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Bischof: Öffentliche Bischofskandidatur in EKKW «üblich»

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

- Kassel (dpa/lhe) - Im Zuge der Suche nach einem neuen Oberhaupt für das Bistum Limburg hat EKKW-Bischof Martin Hein eine öffentliche Kandidatur um ein evangelisches Bischofsamt als «üblich» bezeichnet. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) seien nach einer Ausschreibung alle Mitglieder aufgefordert, Vorschläge zu machen, betonte er. Ein Ausschuss spreche die Kandidaten dann an, und die Synode wähle in geheimer Wahl den Bischof. «Das Entscheidende ist: Es ist ein synodales Bischofsamt. Der Bischof wird von der Synode gewählt und kann auch von der Synode abgewählt werden», betonte er.

Nach dem vom Papst erzwungenen Amtsverzicht des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hatten Gläubige eine breite Beteiligung bei der Suche seines Nachfolgers gefordert. «Wir sind sehr gut beraten, wenn wir unsere Gläubigen, die sogenannten einfachen Leute, fragen, wen sie sich vorstellen, und dann auf die Menschen auch zu hören», hatte der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz gesagt, der im Skandal um Kostenexplosion und Amtsgebaren zu den stärksten Kritikern des Bischofs gehörte.

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