Auf die Schippe genommen: Planer, Politiker sowie Firmen- und Verwaltungsmitarbeiter trafen sich am Ortsrand zum Spatenstich, der den Baubeginn an dem Wirtschafts- und Radweg symbolisiert.
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Auf die Schippe genommen: Planer, Politiker sowie Firmen- und Verwaltungsmitarbeiter trafen sich am Ortsrand zum Spatenstich, der den Baubeginn an dem Wirtschafts- und Radweg symbolisiert.

Entlang der A 66

Wirtschaftsweg Schweben–Neuhof wird ausgebaut: Mehr Komfort für Radler und Landwirte

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Ein rund 2,7 Kilometer langer kombinierter Wirtschafts- und Radweg zwischen Schweben und dem Kernort Neuhof soll in den kommenden Monaten ausgebaut werden. Es ist die letzte Baumaßnahme des einstigen A-66-Projekts.

Neuhof - Zusammen mit Hessen Mobil wird das Projekt realisiert, wie Bürgermeister Heiko Stolz (CDU) berichtete. Der Ausbau des sogenannten Mittelweges an Autobahn und Bahngleisen sei einst im Planfeststellungsverfahren zum Bau der A 66 vereinbart worden und nun die letzte Baumaßnahme im Zuge des Autobahnbaus. Es sei ein „weiterer Meilenstein“, denn seit Jahren baue die Kaligemeinde Wirtschafts- und Feldwege aus und wolle auch ihr gemeindeeigenes Netzes aus Rad- und Freizeitwegen ausbauen. Beide Ziele würden hier erreicht.

Ähnlich äußerte sich der für Mittelhessen zuständige Regionale Bevollmächtigte von Hessen Mobil, Ulrich Hansel: Es handele sich um ein „wichtiges Projekt“. Es stelle den Abschluss aller Baumaßnahmen rund um die neue Autobahn dar. Mit dem nun erfolgenden Ausbau, der auf eine Planungsvereinbarung um die Jahrtausendwende zurückgehe, würden „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“: die Ertüchtigung des Weges für die Landwirtschaft sowie den Bau eines attraktiven Radweges. Mit dem Bau der A 66 war ein früherer Wirtschaftsweg überbaut und eine neue Baustellenstraße errichtet worden.

2,7 Kilometer lang: Wirtschaftsweg zwischen Neuhof und Schweben wird ausgebaut

Die Verbindung, die zahlreiche landwirtschaftliche Flächen in Neuhofs Südwesten an das reguläre Straßennetz anbindet und Schweben mit dem Neuhofer Kernort verbindet, soll bis Ende November auf einheitliche 3,50 Meter verbreitert und asphaltiert werden. Zusätzlich sind jeweils einen halben Meter breite Seitenstreifen vorgesehen, damit sich Radfahrer und Landwirte mit schwerem Gerät zukünftig konfliktfrei begegnen können. Der Weg endet an der begrünten Tunneldecke. Die Tragfähigkeit müsse nicht erhöht werden, wie Planer Dirk Eckerscham erklärte. Denn der bestehende Weg sei einst für den Bau des Neuhofer Tunnels errichtet worden – jahrelang lief der Baustellenverkehr mit schweren Raupen und Lastern darüber. Der gesamte Aushub für den Tunnel wurde über diesen Weg zu einer Erddeponie abtransportiert. Die Wege-Oberfläche müsse allenfalls abgefräst, ausgeglichen und geteert werden. Im Ergebnis werden laut Eckerscham ein Hektar Weg asphaltiert. Zudem sollen drei Rastplätze mit Bänken angelegt werden.

Die Kosten belaufen sich laut Rathauschef Stolz auf rund 560.000 Euro. Die Kommune Neuhof müsse lediglich rund zehn Prozent übernehmen, weil in der früheren Vereinbarung mit Hessen Mobil ein Drei-Meter-Ausbau vereinbart worden war, und plant die Maßnahme im Auftrag von Hessen Mobil. Die Behörde stemmt den Löwenanteil.

Lesen Sie hier: Gemeinde Neuhof streicht ein Drittel der Investitionen.

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