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325.000 Euro Schaden: Nichts geht mehr auf der A5 – drei Unfälle, Umleitungen dicht

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Fotos: Philipp Weitzel
Fotos: Philipp Weitzel

Bad Nauheim/Friedberg - Nach gleich drei Unfällen auf der Autobahn 5 ist es im Berufsverkehr zwischen Fernwald (Kreis Gießen) und Frankfurt zu erheblichen Behinderungen gekommen. „In Richtung Frankfurt geht gar nichts mehr“, sagte eine Sprecherin der Polizei in Friedberg.

Auslöser für das Verkehrschaos war ein Unfall, bei dem in der Nacht auf Dienstag ein 20 Jahre alter Autofahrer auf einen Lastwagen gerast und dabei in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt worden war. Der 28-jährige Beifahrer erlitt leichte Verletzungen.

Im wegen dieses Unfalls entstandenen Stau prallten drei Lastwagen aufeinander. Dabei verletzte sich einer der Fahrer leicht. Alle drei Lastwagen mussten abgeschleppt und die Autobahn während der Bergungsarbeiten voll gesperrt werden. Insgesamt entstand bei beiden Unfällen ein Sachschaden von rund 225.000 Euro. Der linke Fahrstreifen konnte am Morgen gegen 5.30 Uhr nur kurzzeitig freigegeben werden.

Der Grund: Zwischen Fernwald und dem Gambacher Kreuz kam es zu einem dritten Unfall. Bei diesem wurden zwei Menschen schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich an einem Stauende zwischen der Anschlussstelle Fernwald und dem Gambacher Kreuz. Wie ein Polizeisprecher informierte, übersah vermutlich der 28-jährige Fahrer eines Transporters aus Grünberg den Stau und prallte in das Auto eines 53-jährigen aus Gießen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug des Gießeners unter einen Sattelzug geschleudert und der 53-Jährige im Fahrzeug eingeklemmt. Er musste mit hydraulischen Rettungsgeräten von der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Pohlheim aus dem Unfallwrack befreit werden. Laut Polizeiangaben dauerte die komplizierte Rettung des Verunfallten durch die Feuerwehrleute rund eine Stunde. Er wurde im Anschluss mit dem Rettungshubschrauber Christoph Gießen in eine Klinik geflogen.

Der 28-jährige Mann aus Lich wurde nach seiner Erstversorgung per Rettungswagen in eine Klinik eingeliefert. Der Fahrers des Sattelzuges blieb unverletzt. Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei vor Ort auf etwa 100.000 Euro.

Während der Rettungsarbeiten und der Bergung war die A 5 in Richtung Frankfurt für über zwei Stunden voll gesperrt. Dadurch kam es zu einem über zehn Kilometer langen Stau im Berufsverkehr. Auch auf den Umleitungsstrecken wurden die Verkehrsteilnehmer auf die Geduldsprobe gestellt. / pw, dpa

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