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Zarte Blüte, starke Wirkung: So hilft die Cistus-Pflanze unserem Körper

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Von: Anne Baun

Die Wirkstoffe der Cistus-Pflanze helfen bei Akne und Neurodermitis.
Die Wirkstoffe der Cistus-Pflanze helfen bei Akne und Neurodermitis. © Nataraj/stock.adobe.com

Zugegeben: Der Geschmack von Cistustee ist, nun ja, ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch es lohnt sich, ab und an zu diesem Kräutlein zu greifen.

Fulda - Auch wenn die Schönheit der Zistrose, auch Cistus genannt, in ihren hauchzarten Blüten liegt, steckt die Heilkraft eher in Stängeln und Blättern. Es sind vor allem sekundäre Pflanzenstoffe, die die Zistrose im Kampf gegen Viren und Bakterien so mächtig machen. Genauer gesagt, handelt es sich um Polyphenole, die in der Lage sind, krankmachende Keime am Andocken zu hindern.

Wir alle haben unser Biologie-Wissen durch Corona ja leider wieder etwas aufgefrischt und wissen, dass ein Virus eine Wirtszelle braucht, um sich vermehren zu können. Cistus kann diese Interaktion verhindern, das Virus bleibt dann einfach untätig. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften weiten sich aber auch Richtung Magen-Darm- und Hautbereich aus. Cistustee kann bei Magenschmerzen und Durchfallerkrankungen helfen.

Hilfe bei Akne und Neurodermitis - So hilft Cistus unserem Körper

Und durch die entzündungshemmenden Eigenschaften gab es auch schon wissenschaftliche Untersuchungen in Bezug auf Akne oder Neurodermitis. Dabei war ein Extrakt der Zistrose zweimal täglich aufgetragen worden. Wer an Entzündungen im Mundbereich leidet, kann mit abgekühltem Cistustee mehrmals täglich spülen. Tatsächlich sollte niemand Cistus ohne Absprache mit dem Arzt oder Heilpraktiker einnehmen, da es bei überempfindlichen Mägen zu Übelkeit kommen kann. (Lesen Sie hier: Löwenzahn hilft dem Körper zu entgiften)

Obwohl Cistus aus mediterranen Gebieten stammt, kann die Pflanze auch in unseren Breiten kultiviert werden. Ein sonniger Standort und gute Erde sind Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen. Es wird empfohlen, die Pflanzen im Mai oder Juni ins Beet zu setzen. Dann hat die Zistrose ausreichend Zeit, um sich vor dem ersten Frost ordentlich zu verwurzeln. Auch wenn das Pflänzchen zart erscheint, ist es doch eher von robuster Natur. Es muss nur gegossen werden, wenn Trockenheit länger anhält.

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Allerdings muss Cistus über den Winter gut geschützt werden. Am besten mit Reisig und zur Abdeckung mit einem Vlies. Steht die Pflanze im Topf, sollte sie in ein freundliches Winterquartier umziehen. Wenn das nicht geht, muss der Topf auf Holz aufgebockt und mit Noppenfolie umwickelt werden.

Bis die Zistrose anfängt zu blühen, können durchaus schon mal drei bis vier Jahre vergehen. Doch dann können sich Hobbygärtner an den feinen Blüten erfreuen, die – wenn die Röschen in Gruppen gepflanzt wurden – ein echter Hingucker in jedem Garten.

Zutaten für einen Erkältungstee

30 g Holunderblüten
30 g Lindenblüten
15 g Melissenblätter
10 g Salbei
5 g Cistus
5 g Hagebuttenfrüchte

Zubereitung: Die Heilkräuter miteinander mischen (oder in der Apotheke mischen lassen) und in einem verschließbaren Glas aufbewahren. 1 TL Tee mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

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