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Zeichen stehen auf Wiederwahl: Viel Unterstützung für Bürgermeister Dag Wehner

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FULDA - Fuldas Stadtverordnete nehmen am Montag eine wichtige personelle Weichenstellung vor: Dag Wehner (CDU) soll als Bürgermeister der Stadt wiedergewählt werden. Der Amtsinhaber ist der einzige Kandidat.

Von unserem Redaktionsmitglied Eike Zenner

Die Zeichen stehen auf Wiederwahl. Im vergangenen Jahr hatte die Fuldaer Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen der Koalition entschieden, die Stelle nicht auszuschreiben. Damit war klar: Der Amtsinhaber ist der einzige Kandidat. In der Sitzung am Montag stellt sich Wehner, der seit gut sechs Jahren im Amt ist, nun dem Votum der Stadtverordneten. Der 52-Jährige kann dabei mit einer klaren Mehrheit rechnen.

„Wir sind mit der Arbeit des Bürgermeisters sehr zufrieden. Herr Wehner zeichnet sich sowohl durch seine fachliche Kompetenz als auch durch seine Menschlichkeit aus“, sagt die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Patricia Fehrmann. Der Bürgermeister habe in den vergangenen Jahren in der Schul-, Sozial- und Sicherheitspolitik viele wichtige Projekte vorangetrieben.

Lobende Worte für Wehner

Und auch der Koalitionspartner der Union, die CWE, findet lobende Worte für Wehner. Die Wähler-Einheit sei vom Amtsinhaber „als Mensch und Politiker mit hohem Sachverstand überzeugt“, erklärt Fraktionschef Martin Jahn. Er erinnert daran, dass die CWE Wehner bereits vor sechs Jahren unterstützt habe – obwohl die CWE damals noch auf der Oppositionsbank saß.

Die Stimmen der Koalition sind Wehner gewiss. Er kann aber auch mit Unterstützung aus den Reihen der Opposition rechnen. „Dag Wehner macht gute Arbeit, wir werden ihn unterstützen“, sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Michael Grosch. Er war 2014 gegen Wehner angetreten. Die „Bürger für Osthessen“ – einstmals Republikaner – lassen verlauten, es gebe „keine Gründe, Herrn Dag Wehner nicht weiter zu unterstützen“.

„In der Amtsführung sehen wir Licht und Schatten“

Die SPD als größte Oppositionsfraktion wird sich enthalten, wie Fraktionschef Jonathan Wulff auf Anfrage unserer Zeitung ankündigt. „In der Amtsführung sehen wir Licht und Schatten“, sagt Wulff. Wehner sei ein „sehr fähiger Mann, der persönlich integer und menschlich angenehm ist“. Er sei auch ein „verlässlicher Partner für die Sozialverbände“. In der Schulpolitik allerdings sieht die SPD Nachholbedarf. Hier sei es Wehner nicht gelungen, sich „von seinem Amt als CDU-Stadtverbandsvorsitzender zu lösen“.

In diese Kritik stimmen die Grünen ein. Die Fraktion vermisst an der Spitze des Dezernats II „politische Signale, die den Vorstellungen grüner Politik entsprechen“, sagt Fraktionschefin Silvia Brünnel. Sie verweist – genau wie die SPD – auf die Schulpolitik, nennt aber auch die Debatte um einen Umbau und die Verkehrsberuhigung der Friedrichstraße. Brünnel: „Leider vermissen wir richtungsweisende Impulse von Seiten des Bürgermeisters, die uns eine Unterstützung seiner Kandidatur möglich machen würden.“

Kritik an „Doppelrolle“

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Karin Masche, erklärt, die Fraktion akzeptiere Wehner als Person. Kritik übt sie allerdings an seiner „Doppelrolle“ als Bürgermeister und CDU-Stadtverbandschef. Bei der Wahl am Montag sei es den Fraktionsmitgliedern freigestellt, wie sie abstimmen, kündigt Masche an.

Wehner selbst erklärt, er gehe „mit einem positiven Gefühl“ in die Sitzung am Montag und hoffe auf einen „möglichst großen Rückhalt und ein gutes Ergebnis“. Die Entscheidung, für eine zweite Wahlperiode zu kandidieren, habe nie infrage gestanden. „Ich habe seit nunmehr fünfeinhalb Jahren eines der schönsten und spannendsten politischen Ämter in unserer Region ausüben dürfen und freue mich darauf, in den kommenden sechs Jahren weiter an dieser herausragenden Gestaltungsaufgabe mit den städtischen Gremien und der Bürgerschaft unserer Stadt mitwirken zu dürfen.“

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