Im Gersfelder Wildpark grasen eine Heidschnucke und ihr Nachwuchs.
+
Die Besucher des Gersfelder Wildparks können den Nachwuchs der Heidschnucken bestaunen.

Leiter setzt auf Ferien

Wildpark Gersfeld freut sich über tierischen Nachwuchs - Besucheransturm über Ostern blieb aber aus

  • Helena Sauer
    vonHelena Sauer
    schließen

Der Wildpark Gersfeld hatte einen Besucheransturm erwartet. Doch über die Osterfeiertage blieb es verhältnismäßig ruhig. Wildparkleiter Dieter Kircher setzt nun auf den Nachwuchs.

Gersfeld - Von einer schneeweißen Decke überzogen gleicht der Wildpark in Gersfeld Anfang April einem Winterparadies. Über die Feiertage sah es noch anders aus. Es war kühl, blieb aber trocken. Wildparkleiter Dieter Kircher rechnete mit hohen Besucherzahlen. Denn: Gleichzeitig waren die Parkplätze rund um die Wasserkuppe wegen Corona gesperrt, sodass der Park fast konkurrenzlos in der Rhön Besucher empfangen konnte.

Der Gersfelder Wildpark war für den Oster-Ansturm gut gerüstest, denn er gehört zu den wenigen Einrichtungen, die seit drei Wochen geöffnet sein dürfen. Dies hätte dem Park eigentlich zugutekommen müssen, doch der Ansturm blieb aus. Der Wildhüter macht dafür die kalten Temperaturen verantwortlich, die wohl den ein oder anderen Besucher abgeschreckt haben.

Wildpark in Gersfeld: Kein Besucheransturm über Ostern

Nichtsdestotrotz war der Wildpark über die Ostertage gut besucht. Vor allem Familien und Großeltern mit Enkelkindern haben sich das tierische Erlebnis nicht nehmen lassen. Einige Besucher sind dafür sogar von außerhalb angereist, unter anderem aus Frankfurt und Thüringen.

Die Fahrt hat sich gelohnt, denn es gibt mal wieder Nachwuchs im Wildpark. Mufflons, Rhönschafe und Heidschnucken präsentieren bereits stolz ihre Kleinsten, und die Chance auf weiteren Nachwuchs bestehe beispielsweise bei den Wildschweinen, berichtet Dieter Kircher, der sich fleißig um die Jungen kümmert. Von den Osterferien verspricht er sich deshalb einen Zuwachs an Besuchern, die das neue Leben im Wildpark bestaunen wollen. Er erhofft sich dafür besseres Wetter.

Kein Ansturm über Ostern: Wildpark in Gersfeld verzeichnet weniger Besucher

Der Wildparkleiter lobt die Besucher außerdem für ihre hohe Bereitschaft, Corona-Hygieneregeln und Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Einzelne Personen, die sich querstellen, gebe es immer, räumt Kircher ein.

Die meisten Gäste seien die Corona-Regeln aber anscheinend schon gewohnt. Manche Gäste füllen das online verfügbare Anmeldeformular bereits vorher aus und bringen es am Besuchstag mit, andere tun dies bereitwillig vor Ort. So ließen sich die Sicherheitsvorkehrungen gut umsetzen.

Gersfelder Wildparkleiter Dieter Kircher setzt auf die Osterferien

Über unseren Aprilscherz, dass Elefanten in den Wildpark einziehen, haben sich offenbar viele Leser amüsiert. Die Resonanz sei sehr positiv gewesen, berichtet Kircher. Viele Gäste hätten den Wildparkleiter auf die erfundene Geschichte angesprochen. Die Mehrheit hat diese problemlos durchschaut, einzelne Besucher wurden allerdings in die Irre geführt. Der Wildhüter erzählt von wenigen Personen, die unter den zahlreichen heimischen Wildtieren vergeblich nach ein paar exotischen Zwergelefanten suchten.

Das könnte Sie auch interessieren