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Sie blüht im Februar: Die Zaubernuss hilft bei Hautleiden

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Von: Anne Baun

Das Heilkraut Hamamelis hilt bei Hautleiden jeglicher Art.
Das Heilkraut Hamamelis hilt bei Hautleiden jeglicher Art. © asab974 - adobe.stock.com

Unsere Heilkräuter: Hamamelis oder auch Zaubernuss hilft bei Hautleiden jeglicher Art. In der Kosmetik ist die bereits im Februar blühende Pflanze genauso beliebt wie in der Naturheilkunde.

Fulda - Die Zaubernuss – oder auch Hamamelis genannt – legt los, wenn andere Pflanzen noch tief und fest schlafen. Bereits jetzt im Februar erfreut sie mit ihren hübschen, leuchtend gelben Blüten.

Doch ihr hübsches Äußeres sollte nicht von den Kernkompetenzen der Zaubernuss ablenken. Denn natürlich schlummern auch in ihr viele beeindruckende Heilkräfte. So findet die Pflanze beispielsweise in der Hautpflege Verwendung. Die stark adstringierenden (zusammenziehenden) Eigenschaften werden beispielsweise als Pflanzenwasser bei öliger, großporiger Haut oder bei Besenreisern eingesetzt. Auch als Grundlage für Deos oder Körpersprays wird Hamamelis verwendet.

Rezept: Die Zaubernuss hilft bei Hautleiden - Blütezeit im Februar

Natürlich wird auch in der Naturheilkunde die Zaubernuss verwendet. Als Creme bei leichten Hautverletzungen und Krampfadern, als Zäpfchen bei Hämorriden oder als Tee zum Gurgeln bei Zahnfleischentzündungen und Aphten. Doch auch bei Herpes, Gürtelrose, Ekzemen, Venenentzündungen oder Sonnenbrand kommt Hamamelis zum Einsatz. Für die Naturheilkunde werden meist die Sorten Hamamelidis aqua, Hamamelidis cortex und Hamamelidis folium verwendet. (Lesen Sie auch: Wertvolle Bitterstoffe durch Wermut - Mehr als nur das Absinth-Kraut)

Ursprünglich stammt die Zaubernuss aus Nordamerika. Schon die Indianer setzten die Pflanze bei Hautleiden und Durchfall ein. Als Hingucker im Garten wird in unseren Breiten aber eher die asiatische Variante gepflanzt, da ihr Herbstlaub so schön anzusehen ist. Hamamelis braucht einen sonnigen oder halbschattigen Standort und bevorzugt leichten und sandigen Boden. Wenn sich die Pflanze wohlfühlt, kann sie bis zu fünf Meter hoch wachsen.

Video: So wirksam sind Heilpflanzen gegen Schmerzen

Ansonsten ist das Gewächs sehr hart im Nehmen: Tatsächlich kann die Hamamelis Temperaturen bis minus 35 Grad aushalten. Doch es dauert bis zu sechs Jahren, bis sie das erste Mal blüht. Ihren Namen verdankt die Zaubernuss übrigens dem Umstand, dass ihre Zweige gerne als Wünschelruten verwendet wurden und immer noch werden.

Hamamelis-Tinktur

1 Handvoll Hamamelis-Blätter und -Rinde
klarer Schnaps (Wodka oder Korn)

Zubereitung: Die Pflanzenteile in ein Schraubglas geben, mit dem Schnaps übergießen, bis alles bedeckt ist. Glas verschließen und an einem hellen, sonnigen Platz für sechs Wochen ziehen lassen. Glas ab und zu schütteln. Dann abseihen und in ein dunkles Gefäß umfüllen. Die Tinktur hält etwa sechs Monate und kann beispielsweise direkt eingenommen oder zur Herstellung einer Creme genutzt werden. 

Hamamelis-Creme

30 ml Hamamelis-Öl
4 g Bienenwachs
15 g Lanolin
30 ml Hamamelis-Tinktur 

Zubereitung: Öl, Lanolin und Bienenwachs in ein hitzefestes Glas geben, die Tinktur in ein anderes Glas geben. Beides erhitzen. Wenn das Bienenwachs geschmolzen ist, die Tinktur langsam unter ständigem Rühren in die Öl-Phase gießen. Abkühlen lassen und in einen Tiegel umfüllen.

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