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13. Corona-Fall in Hessen – Fragen und Antworten rund um das Virus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Frankfurt/Fulda - Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt, fast alle Bundesländer haben inzwischen Nachweise gemeldet. In Hessen wurde nun der 13. Fall gemeldet. In Fulda sind die durchgeführten Tests bislang jedoch alle negativ.

Was tue ich, wenn ich fürchte, mich angesteckt zu haben?

Auf keinen Fall direkt in eine Praxis oder Notaufnahme gehen. Wer Symptome hat und – etwa wegen des Kontakts zu einem nachweislich Infizierten – befürchtet, an Covid-19 erkrankt zu sein, soll sich zunächst telefonisch bei seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt melden. „Denn wenn man nun wirklich daran erkrankt sein sollte, dann muss man das ja nicht unbedingt in ein voll besetztes Wartezimmer mit ohnehin schon geschwächten Immunsystemen reintragen“, erklärt der Sprecher des Deutschen Hausärzteverbands, Christian Schmuck. In mehreren Bundesländern gibt es derzeit die Überlegung, spezielle Zentren als Anlaufstelle für mögliche Sars-CoV-Infizierte einzurichten. An der Berliner Charité etwa ist eine solche separate Untersuchungsstelle für Verdachtsfälle bereits in Betrieb.

Was darf der Staat im Ernstfall?

Das Wesentliche regelt das bundesweit gültige Infektionsschutzgesetz (IfSG). Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums fasst zusammen: „Wenn es erforderlich ist, können auch wichtige Grundrechte wie Freiheit der Person, Versammlungsfreiheit oder Unverletzlichkeit der Wohnung sowie das Recht auf körperliche Unversehrtheit eingeschränkt werden.“ Behörden dürfen laut dem Bayreuther Staatsrechtler Stephan Rixen Blutentnahmen und Abstriche von Haut und Schleimhäuten verlangen. Auch „Krankheitsverdächtigen“ und „Ansteckungsverdächtigen“ – wie das Gesetz es ausdrückt – könne ein Berufsverbot auferlegt werden. Zum Schutz anderer könnten Menschen auch „in einem geeigneten Krankenhaus oder in sonst geeigneter Weise abgesondert werden“, heißt es im Gesetz.

Wird sich die Situation im Frühjahr verändern?

Die Grippe und andere Erkältungskrankheiten haben im Winter Hauptsaison. Auch bei Sars-CoV-2 gibt es die Hoffnung, dass die Epidemie in den wärmeren Monaten abflauen könnte – zeitweise zumindest. Helfende Effekte sind Drosten zufolge „die Wärme im Sommer, UV-Strahlen und die Tatsache, dass Leute vermehrt draußen sind und sich weniger aneinander infizieren können“. In der zweiten Jahreshälfte müsse man sich dann aber in Europa darauf einstellen, dass es wieder kälter werde und dieser Zusatzeffekt wegfalle. / dpa

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