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Wolken erschweren die Sicht auf partielle Mondfinsternis in der Region Fulda

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Länger aufbleiben lohnt sich: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ereignet sich am Nachthimmel ein seltenes Spektakel. Der Mond leuchtet rot. Auslöser ist eine partielle Mond-Finsternis, die ihren Höhepunkt um 23.30 Uhr erreicht.

Zunächst schiebt sich die Erde zwischen die Sonne und den Mond. Dadurch wird das Sonnenlicht verändert, das auf den Mond strahlt. Daher erscheint der Erdtrabant etwas dunkler und rötlicher. Die auffallende Färbung des Mondes kommt dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge davon, dass rotes Licht der Sonnenstrahlen in der Erdatmosphäre gebrochen und in Richtung Mond gelenkt werden.

Zusätzlich würden unter anderem Staub und Asche in der Hochatmosphäre die Färbung verstärken. Nach Angaben des DLR wird in dieser Nacht auch die Internationale Raumstation ISS oberhalb des teilverfinsterten Mondes als heller Lichtpunkt am Himmel zu sehen sein.

Höhepunkt um 23.30 Uhr

Der Mond wird gegen 20.40 Uhr zunächst in den Halbschatten eintauchen. Ab 22 Uhr ist die Mondfinsternis gut zu sehen. Dann wird der Trabant zum Teil verdunkelt und sieht nicht mehr ganz so rund aus. Am besten sichtbar soll die Mondfinsternis etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht sein. Am Mittwochmorgen um 1 Uhr verlässt dann der Mond den Kernschatten, um 2.20 Uhr ist das Spektakel endgültig vorbei.

Keine klare Sicht in der Region

Astronomiefans müssen allerdings Glück haben, um in der Region Fulda das Schauspiel verfolgen zu können. „Im Norden Deutschlands wird es wolkig sein, im Süden hingegen wird es einen klaren Nachthimmel geben. Osthessen liegt genau an der Wolkenkante“, erklärt Lars Kirchhübel, Medienmeterologe des Deutschen Wetterdienstes.

Nach dem Modell des Deutschen Wetterdienstes wird sich die partielle Mondfinsternis in Fulda hinter dichten Wolken abspielen. Nach anderen Modellen könnten nur hohe Schleierwolken eine klare Sicht auf das Himmelsereignis erschweren. „Wer die partielle Mondfinsternis sicher sehen will, muss sich südlich der Mosel oder des Mains aufhalten“, sagt Kirchhübel.

Eine Mondfinsternis kommt nur selten vor. In Deutschland kann man erst im Mai 2022 wieder eine sehen. /mbl, kra

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