Im Herbst 2020 wird nicht auf der Münchner Theresienwiese mit Bier angestoßen. Dafür aber woanders in der Stadt
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Im Herbst 2020 wird nicht auf der Münchner Theresienwiese mit Bier angestoßen. Auch in Osthessen sind Veranstaltungen abgesagt worden.

Absagen in Fulda und Müs

„Koa Wiesn“ in diesem Jahr - weder in München noch in der Region

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es in München kein Oktoberfest – aber die Münchner lassen sich die Wiesn-Stimmung nicht vermiesen. Auch in Osthessen müssen wegen Corona Veranstaltungen ausfallen. Ein Festbier allerdings wird es geben.

Fulda/München - „O’zapft is“ hieß es auch in den vergangen Jahren immer häufiger in der Region. Zwischen Rhön und Vogelberg gab es eine zunehmende Zahl an Oktoberfestveranstaltungen mit vielen Besuchern. Aber wie das Original in München, müssen in diesem Jahr auch die hiesigen Wiesn-Großveranstaltungen wegen Corona pausieren.

Die Fuldaer Wiesn und das Esperanto Oktoberfest finden ebenso wenig statt wie die traditionelle Oktoberfestkirmes in Müs. Auch Wiesn-Lokale wie Q-Alm, Wiesenmühle oder Hopfenglück bieten diesmal keine Festivitäten an, wie eine Umfrage ergab.

Im Video: Statt Oktoberfest - So wird die Ersatz-Wiesn aussehen

Allerdings: Wer sucht, der findet. Die Hessenmühle in Kleinlüder zum Beispiel veranstaltet seit ein paar Tagen bis zum 11. Oktober ein „kleines Oktoberfest“, bei dem sich bis zu zehn Wiesn-Freunde einen Tisch in einem extra errichteten Festzelt reservieren können. Das Festzelt im Biergarten ist mit Original Festgarnituren der Herzoglichen Brauerei Tegernsee ausgestattet. Der Gasthof Schmitt in Neuhof lädt vom 18. September bis 5. Oktober zu den 45. Bayerischen Wochen.

Und: Auch ein Festbier von der Hochstift-Brauerei Fulda wird es geben. „Viele Gastwirte planen zumindest eine Oktoberfestbewirtung“, sagt Prokurist Steffen Leib.

Der Koa-Wiesn-Krug

Seit 1978 wird zu Beginn des Oktoberfestes ein offizieller, bunt verzierter Wiesenmaßkrug vorgestellt – auch in diesem Jahr ließen sich die Veranstalter das nicht nehmen. Aber neben dem Sammelkrug gibt es in diesem Jahr einen alternativen sogenannten „Koa Wiesn“-Krug. Der Ausfall der Wiesn brachte den Liedermacher und Münchner Stadtrat Roland Hefter auf die Idee der Alternative, die in kürzester Zeit ausverkauft war. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen den Schaustellern und Marktverkäufern zugute, die sonst auf dem Oktoberfest zu Gange sind und in diesem Jahr um ihre Existenzen bangen müssen.

Nach München: In der bayerischen Landeshauptstadt ist das Oktoberfest abgesagt – trotzdem heißt es in München am kommenden Samstag: „O’zapft is“. In vielen Wirtshäusern werden zum ursprünglich geplanten Wiesn-Start Bierfässer angestochen – „WirthausWiesn“ heißt die Alternative zum coronabedingt geplatzten weltgrößten Volksfest, mit dem Wiesn- und Innenstadtwirte bis zum 4. Oktober Wiesn-Stimmung schaffen wollen.  (msf)

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