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Fluffiger Gruß aus den Alpen: Kaiserschmarrn hilft bei schlechter Laune

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Von: Anne Baun

Es gibt diese Gerichte, die für bessere Laune sorgen können. Kaiserschmarrn gehört definitiv dazu.
Es gibt diese Gerichte, die für bessere Laune sorgen können. Kaiserschmarrn gehört definitiv dazu. © nblxer/stock.adobe.com

Es gibt diese Gerichte, die für bessere Laune sorgen können. Kaiserschmarrn gehört definitiv dazu. Anne Baun liefert das passende „Glücksrezept“.

Fulda - Früher habe ich meinen Kaiserschmarrn immer mit einer Mischung aus dem Supermarkt angerührt. Dieses süße Gericht, das nun nicht unbedingt mit einem fantastischen Nährwert punktet, war also zusätzlich vollgepackt mit pulverisierten Zusatzstoffen, von denen ich mittlerweile längst die Finger lasse. Zudem kommt die Fertigmischung gegen einen selbstgemachten Kaiserschmarrn mit seinem fluffig geschlagenen Eiweiß und eingeweichten Rosinen keinesfalls heran.

Was die Namensherkunft dieses Gerichtes angeht, gibt es verschiedene Hypothesen. So soll einst der kaiserliche Pâtissier der extrem auf ihre Linie achtenden Kaiserin Sisi diese doch sehr üppige Speise vorgesetzt haben.

Rezept: Kaiserschmarrn hilft bei schlechter Laune

Ihre Majestät rümpfte lediglich das Näschen, und der leicht genervte Gatte, Kaiser Franz Joseph, soll ihr mit den Worten „Na geb’ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat“ den Teller entrissen und alles aufgefuttert haben. Ein echter Kaiserschmarrn also. Soweit die Legende. Es gibt noch ein paar andere Herkunftsgeschichten, doch die sind nicht ganz so unterhaltsam.

Gut, Kaiserschmarrn ist nichts für Menschen, die gerade Diät halten möchten. Da lag die gute Sisi ja gar nicht mal so falsch. Und trotzdem brauchen wir manchmal genau so ein Essen, um uns wieder wohlzufühlen. Wenn wir auf Bio-Produkte achten und gute Vollmilch oder Mandelmilch statt der zu Tode behandelten H-Milch nehmen, dann steht dem Genuss gar nichts mehr im Wege.

Video: Veganer Kaiserschmarrn: Einfaches Rezept aus nur 3 Zutaten

Zu dem Gericht passt übrigens gut Apfelmus oder – wie der Österreicher gerne sagt – ein Zwetschgenröster. Das ist so etwas Ähnliches wie Pflaumenkompott, nur mit weniger Wasser zubereitet. Vielmehr schmoren hier die Pflaumen im eigenen Saft, zusammen mit Zucker, Zimt, Zitronensaft und ein paar Nelken. Statt der Rosinen können auch Mandelblättchen oder getrocknete Cranberries verwendet werden. Aus Cranberries kann man übrigens auch eine tolle Marmelade zaubern.

Zutaten (für 2 Portionen):

4 Bio-Eier
100 g Dinkelmehl (Type 630)
50 g Puderzucker
1/8 l Vollmilch
1 Prise Salz
ca. 50 g Butter oder Butterschmalz zum Ausbacken
Rosinen (nach Belieben)

Zubereitung: Die Rosinen – sofern Sie welche verwenden möchten – in Wasser einweichen. Die Eier trennen. Eidotter, Mehl, die Hälfe vom Puderzucker, Salz und Milch mit dem Handmixer zu einem glatten Teig verrühren. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Die Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Den Teig hineingießen und stocken lassen. Heben Sie den Fladen ab und zu an, damit er von unten nicht verbrennt. Wenn der Schmarrn leicht gebräunt ist, wenden. Das Wasser der Rosinen abgießen, die Rosinen auf dem Schmarrn verteilen. Zuletzt mit zwei Gabeln den Schmarrn in Stücke reißen und mit dem restlichen Puderzucker bestäuben.

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