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Zittersieg für Großenlüders Handballer

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenlüder/Hünfeld - Für Großenlüder/Hainzell ist die 13 keine Unglückszahl. Zwar wurde es in der Schlussphase gegen Körle/Guxhagen für die Bug-Truppe extrem knapp, dennoch setzte sich der Spitzenreiter dank eines Strafwurfs um Haaresbreite durch und erreichte mit dem 13. Sieg in Serie die perfekte Hinrunde.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

MSG Körle/Guxhagen – HSG Großenlüder/Hainzell 31:32 (12:15). Die Attribute spannend und hochdramatisch beschreiben das Ende der ersten Saisonhälfte für den Tabellenführer aus dem Lüdertal wohl am besten – sehr zum Leidwesen von Trainer Joachim Bugs Nervenkostüm. Denn zehn Minuten vor dem Schlusssignal waren seine HSG-Herren in den Augen der mitgereisten Fans mit einer durch eine starke Defensive erspielten 29:22-Führung scheinbar auf die Siegerstraße eingebogen. „Wenn ich meiner Mannschaft etwas vorwerfen will, dann, dass sie die Führung nicht verteidigt hat und es deshalb extrem eng für uns wurde“, moniert Bug.

Siebenmeter entscheidet

Denn da die Gastgeber in den letzten Minuten mit viel Härte in der Abwehr agierten und die HSGler in der ersten und zweiten Welle ein unnötig hohes Risiko gingen, war es die MSG, die plötzlich einen 5:0-Lauf aufs Parkett legte und sieben Sekunden vor Schluss sogar noch den 31:31-Ausgleichstreffer erzielte. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr beging die MSG dann aber einen Fehler, der sie das Remis kosten und Großenlüder die weiße Weste wahren lassen sollte: MSG-Spieler Tom Küllmer hielt beim Anwurf der Bug-Truppe nicht den vorgeschriebenen Abstand ein und provozierte damit einen Siebenmeter. Simon Münker übernahm Verantwortung und netzte für seine HSG zum spielentscheidenden 32:31 ein.

Einspruch gegen Ergebnis

Auf den großen Jubel ob des 13. Sieges und der perfekten Hinrunde folgte für die Bug-Truppe aber schnell ein Ärgernis. „Körle hat kurz darauf angekündigt, Einspruch gegen die letzte Entscheidung der Schiedsrichter und damit das Ergebnis einzulegen“, so Bug, dessen Handballer nun bis ins nächste Jahr warten müssen, ob das Endergebnis stehenbleibt oder eine Wiederholung ins Haus steht. „Davon wollen wir uns jetzt aber nicht beirren lassen“, bleibt Bug gelassen, denn so wie es momentan aussieht, kann sein Team dank der 26:0-Bilanz mit „vier Jokern“ in die Rückrunde gehen und sich nun verdient in die Weihnachtspause verabschieden.

HSG Großenlüder/Hainzell: H. Dimmerling (6), L. Dimmerling (9), Koch (4), Malolepzsy (3), S. Münker (4/2), Peppler (6).

TSG Dittershausen – Hünfelder SV 40:25 (25:9). „Es kommt immer auf die Art und Weise an, mit der man verliert. So wie wir uns gegen Dittershausen gezeigt haben, darf man sich aber nicht präsentieren“, lautet das ernüchternde Fazit von Teammanager Christian Krätzig. Trotz der schlechten Ausgangslage – denn Felix Kircher und Jannik Bachus fehlten den Haunestädtern – war die Niederlage in Krätzigs Augen eindeutig zu hoch ausgefallen.

„Überhastete Abschlüsse“

Ob es an der Anwurfzeit oder der Einstellung der Hünfelder Handballer lag, dass man gegen die TSG schon früh ins Hintertreffen geriet, konnte Krätzig nicht mit Bestimmtheit sagen. Einen Faktor, der die Niederlage begünstigt hatte, sah der Ex-Keeper aber in der Abwehr. „Wir wollten Dittershausen gerne mit ihren eigenen Waffen schlagen und haben sehr offensiv agiert. Das lief am Anfang gut, hat aber nicht über die gesamte Spielzeit gezündet und mit zu überhasteten Abschlüssen dazu geführt, dass wir Dittershausen zum Torewerfen eingeladen haben“, so Krätzig. Durch die Niederlage sind die HSV-Handballer auf den elften Platz abgerutscht.

Hünfelder SV: Aha (1), Gute (1), Heidler (1), Möller (3), Sauer (7/6), Sauerbier (1), Sitzmann (5), Unglaube (1), Wald (3), Walter (2).

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