Das Esperanto – aufgenommen aus Richtung der Kleingartenanlage – hat in der Vergangenheit bereits über eine Erweiterung nachgedacht. Foto: Helmut Abel

Wohnungen statt Kleingarten-Parzellen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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fulda - Wohnen, Parken, Kultur, Messe, Kongresse – die Stadt plant für den Bereich rund um die Ochsenwiese einen großen Wurf. Die Kleingärten im Bereich Waidesgrund sollen weichen.

In einer dreiseitigen Pressenotiz hat die Stadt gestern Abend weitreichende Veränderungen für den Bereich rund um den Bahnhof angekündigt. Details will OB Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) heute bei einer Pressekonferenz vorstellen.

Klar ist: Für das städtische Areal der derzeitigen Kleingartenanlage im Waidesgrund soll ein neues Nutzungskonzept erarbeitet werden, das, so kündigt es die Stadt an, „vornehmlich eine Wohnbebauung vorsieht“. Die Kleingärten müssten dafür weichen.

Klar ist auch: Das geplante weitere Parkhaus im Bereich des Bahnhofs soll auf der Ochsenwiese gebaut werden. Das hatte sich bereits abgezeichnet, seit gestern ist es fix. Mittel sind im Haushalt bereits eingestellt. 700 Parkplätze will die Stadt zusätzlich schaffen. Die Arbeiten könnten zeitnah beginnen. Wie die Stadt betont, soll das Fuldaer Schützenfest aber auch weiterhin auf der Ochsenwiese stattfinden.

Mit Blick auf die Planungen für den Bereich zwischen Esperanto und Zieherser Weg/Baugulfstraße, sprich die Kleingärten, steht die Stadt noch ganz am Anfang. In jedem Fall sollen Wohnungen entstehen – hier sieht der OB weiter Nachholbedarf. Wingenfeld hält für das Gesamtareal jedoch einen Nutzungsmix für denkbar, der auch die Bestandteile Kultur, Messe und Kongresse umfasst.

Im Zuge eines Wettbewerbsverfahrens sollen Fachleute in den nächsten Monaten Vorschläge unterbreiten, welche Gestaltungsmöglichkeiten für das insgesamt rund 6,5 Hektar große Quartier bestehen. „Das Potential, das dieses Areal für die Stadt insgesamt bietet, ist enorm“, betont Wingenfeld. Er ist überzeugt: „Sollte es uns gelingen, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, der Innenstadt sowie des Hotel- und Kongresszentrums zusätzlichen Wohnraum zu schaffen sowie den Parkraum auszuweiten, bedeutet dies eine erhebliche Attraktivitätssteigerung für unsere Stadt. Und zwar über unterschiedliche Zielgruppen hinweg.“

Das neue Nutzungskonzept soll in enger Abstimmung mit dem Esperanto erarbeitet werden, das seinerseits bereits seit geraumer Zeit über eine Erweiterung nachdenkt. Zur Erinnerung: 2014 wurden Pläne vorgestellt, die einen Anbau an den Hotelriegel in Richtung der Kleingartenanlage vorsehen, in dem weitere Tagungsräume entstehen sollen.

Erste bauliche Maßnahmen im Waidesgrund könnten laut Stadt 2019 beginnen. Die Stadt will allen Pächtern Ersatzflächen in anderen Kleingartenanlagen in Fulda anbieten beziehungsweise eine Entschädigung zahlen. Der Magistrat hat bereits einen Grundsatzbeschluss für eine Neukonzeption und einen entsprechenden Wettbewerb gefasst. Das letzte Wort haben aber die Stadtverordneten: Denn sie müssen über einen neuen Bebauungsplan befinden.

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