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ADAC erklärt Wohnhaus-Bau für Manager

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

- München (dpa) - Der ADAC hat den Bau eines Wohnhauses für einen Manager in Bad Homburg zu erklären versucht. Der Geschäftsführer des Regionalclubs Hessen-Thüringen bewohne das Haus zur Miete, sagte Pressesprecher Cornelius Blanke am Montag in Frankfurt/Main. Die Immobilie in gehobener Wohngegend diene dem Autoclub als Geldanlage.

Die monatliche Kaltmiete liege mit 3230 Euro am oberen Rand des ortsüblichen Niveaus. Die ADAC-Zentrale in München äußert sich nicht. Sie ist damit beschäftigt, den Forderungen nach mehr Transparenz nachzukommen. Dazu sollen auch die externen Prüfer beitragen, die den umstrittenen Mobilitätspreis «Gelber Engel» derzeit untersuchen.

Die «Bild»-Zeitung hatte über das Haus des ADAC-Managers berichtet. Demnach wurde es im Jahr 2008 auf einem 800 Quadratmeter großen Grundstück gebaut und ein Jahr später bezogen. Experten schätzen die Immobilie auf einen Wert von mindestens 1,5 Millionen Euro. Dazu äußerte sich der Frankfurter ADAC-Sprecher Blanke nicht. «Das Haus wurde zwar nach meinen Vorstellungen gebaut, aber auch darauf geachtet, dass es jederzeit anderweitig vermietet werden könnte», zitiert «Bild» den Manager und Mieter des Hauses.

Laut ADAC Hessen-Thüringen dient die Immobilie als Geldanlage. Der Verein bemühe sich, die Überschüsse aus seinen Einnahmen sicher anzulegen, dazu gehöre auch die Investition in Immobilien. Das habe sich angesichts der Finanzkrise 2008 auch als richtig erwiesen. Wie hoch die Überschüsse nach Abzug der Kosten für Geschäftsstellen, Verkehrssicherheitsprogrammen, Pannenhilfe und anderen Aktivitäten sind, konnte Sprecher Blanke nicht beziffern. «Es bleibt immer etwas übrig», sagte er.

In München versucht der ADAC, den Forderungen aus Politik und Wirtschaft nach mehr Klarheit und Transparenz gerecht zu werden. Auf den Prüfstand kommt nun zunächst der «Gelbe Engel». Manipulationen in der Kategorie «Lieblingsauto der Deutschen» hatten den Skandal vor gut zwei Wochen ausgelöst.

Die externen Berater sollen nach Angaben von ADAC-Sprecher Christian Garrels sämtliche Preisvergaben seit 2005 in allen Kategorien untersuchen und ihre Ergebnisse veröffentlichen. Bei Bedarf könne man den Prüfauftrag auch kurzfristig erweitern, sagte Garrels.

Wie es mit dem Preis «Gelber Engel» weitergeht, ist noch unklar. ADAC-Präsident Peter Meyer hatte am Wochenende angekündigt, der Club werde sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Offen blieb, ob der Preis «Gelber Engel» überhaupt noch eine Zukunft hat. Meyer hatte vor einigen Tagen von einem «Totalschaden» gesprochen. Hier sei aber noch keine Entscheidung getroffen, erklärte Garrels.

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