40 Brände in 18 Monaten: Hessische 6000-Seelen-Gemeinde zittert vor Feuerteufeln

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Einhausen - Die Reihe von Bränden im südhessischen Einhausen reißt nicht ab. Dieses Mal stehen Teile eines Wohnhauses in Flammen. Die Feuerwehr kann kaum noch durchschnaufen.

Heuballen, Holzstapel und Hallen in Flammen: Seit fast anderthalb Jahren halten allem Anschein nach gelegte Brände das südhessische Einhausen in Atem. In der Nacht zum Donnerstag gingen Teile eines Wohnhauses, ein Carport daneben sowie zwei Autos in Flammen auf – es war der 40. Brand in dieser Zeit in der 6000-Einwohner-Gemeinde im Kreis Bergstraße, wie die Polizei mitteilte.

Der Schaden bei dem letzten Feuer wird auf bis zu 200.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. „Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass auch dieser Brand zu der Serie dazugehören könnte“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Experten nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf.

Feuerwehr im Dauereinsatz

Besonders schlimm sei es seit dem Frühsommer, betonte Gemeindebrandinspektor Christoph Röll. Die Einsatzkräfte von Einhausen seien im Dauereinsatz, müssten gerade an Wochenenden auch auf Hilfe von außerhalb zurückgreifen. „Damit wir mal drei Tage durchschnaufen können“, sagte Röll.

Aufschrecken lassen hatten neben Bränden in Einhausen auch Feuer im benachbarten Lorsch. In den vergangenen Monaten verlagerten sich laut Polizei die Feuer aber stärker nach Einhausen. „Wir stehen in ständiger Verbindung mit der Kriminalpolizei“, sagte ein Sprecher der Gemeindeverwaltung.

Die Brände gingen meist glimpflich aus, richteten aber größeren Schaden an. Nachdem etwa die Polizei mehr Streife gefahren war, schien im Februar und März Ruhe eingekehrt zu sein. Zuletzt häuften sich dann aber wieder Feuer. / dpa, sps

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