgestellt sind. Wir haben tolle Thermen beispielsweise in Bad Kissingen, Bad Brückenau und auch in Künzell. Eine Therme hat Strahlkraft. Aber wie gesagt: Es gibt hier noch viele andere Angebote.

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