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Passend zum Frühling: Spargelrisotto in Grün und Weiß

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Von: Anne Baun

Wer Spargel isst, entgiftet seinen Körper. Warum also die eigenen Kochkünste nicht mal an einem leckeren Spargelrisotto versuchen?
Wer Spargel isst, entgiftet seinen Körper. Warum also die eigenen Kochkünste nicht mal an einem leckeren Spargelrisotto versuchen? © Tesgro Tessieri/stockadobe.com

Risotto ist ein grundsolides Gericht, das vom Koch viel Geduld erfordert. Wie ein wunderbares Frühlings-Risotto mit Spargel gelingt, verrät Kochbuchautorin Anne Baun.

Fulda - Reis braucht Zeit. Das ist eben so. Und gerade Risotto muss lange köcheln, bis man sich endlich darauf stürzen darf. Bei mir muss es immer schnell gehen, und manchmal kippe ich sogar die zu verwendende Flüssigkeit auf einmal in die Pfanne und lasse es kochen. Doch aus Erfahrung kann ich sagen: Es schmeckt einfach besser, wen man sich Zeit lässt und die Flüssigkeit nach und nach zugießt.

Doch das Grundrezept des Risottos bleibt immer gleich – egal, ob nun Spargel oder ein anderes Gemüse mit hinzukommt. Und daher können Sie es, liebe Leser, ganz nach Ihren eigenen Wünschen variieren. Versuchen Sie zum Beispiel ein Risotto als Beilage zu gebratenem Zanderfilet. Oder mit Garnelen und Frühlingszwiebeln statt der Schalotte. Im Herbst schmeckt das Gericht mit Pfifferlingen und Speck. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mit ein bisschen Geduld: Leckeres Spargel-Risotto selbst zaubern

Doch gucken wir uns den Spargel nochmal näher an. Er ist dafür bekannt, Galle, Leber und Blase zu unterstützen, gegen Verstopfung zu wirken und sich positiv bei Diabetes auszuwirken. B-Vitamine, die die Nerven stärken, sind genauso reichlich vorhanden wie Kalium, Calcium und Magnesium. Gut für Herz, Muskeln und Knochen.

Wer zum Beispiel an dem Hefepilz Candida leidet, sollte öfter mal zu Spargel greifen. Wer Spargel isst, entgiftet gleichsam seinen Körper. Übrigens: Dass der Urin nach dem Genuss von Spargel so ulkig riecht, liegt an der Asparagusinsäure. Ihr verdankt der Spargel auch seinen lateinischen Namen asparagus.

Video: So gesund ist Spargel: Warum Sie jetzt viel Spargel essen sollten

Bei der Säure handelt es sich um eine Schwefelverbindung, deren Abbauprodukte für den markanten Duft sorgen. Das ist gesundheitlich völlig unbedenklich und verschwindet nach einigen Stunden wieder. Stellen Sie sich einfach vor, dass Abfallprodukte Ihren Körper verlassen.

Wer es lieber knackig mag, dem empfehlen wir übrigens ein anderes Rezept aus unserer Genuss-Reihe: Lauwarmer Spargel-Frühlingssalat mit Rinderfilet.

Zutaten für 2 Portionen Risotto

Zutaten (für 2 Portionen):

1 Schalotte
2 EL Butter
150 g Risottoreis
500 ml Gemüsebrühe
3 EL Weißwein
150 g weißer Spargel
150 g grüner Spargel
Parmesan nach Belieben

Zubereitung: Die Schalotte schälen und fein würfeln. Den Spargel schälen und zweimal durchschneiden. Die Butter in einer tiefen Pfanne schmelzen und die Schalottenwürfen darin anschwitzen. Den Reis zugeben und ca. drei Minuten ebenfalls anrösten. Dabei umrühren. Dann die Brühe zugießen. Je länger das Risotto gekocht wird, desto sämiger wird es am Ende.

20 Minuten sollten es schon sein. Immer wieder einen Schluck Brühe dazugießen und sanft köcheln lassen. Die Spargelstücke können mit dem ersten Schwung Brühe mitgekocht werden. Kurz vor Schluss den Weißwein hinzugeben. Am Ende dann das Risotto mit Parmesan bestreuen und ihn leicht schmelzen lassen.

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