Foto: Charlie Rolff

Willensstarke HSG dreht das Spiel

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Das Gros der Landesliga-Teams dürfte sich jetzt erst recht abgehängt fühlen: Trotz schwacher erster Hälfte setzte sich Spitzenreiter Großenlüder/Hainzell am Samstagabend auch in Rotenburg durch und ist mit 22:0 Punkten vor der Pause nicht mehr einzuholen.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

Wer die erste Halbzeit des Topspiels der Landesliga am Samstagabend im Ticker verfolgt hat, der dürfte sich über das Endergebnis von 34:29 (15:13) zugunsten von Großenlüder/Hainzell ein wenig gewundert haben. „Dass wir am Ende noch so gewonnen haben, war anfangs nicht zu erwarten“, heißt es nach der Partie auch von HSG-Trainer Joachim Bug. Seinem Team gelang es erst nach gut 25 Minuten das Ruder herumzureißen und sich in der zweiten Hälfte über bessere Athletik und Kondition konstant auf drei bis vier Treffer und damit zum Sieg abzusetzen.

Zuvor war es nämlich das Rotenburger Team gewesen, das die Partie kontrolliert und auch angeführt hatte. „Wir sind gerade im Angriff überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen und hinzu kam, dass uns Rotenburg einen guten Fight geliefert hat“, heißt es von Bug, der befand, dass sein Team zu Recht einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlief. Zumindest bis eine Umstellung auf die 5:1-Deckung den bis dahin gut funktionierenden TGR-Angriff aus dem Takt brachte. Vorne traf die HSG-Offensive, die mit den verletzten Michael Blinzler und Benedikt Dimmerling zwei seiner besten Schützen beraubt war, zudem bessere Entscheidungen und scheiterte nicht mehr so oft wie in der Anfangsphase an Rotenburgs starkem Keeper, Alexander Dick.

Dass seiner HSG nach genau 25 Minuten durch Dominik Malolepszy der 12:12-Ausgleichstreffer gelang, führte Bug aber noch mehr auf die Moral seiner Mannen zurück: „Ich hatte eine heiße und junge Truppe auf der Platte, die willens war, dieses Spiel noch zu drehen.“ Mit 22:0 Punkten und elf Siegen in Serie erscheint die HSG auf ihrem Platz an der Sonne nun unantastbar. „Trotzdem wird es darauf ankommen, dass wir möglichst verletzungsfrei durch die Partien der kommenden Wochen kommen“, so Bug auf die Frage, ob es der Spielgemeinschaft gelingen könnte, sich auch bis zur Winterpause schadlos zu halten.

HSG Großenlüder/Hainzell: H. Dimmerling (2), L. Dimmerling (9), Koch (6), Malolepszy (7), L. Münker (1), S. Münker (1), Peppler (2), Sippel (5), Wehner (1).

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