Übergabe des Förderbescheids (von links): Dieter Kircher, Steffen Korell und Bernd Woide.
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Übergabe des Förderbescheids (von links): Dieter Kircher, Steffen Korell und Bernd Woide.

Steigerung der Besucherzahl angestrebt

Wildpark Gersfeld soll attraktiver werden: 100.000 Euro für Gestaltung

Die Stadt Gersfeld möchte ihren Wildpark noch attraktiver machen. Etliche Ideen hierfür gibt es schon länger. Nun hat Landrat Bernd Woide Bürgermeister Dr. Steffen Korell (beide CDU) einen Förderbescheid über 100.000 Euro überreicht. Damit sollen die Planungen zur Attraktivitätsteigerung finanziert werden. 

Gersfeld - Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell verkündete am Donnerstag: „Wenn es ein Projekt gibt, auf das ich mich freue, ist es die Entwicklung dieses Wildparks.“ Die Idee, die Einrichtung im Wildpark Gersfeld attraktiver zu gestalten, gibt es schon länger. Letztendlich waren aber an den bestehenden Gebäuden immer nur kleine Ausbesserungen vorgenommen worden, erklärte er. „Das übergreifende Ziel wäre es, ein Biosphärenreservat im Kleinen zu werden.“ Man wolle auch die jährliche Besucherzahl von gut 60.000 verdoppeln.

Hierfür entwickelte die Stadt Gersfeld, die sich nun offiziell Tourismusort nennen darf, gemeinsam mit einem Planungsbüro verschiedene Ideen. Zunächst wolle man den Eingangsbereich und die Gaststätte modernisieren. Es sollten zudem Übernachtungsmöglichkeiten für Gruppen geschaffen werden sowie ein grünes Klassenzimmer für eine Kooperation mit dem Biosphärenreservat. Auch der Teich soll saniert und die Gehege eventuell neu zugeschnitten werden. Die Tiervielfalt im Wildpark Gersfeld, welche aktuell aus etwa 150 Tieren aus 24 Arten besteht, könnte um verschiedene Großtierarten wie Bären, Wölfe und Luchse erweitert werden.

Wildpark Gersfeld soll attraktiver werden - Regionale Bedeutung des Parks weit über Gersfeld hinaus

Der Haken: Mit der Finanzierung sieht es nicht gut aus. Vor einem Jahr musste das Projekt hinter dem Kindergarten-Neubau und dem Wasserbauprogramm in Gersfeld zurückstehen. Auch sei klar gewesen, dass die Stadt Gersfeld die Erneuerung des Wildpark finanziell nicht alleine stemmen kann. Mit geplanten Fördergeldern des IKEK-Programms hatte es damals wegen „zu enger Förderbedingungen“ nicht geklappt.

Korell betonte, dass der Wildpark eine regionale Bedeutung weit über Gersfeld hinaus habe. Dementsprechend war die Freude über den Förderbescheid des Landkreises Fulda groß. Auch Landrat Bernd Woide zeigte sich von dem Projekt begeistert. ,,Wir sind hier mitten im Biosphärenreservat und das müssen wir nutzen.“ Deshalb sollten funktionale Defizite beseitigt werden, um noch mehr Menschen anzulocken, sagte er. Die Weiterentwicklung des Wildparks Gersfeld sei ein Projekt für die ganze Region.

Durch Corona-Einschränkungen: Leute sind auf Schönheit des Wildparks aufmerksam geworden

Aktuell laufe es bei den Besucherzahlen gut, meinte Wildparkleiter Dieter Kircher. Viele Leute seien erst durch die Corona-Einschränkungen auf die Schönheit des Wildparks Gersfeld aufmerksam geworden. Von den größeren Tierarten würde er sich am allermeisten über den Luchs freuen.

Der Park

Im Gersfelder Wildpark leben rund 150 Tiere (24 Arten) auf einer Fläche von etwa 50 Hektar. Jährlich kommen etwa 60 000 Besucher. Der Park ist ganzjährig geöffnet, genauso wie die Gaststätte am Parkeingang. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, Jugendliche zahlen 3,50 Euro und Kinder ab vier Jahren 2,50 Euro.  

Bevor es zu Änderungen im Wildpark kommt, wird sich die Stadt Gersfeld erneut mit einem Planer zusammensetzen, um in den folgenden Monaten eine genaue Konzeption der Maßnahmen zu entwickeln. (Sonja Ruf)

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