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Ein würziger Gruß aus Indien: Lamm-Curry und selbstgemachtes Naan-Brot

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Von: Anne Baun

Ein schönes Curry funktioniert eigentlich immer: In der Reihe „Natürlich koch‘ ich“ gibt es hier ein Rezept für Lamm-Curry mit selbstgemachtem Naan-Brot.

Fulda - Mit einem Curry-Gericht kann man nichts falsch machen. Typisch indische Gewürze wie Zimt, Ingwer, Chili oder Kardamom wärmen den Körper von innen und unterstützen außerdem das Immunsystem. Auch Zwiebeln und Knoblauch wirken antibakteriell und immunstärkend.

Rezept: Lamm-Curry und selbstgemachtes Naan-Brot

Wenn Sie sich jetzt fragen, was dieses Ghee sein soll, das bei diesem Rezept zum Einsatz kommt: Dabei handelt es sich um geklärte Butter, die in Indien traditionell zum Kochen verwendet wird und die es mittlerweile auch ganz normal bei uns im Supermarkt zu kaufen gibt. Sie ist nicht ganz billig, aber Ghee kann auch bei anderen Gerichten zum Braten benutzt werden.

Wer sich schon mal mit der indischen Ayurveda-Lehre befasst hat, der weiß, dass Ghee längst nicht nur in der Küche verwendet werden kann. Wer beispielsweise unter einer ausgetrockneten Nase leidet, kann abends vor dem Schlafengehen ein bisschen Ghee in die Nasenlöcher geben und einmassieren. Wer sehr nervös ist, kann ebenfalls vorm Schlafen seine Füße mit Ghee massieren. Zudem kann Ghee die Wundheilung unterstützen. Es gibt auch noch weitere Anwendungsmöglichkeiten, aber das würde zu weit führen. Wer sich für diese Thematik interessiert, dem kann ich das Buch „Ayurveda für jeden Tag“ von Dr. Ernst Schrott empfehlen.

Falls Sie Lammfleisch nicht essen möchten, können Sie das Rezept auch mit Rindfleisch, Huhn oder Tofu ausprobieren. Rindfleisch ist natürlich nicht typisch indisch, denn in Indien sind Kühe heilig und werden nicht gegessen.

Mein Mann sagt immer, dass ihm Naan-Brot und die Soße schon völlig ausreichen würden. Also kann es sich auch lohnen, einfach die doppelte Menge Soße zu kochen und abends nochmal mit übrig gebliebenem Brot zu stippen. Lecker! (Lesen Sie hier: Steak-Baguette mit Bärlauch-Butter ist schnell und einfach zubereitet - und wirklich lecker)

Rezept Lamm-Curry

Zutaten (für 4 Portionen):

850 g Bio Lammfleisch (zum Beispiel aus der Schulter)

1 EL Ghee

1 große Zwiebel

4 Knoblauchzehen

2 TL Tomatenmark

2 EL scharfes Currypulver

80 g Ingwer

1 Dose Kokosmilch

1 TL Kardamom

5 Lorbeerblätter

1 TL Chilipulver

1 Ceylon-Zimtstange

Meersalz

frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung: Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel schälen und kleinschneiden. Knoblauchzehen pressen. Ingwer schälen (funktioniert super mit einem Löffel) und reiben. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer zusammen mit dem Tomatenmark pürieren, die Fleischstücke darin wenden und zwei Stunden lang im Kühlschrank marinieren.

Ghee in einem Topf erhitzen. Alle Gewürze zugeben und anbraten, bis es herrlich duftet. Fleisch samt Marinade zugeben. Kokosmilch zugießen und alles etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zimtstange und Lorbeerblätter herausfischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passt Basmatireis oder selbstgemachtes Naan-Brot.

Ein Curry-Gericht auf einem Teller.
Ein leckeres Curry wärmt von innen. © stock-adobe.com - HLPhoto

Rezept Naan-Brot

Zutaten (für 6 Fladen):

500 g Dinkelmehl (Type 630)

1/2 Würfel frische Hefe

1 EL Zucker

150 ml Bio-Vollmilch

1 TL Backpulver

2 EL Sonnenblumenöl

1 Bio-Ei

150 ml Naturjoghurt

Salz

Zubereitung: Die Milch leicht erwärmen und mit Hefe und Zucker in einem Schüsselchen verrühren und 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit Backpulver und einer kräftigen Prise Salz vermischen. Das Ei verschlagen und mit Joghurt, Öl und der Hefemischung zum Mehl gießen. Mit einem Holzlöffel oder per Hand (Achtung, superklebrig) vermengen. Mit einem Handtuch abdecken und eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Danach sechs Kugeln aus dem Teig formen, auf ein Backblech mit Backpapier setzen und nochmal zehn Minuten gehen lassen.

Die Kugeln entweder ausrollen oder mit den Fingern plattdrücken (das wäre die traditionelle Variante). Eine beschichtete Pfanne auf den Herd stellen und ordentlich heiß werden lassen. Die Fladen ohne Fett darin backen. Wenden, wenn der Teig Blasen wirft.

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