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Corona-Lage in Hessen: Acht neue Todesfälle - Weiter steigende Inzidenz

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In Hessen wurden acht neue Todesfälle durch das Coronavirus registriert. In immer mehr Kreisen überschreitet die Inzidenz die dritte Warnstufe.

  • Kritische Corona-Lage in Hessen: Die Infektionszahlen steigen weiter deutlich an.
  • Acht neue Todesfälle infolge von Corona-Infektionen.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier verkündet, drei Minister stünden unter Quarantäne.
  • Wir beenden diesen News-Ticker. Alle aktuellen Informationen finden Sie in unserem neuen Corona-News-Ticker.

Update vom Dienstag, 20.10.2020, 7.49 Uhr: In Hessen hat es acht neue Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gegeben. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in seiner Tagesübersicht. Die Zahl der Toten durch das Virus und die dadurch ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 steigt im Bundesland damit auf 584. Es ist der höchste Anstieg seit Mai.

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Hessen steigt auf 26.558, das sind 782 mehr, als noch am Vortag. Die Inzidenz im Bundesland liegt bei 64,5 und damit bundesweit wie am Vortag an vierter Stelle hinter den dicht besiedelten Stadtstaaten Berlin, Bremen sowie dem Saarland.

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in Hessen steigt wieder.

Immer mehr Kreise in Hessen mit hoher Inzidenz

Die am stärksten betroffenen Kreise sind die Städte Offenbach, Frankfurt am Main und Kassel. In Offenbach liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 127,4, in Frankfurt bei 122,0 und damit in beiden Städten deutlich höher, als am Vortag. In Kassel liegt der Wert bei 107,8 und stieg damit nur leicht im Vergleich zum Vortag. Zugleich überschreiten immer mehr Landkreise die Inzidenz von 50, was als dritte Warnstufe des Landes Hessen festgelegt ist. Dieser Wert ist in Südhessen außer im Odenwaldkreis überall erreicht. Auch Gießen und Marburg-Biedenkopf haben eine Inzidenz von mehr als 50, wie eine Auswertung des RKI zeigt.

Mehrere hessische Minister in Corona-Quarantäne

+++ 16.16 Uhr: Die Pressekonferenz zu weiteren Corona-Regeln in Hessen startete mit einem Paukenschlag. Ministerpräsident Volker Bouffier verkündet, dass Sozialminister Kai Klose nicht wie geplant teilnehmen könne. Der Grund: Der hessische Minister hatte Kontakt zu Wissenschaftsministerin Angela Dorn. Sie wurde kurz vor der Pressekonferenz positiv auf das Coronavirus getestet. Jetzt befinden sich nicht nur Dorn, sondern auch Kai Klose und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in Corona-Quarantäne, denn die beiden Minister hatten im Vorfeld Kontakt zu Dorn.

Schärfere Corona-Regeln in Hessen: Bouffier verkündet neue Maßnahmen

Wie bereits angekündigt wurde das Beherbergungsverbot in Hessen gekippt. Volker Bouffier bezeichnete es als nicht zweckmäßig. Die strengeren Corona-Regeln in Hessen, die auf der Pressekonferenz verkündet wurden, sind des Weiteren größtenteils an die 7-Tage-Inzidenz gekoppelt. Bei einer Inzidenz von 35 dürfen bei öffentlichen Veranstaltungen, beispielsweise bei Fußballspielen, nur noch 150 Personen teilnehmen. Bei privaten Feiern 25 Teilnehmer oder zwei Hausstände.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 werden diese Corona-Regeln noch weiter verschärft. Dann dürfen bei öffentlichen Veranstaltungen nur noch maximal 100 Menschen teilnehmen. Bei privaten Feiern, wie Hochzeiten, nur noch 10. Außerdem gilt dann eine Corona-Sperrstunde und ein Alkoholverbot zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Ab einer Inzidenz von 75 oder bei weiterem kontinuierlichen Anstieg oberhalb der Marke 50 dürfen sich maximal fünf Menschen oder Angehörige von zwei Hausständen in der Öffentlichkeit treffen.

Corona-Lage in Hessen: Wieder deutlich mehr Neuinfektionen

+++ 15.21 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen ist noch einmal deutlich gestiegen. Innerhalb eines Tages wurde bei 336 weiteren Menschen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen. Das teilte das Sozialministerium am Montag (Stand 0.00 Uhr) mit. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen erhöhte sich um 3 auf 576. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hessen insgesamt 25.776 Corona-Fälle registriert.

Die Stadt Offenbach führte weiterhin die Liste der Kommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) an: Der Wert lag bei 119,4. In Frankfurt lag die Inzidenz bei 117,9 und in Kassel bei 107,1. Damit ist dort die höchste Eskalationsstufe des Landes Hessen deutlich überschritten.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 861 (+0), Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 57,3
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 893 (+0), Todesfälle 22, 7-Tage-Inzidenz 25,2
  • Kreis Fulda: Infizierte 694 (+0), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 22,0
  • Kreis Gießen: Infizierte 707(+0), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 47,7
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 1.564 (+0), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 85,1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 398 (+0), Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 12,4
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 765 (+0), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 65,4
  • Kreis Kassel: Infizierte 675 (+10), Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 27,9
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 726 (+0), Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 47,4
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 597 (+1), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 35,4
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 1.753 (+0), Todesfälle 55, 7-Tage-Inzidenz 45,1
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 1.026 (+0), Todesfälle 19, 7-Tage-Inzidenz 67,0
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 779 (+63), Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 69,4
  • Odenwaldkreis: Infizierte 544 (+12), Todesfälle 63, 7-Tage-Inzidenz 35,2
  • Kreis Offenbach: Infizierte 1.738 (+21), Todesfälle 46, 7-Tage-Inzidenz 60,4
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 686 (+16), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 46,5
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 768 (+0), Todesfälle 39, 7-Tage-Inzidenz 27,8
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 215 (+0), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 18,9
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 327 (+0), Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 23,7
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 323 (+1), Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 13,0
  • Wetteraukreis: Infizierte 833 (+0), Todesfälle 14, 7-Tage-Inzidenz 33,7
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 593 (+0), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 41,9
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 5.127 (+161), Todesfälle 77 (+1), 7-Tage-Inzidenz 117,9
  • Stadt Kassel: Infizierte 883 (+14), Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 107,1
  • Stadt Offenbach: Infizierte 879 (+8), Todesfälle 12 (+1) , 7-Tage-Inzidenz 119,4
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 1.422 (+35), Todesfälle 26 (+1), 7-Tage-Inzidenz 68,2

+++ 11.49 Uhr: Die Corona-Lage in Hessen ist wieder kritisch. Deshalb wird heute das hessische Corona-Kabinett tagen. Dabei geht es um die Verschärfung der Corona-Regeln im Land. Beherbergungsverbot, Masken-Pflicht und Corona-Sperrstunde werden Thema sein. Anschließend hat Ministerpräsident Volker Bouffier eine Pressekonferenz angekündigt, bei der er über die neuen Maßnahmen berichten möchte. Verfolgen Sie die Pressekonferenz bei uns im Live-Ticker!

Corona-Lage in Hessen spitzt sich zu: Krankschreibung wieder per Telefon möglich

+++ 9.31 Uhr: Ab heute können sich Patienten mit Erkältungsbeschwerden wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderreglung gilt vorerst bis zum Jahresende und soll dabei helfen, volle Wartezimmer und daraus resultierende Ansteckungsrisiken mit dem Corona-Virus zu vermindern.

Für die entsprechenden Krankschreibungen müssen Ärzte die Patienten jedoch persönlich am Telefon zu ihrem Gesundheitsstand befragen. Danach gelten die Krankschreibungen für zunächst für sieben Tage. Eine einmalige Verlängerung kann telefonisch für weitere sieben Tage ausgestellt werden.

Bereits in der Anfangsphase der Corona-Pandemie waren bundesweit telefonische Krankschreibungen möglich gewesen. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hatte diese Maßnahme im Frühjahr zu einer erheblichen Entlastung der Praxen geführt.

Corona-Lage in Hessen: Drei neue Todesfälle

Update vom Montag, 19.10.2020, 7.44 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen stieg im Vergleich zum Sonntag (18.10.) in Hessen um 336. Darüber hinaus wurden drei weitere Todesfälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Montag (19.10.2020 Stand 0 Uhr) mitteilte.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weist die Stadt Offenbach die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Die Inzidenz beträgt dort 119,7. Dicht dahinter liegt Frankfurt mit einem weiterhin stark steigenden Inzidenz von 118. Auch Kassel mit 106,9 und der Kreis Groß-Gerau mit 85,2 liegen deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Corona-Lage in Hessen spitzt sich zu: Aktuelle Fallzahlen ‒ Corona-Ausbruch in Kassel

+++ 19.20 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Kassel sind am Samstag (17.10.2020) insgesamt 86 Personen in andere Gebäude im Stadtgebiet verlegt worden. 109 Bewohner hatten sich mit dem Coronavirus infiziert. Die verlegten Personen waren alle negativ auf das Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, getestet worden.

Zuvor wurden interne Verlegungen seitens des Regierungspräsidiums vorgenommen. „Wir mussten leider am Freitag feststellen, dass zahlreiche der auch positiv getesteten Bewohner kein Verständnis für die Quarantäne-Maßnahmen zum Schutz aller haben“, sagt Manfred Becker, Abteilungsleiter im Regierungspräsidium und für die Erstaufnahmeeinrichtung zuständig. Im Laufe des späten Vormittags hatte es demnach eine Auseinandersetzung in der Einrichtung in Kassel gegeben, die von der Polizei geschlichtet werden musste. Das Hauptproblem sei, dass viele der Betroffenen den Sinn der Corona-Quarantäne-Verfügung nicht verstehen und akzeptieren würden, da sie sich völlig gesund fühlten und auch symptomfrei seien, sagt Becker.

Corona-Lage in Hessen spitzt sich zu: Aktuelle Fallzahlen

+++ 14.34 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat die Corona-Fallzahlen vom Sonntag bekanntgegeben (Stand: 18.10.2020, 14.00 Uhr). Demnach sind seit Samstag 407 neue Infektionen bekannt geworden sowie ein Todesfall in Frankfurt. Damit liegen noch immer vier Landkreise bzw. kreisfreie Städte über der fünften und höchsten Warnstufe, das heißt, die 7-Tage-Inzidenz ist höher als 75: der Kreis Groß-Gerau sowie die Städte Frankfurt, Kassel und Offenbach.

Befanden sich am Samstag noch sieben Kreise und Städte in der vorletzten Warnstufe (7-Tage-Inzidenz über 50), sind es am Sonntag nur noch fünf. Im Lahn-Dill-Kreis, dem Kreis Marburg-Biedenkopf und der Stadt Darmstadt ist die Inzidenz unter die kritische Marke von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen gefallen. Dafür ist sie jetzt im Kreis Bergstraße von 48,5 auf 57,3 gesprungen.

Corona-Beherbergungsverbot: Hotels in Hessen stehen mit dem Rücken zur Wand

+++ 12:30 Uhr: Das Beherbergungsverbot von Gästen aus Corona-Risikogebieten hat der Hotelbranche in Hessen über die Herbstferien schwer zugesetzt. Einem Bericht des Hessischen Rundfunks zufolge sahen laut dem Deutschen Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga) vor allem die Hotels in großen Städten wie Frankfurt, Offenbach und Kassel ungefähr 80 Prozent weniger Gäste in diesen Herbstferien. Auf dem Land falle die Bilanz mit 30 bis 40 Prozent weniger Gästen nicht ganz so schlimm aus, weil die Hotels dort Outdoor-Angebote hätten, heißt es vom Hessischen Tourismusverband in dem Bericht.

Der Dehoga bezeichnet die Beherbungsverbote auf Twitter für „weder geeignet noch erforderlich & angemessen“. Der Verband appelliert an die Politik, die Verbote aufzuheben oder zumindest auszusetzen.

Corona-Lage in Hessen spitzt sich weiter zu: Drei Städte erreichen Inzidenz über 100

Update vom Sonntag, 18.10.2020, 8.45 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Hessen, stieg am Sonntag im Vergleich zum Samstag (17.10.) um 407. Am Vortag lag diese Zahl noch bei 882, also doppelt so hoch. Das kann damit zusammenhängen, dass die Übermittlung der Zahlen am Wochenende nur eingeschränkt stattfindet. Außerdem wurde ein weiterer Todesfall registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Sonntagmorgen (18.10.2020, Stand 0 Uhr) mitteilte.

Offenbach bleibt Corona-Hotspot - Drei Städte erreichen Inzidenz über 100

Die Stadt Offenbach bleibt weiterhin Corona Hotspot in Hessen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 115,1 weist die Stadt die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf. Es folgen Kassel mit 106,9 und Frankfurt mit 101,0. In der Mainmetropole lag der Wert am Samstag (17.10.) noch fast zehn Punkte niedriger bei 91,1. Auch der Kreis Groß-Gerau (85,2) liegt deutlich über der fünften und letzten Warnstufe von 75 Fällen.

Einige weitere liegen bereits über der kritischen Marke von 50. Es wird angenommen, dass die Gesundheitsämter ab einer Inzidenz von 50 die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr leisten können. Eine 7-Tage-Inzidenz unter 20 weisen nur noch der Kreis Hersfeld-Rotenburg, der Vogelsbergkreis und der Werra-Meißner-Kreis auf.

Corona in Hessen: Nur noch zwei Kreise im grünen Bereich

+++ 15.04 Uhr: Nur zwei der insgesamt 26 Kreise und kreisfreien Städte in Hessen liegen bei den Corona-Infektionen noch auf Warnstufe eins des Eskalationskonzeptes – sozusagen dem Normalzustand in der Pandemie. Das geht aus der jüngsten Aufstellung des Hessischen Sozialministeriums (17.10.2020, Stand 14 Uhr) hervor, die aufzeigt, wie sich das Coronavirus im Bundesland ausbreitet. Durch die Bank weg registrierten die Gesundheitsämter am Samstag (17.10.2020) demnach neue Fälle, häufig deutlich im zweistelligen Bereich. Insgesamt verzeichnete Hessen einen unrühmlichen Rekordtag (siehe Eintrag von 9.58 Uhr)

Eine 7-Tage-Inzidenz unter 20 weisen nur der Kreis Hersfeld-Rotenburg und der Vogelsbergkreis auf, dort gelten noch keine verschärften Maßnahmen. Wachsamkeit braucht es hingegen in den neun Kreisen, die die zweite Warnstufe erreicht haben, die ab einer 7-Tage-Inzidenz von 20 gilt. Warnstufe drei (Inzidenz ab 35) ist in vier Kreisen aktiv – und damit auch strengere Schutzmaßnahmen. Die vierte von fünf Warnstufen gilt in sieben Landkreisen, die damit als Riskogebiete zählen. Und vier Kreise und kreisfreie Städte haben die höchste Warnstufe erreicht, die ab einer Inzidenz von 75 gilt. Darunter auch die Stadt Frankfurt, auf die der Todesfall entfällt, den das Robert Koch-Institut heute vermeldete.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 837 (+37), Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 48,5
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 893 (+17), Todesfälle 22, 7-Tage-Inzidenz 30,9
  • Kreis Fulda: Infizierte 694 (+8), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 22,0
  • Kreis Gießen: Infizierte 681 (+31), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 41,4
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 1.537 (+49), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 89,1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 398 (+4), Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 12,4
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 732 (+25), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 56,9
  • Kreis Kassel: Infizierte 660 (+18), Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 27,0
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 726 (+73), Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 50,5
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 584 (+17), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 27,9
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 1.704 (+33), Todesfälle 55, 7-Tage-Inzidenz 41,6
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 1026(+44), Todesfälle 19, 7-Tage-Inzidenz 67,0
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 716 (+38), Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 52,3
  • Odenwaldkreis: Infizierte 532 (+7), Todesfälle 63, 7-Tage-Inzidenz 33,1
  • Kreis Offenbach: Infizierte 1704 (+75), Todesfälle 46, 7-Tage-Inzidenz 61,2
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 670 (+5), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 49,7
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 768 (+20), Todesfälle 39, 7-Tage-Inzidenz 30,6
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 215 (+3), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 18,9
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 316 (+9), Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 23,7
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 327 (+9), Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 27,5
  • Wetteraukreis: Infizierte 811 (+23), Todesfälle 14, 7-Tage-Inzidenz 31,7
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 593 (+24), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 54,4
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 4.834 (+218), Todesfälle 75 (+1), 7-Tage-Inzidenz 91,7
  • Stadt Kassel: Infizierte 857 (+29), Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 106,1
  • Stadt Offenbach: Infizierte 856 (+45), Todesfälle 11 , 7-Tage-Inzidenz 117,1
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 1.358 (+26), Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 55,3

Rekordanstieg der Infektionszahlen in Hessen - Lage verschlechtert sich deutlich

Update vom Samstag, 17.10.2020, 9.58 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hessen innerhalb von 24 Stunden um den Rekordwert von 882 angestiegen. Das zeigen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts, mit Stand 0 Uhr. Damit liegt die Gesamtzahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus bei 25.033. Zudem wurde in Frankfurt ein Todesfall vermeldet - damit sind in Hessen bislang 572 Personen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Etwa 200 Personen gelten nun als genesen.

Mit einem Wert von 117,4 liegt die 7-Tage-Inzidenz in Offenbach hessenweit am höchsten. Hier wurden 45 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag bestätigt. In Frankfurt haben sich in der letzten Woche 91,8 pro 100.000 Einwohner mit Corona infiziert, 75 neue Fälle wurden vermeldet. Nach einem größeren Ausbruch verzeichnet Kassel* einen Inzidenzwert von 105,9. Auch im Kreis Groß-Gerau ist die Lage mit 89,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner kritisch. Damit befindet sich der Kreis deutlich über der finalen Warnstufe von 75 Fällen. Der Inzidenzwert für ganz Hessen beläuft bei 56,63.

Corona in Hessen: Zahl der Infektionen steigt drastisch an

+++ 18.19 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Landesweit sind laut den Daten des Robert-Koch-Institut (RKI) binnen der letzten 24 Stunden 670 weitere Corona-Infektionen hinzugekommen. Die Gesamtzahl der in Hessen bestätigen Fälle liegt bei 24.151, die Zahl der Todesfälle ist um 2 auf 571 gestiegen.

Den größten Anstieg der Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag gab es in Frankfurt. Dort wurden 137 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 75,1. Am höchsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Kassel. Dort liegt sie bei 101,1 Fällen pro 100.000 Einwohner, es wurden jedoch mit 15 Neuinfektionen deutliche weniger neue Fälle gemeldet als noch am Vortag.

Umstrittene Corona-Maßnahme: Hessen will Beherbergungsverbot abschaffen

+++ 13.16 Uhr: Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots. Das kündigte die Staatskanzlei laut der Nachrichtenagentur dpa in einer Mitteilung vom Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

Das Gremium der Landesregierung werde auch über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin diese Woche beraten. „Das bestehende und gut funktionierende hessische Eskalationsstufenkonzept soll dazu ergänzt und angepasst werden“, teilte die Staatskanzlei mit. In Hessen gibt es seit Juli ein Beherbergungsverbot. Mehrere Länder hatten die Regel zuletzt gekippt.

Corona-Infektionsketten in Hessen oft nicht mehr nachvollziehbar - Ämter am Limit

Corona in Hessen: Zu viele Menschen grundlose Quarantänen?

+++ 11.18 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in Hessen steigen. Städte und Kreise verschärfen deshalb wieder die Regelungen. Eine Maskenpflicht im Freien ist nach Einschätzung der Landesärztekammer Hessen jedoch keine sinnvolle Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Gleiches gelte für ein Beherbergungsverbot, sagte Kammerpräsident Edgar Pinkowski. Derzeit fänden zudem sehr viele anlasslose Tests statt, sodass mehr potenziell Infizierte gefunden würden. Es sei aber unklar, ob sie wirklich infektiös seien oder falsch positiv getestet würden.

„Viele Leute werden in Quarantäne geschickt, obwohl nichts passiert, wenn sie Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten“, sagte Pinkowski. Die Teststrategie müsse angepasst werden, um gut über den Winter zu kommen. Regelmäßig getestet werden müsse das Personal in Altenheimen sowie anderes medizinisches Personal und Physiotherapeuten. Zudem müsse in den Gesundheitsämtern die bisherige Strategie der Nachverfolgung geändert werden. Sie sei bisher allein auf Eindämmung ausgerichtet. Nun müsse sie ergänzt werden um den Schutz gefährdeter Gruppen. Die Entdeckung und Verfolgung sogenannter Infektionscluster müsse vorrangig erfolgen.

Corona in Hessen: RKI informiert über Fallzahlen - Drastischer Anstieg

Update vom Freitag, 16.10.2020, 08.21 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Seit gestern sind laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 671 Neuinfektionen dazugekommen. Auch zwei weitere Todesfälle wurden bestätigt. Bisher sind 571 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.
Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat weiterhin die Stadt Kassel mit einem Wert von 100,9. Danach folgt die Stadt Offenbach (95,2) und der Kreis Groß-Gerau (84,4). 

Die besonders von Corona betroffenen Kreise und Städte im Rhein-Main-Gebiet haben eigene Maßnahmen erlassen.

Gemeinsame Corona-Regeln für Rhein-Main-Gebiet

+++ 18.39 Uhr: In einer Telefonkonferenz haben heute mehrere Kreise und Städte im Rhein-Main-Gebiet gemeinsame Corona-Maßnahmen beschlossen. Beteiligt haben sich die Kreise Groß-Gerau, Hochtaunus, Main-Taunus, Main-Kinzig, Offenbach und Rheingau-Taunus sowie die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Darmstadt. Moderiert wurden die neuen Maßnahmen vom Hessischen Sozial- und Integrationsminister. Folgende Punkte wurden beschlossen.

  • Allgemeine Maskenpflicht für Schulen ab der 5. Klasse für zunächst 14 Tage nach den Herbstferien.
  • Empfehlung, Schulsport zunächst für 14 Tage nur mit 1,5 Metern Abstand und im Freien abzuhalten. Grundschulen sollten Sport mit Abstand durchführen.
  • Ab einer Inzidenz von 50 Sperrstunde und allgemeines Alkoholverkaufsverbot von 23 bis 6 Uhr.
  • Besuchsregeln in Alten- und Pflegeheimen: Besuche auf maximal drei pro Woche beschränken, für je eine Stunde und maximal zwei Personen. Ebenfalls gültig ab einer Inzidenz von 50.
  • Ab einer Inzidenz von 35 finden Profisportveranstaltungen ohne Besucher statt. Im Amateursport wird ab diesem Wert empfohlen, keine Besucher zuzulassen. Ausgenommen sind ein Erziehungsberechtigter pro minderjährigem Teilnehmer sowie Betreuer und Trainer.

Diese Punkte sollen die auf Bundesebene beschlossenen Maßnahmen ergänzen.

Immer mehr Corona-Neuinfektionen in Hessen: Jetzt werden in Hotspots die Maßnahmen verschärft

+++ 16.51 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Landesweit sind laut den Daten des Robert-Koch-Institut (RKI) binnen der letzten 24 Stunden 662 weitere Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit haben sich in Hessen jetzt 23.481 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zwei weitere Menschen sind an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Damit gibt es hessenweit nun 569 Todesfälle.

Der größte Anstieg an Neuinfektionen war in Kassel zu verzeichnen. Dort steckten sich innerhalb von 24 Stunden 126 Menschen mit dem Coronavirus an.

Ministerpräsident Volker Bouffier begrüßt einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln

+++ 11.55 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier begrüßt die von Bund und Ländern beschlossene, einheitliche Verschärfung der Corona-Regeln. „Über die konkrete Umsetzung der Beschlüsse in Hessen wird zeitnah das hessische Corona-Kabinett beraten“, teilte er am Donnerstag (15.10.) in Wiesbaden mit. „Wir müssen jetzt gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen, damit wir unsere Schulen und Kitas offen und unsere Wirtschaft am Laufen halten können.“

„Wir sind bislang gut damit gefahren, auf lokale Corona-Ausbrüche auch lokal zu reagieren“, teilte Bouffier mit. „Aber natürlich haben wir auch im Blick, dass sehr kleinteilige Regelungen dazu führen können, dass die Menschen nicht mehr wissen und verstehen, was wo gilt.“ Das führe am Ende nicht zur Akzeptanz der Corona-Regeln. Deshalb seien die einheitlichen Kriterien in den Ländern und ganz Deutschland ein wichtiger Schritt. Auch wenn die Maßnahmen vor Ort dennoch immer individuell angepasst werden müssten.

Immer mehr Corona-Fälle in Hessen: Jetzt werden in Hotspots die Maßnahmen verschärft

+++ 11.10 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich am Mittwoch (14.10.) in Berlin auf strengere Maßnahmen in Corona-Hotspots geeinigt. Schon bei einer 7-Tage-Inzedenz von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner soll eine ergänzende Maskenpflicht gelten. Die verschärfte Maskenpflicht soll überall dort gelten, wo Menschen „dichter oder länger“ zusammenkommen, heißt es in einem Entwurf für die Beschlussvorlage der Corona-Konferenz der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin. In Frankfurt ist diese Regelung bereits in Kraft: In bestimmten, hochfrequentierten Gebieten der Innenstadt, wie der Einkaufsmeile „Zeil“, gilt auch unter freiem Himmel die Maskenpflicht.

In der Offenbacher Innenstadt wird offensiv für den Kauf von Masken geworben.

Außerdem dürfen in Risikogebieten – in Regionen, in denen es innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gibt – zukünftig nur noch maximal zehn Personen aus zwei verschiedenen Haushalten an privaten Feiern teilnehmen. Ab einer Inzidenz von 50 soll dann auch bundeseinheitlich eine Sperrstunde ab 23 Uhr in der Gastronomie in Kraft treten. Auch die gibt es in Frankfurt bereits seit dem 9. Oktober.

Corona in Hessen: Über 600 Neuinfektionen

Update vom Donnerstag, 15.10.2020, 06.43 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Seit gestern sind laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 662 Neuinfektionen dazugekommen. Damit liegt die Gesamtzahl nun bei 23.481 (Stand 15.10.2020, 0 Uhr). Auch zwei weitere Todesfälle wurden bestätigt. Bisher sind 569 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.
Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat weiterhin die Stadt Kassel mit einem Wert von 97,5. Danach folgt die Stadt Offenbach (89,8) und der Kreis Groß-Gerau (71,4). 

+++17.13 Uhr: Nach einem positiven Corona-Test eines Mitarbeiters in Linden bei Gießen, wird das dortige Rathaus bis Freitag (16.10.2020) geschlossen. Wie die Gießener Allgemeine* berichtet, soll der betroffene Mitarbeiter noch bevor er seine Corona-Erkrankung bemerkte, im Rathaus gewesen sein.

Derweil wird die Stadt Kassel aufgrund stark gestiegener Corona-Neuinfektionen wohl demnächst ebenfalls als Risikogebiet eingestuft. Laut der Hessische/Niedersächische Allgemeinen* soll die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Kassel bei 94,2 liegen. Das wäre der höchste Wert in ganz Hessen.

Corona-Neuinfektionen: Frankfurt, Offenbach und der Kreis Groß-Gerau weiterhin Hochburgen

+++15.24 Uhr: Das Sozialministerium in Hessen hat die aktuellen Corona-Fallzahlen bekannt gegeben. Landesweit sind laut den Daten des RKI (Robert-Koch-Institut) binnen der letzten 24 Stunden 509 weitere Corona-Infektionen hinzugekommen. Damit haben sich in Hessen jetzt 22.819 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fünf weitere Menschen sind an oder mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Damit gab es hessenweit nun 519 Todesfälle.

Besonders viele Corona-Neuinfektionen gab es in den Hochburgen Frankfurt, Offenbach und im Kreis Groß-Gerau. Hier liegen auch die Werte der 7-Tage-Inzidenz am höchsten. Nach dem Überschreiten der höchsten Warnschwelle weist Offenbach nun einen Wert von 84,2 aus. Frankfurt kommt auf 70,9

+++13.14 Uhr: Der Kreis Groß-Gerau führt ab kommenden Montag wieder die Maskenpflicht im Unterricht ein. Wie Landrat Thomas Will (SPD) in einer Videobotschaft mitteilt, gelte diese ab der 5. Klasse und zunächst für einen Zeitraum von 14 Tagen. Der Kreis Groß-Gerau regagiert damit auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen.

Corona in Hessen: Wieder deutlicher Anstieg bei Neuinfektionen

+++11.34 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen ist in Hessen zuletzt wieder stark angestiegen. Für die Nachverfolgung der Corona-Infektionen sind die jeweiligen Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte zuständig. Diese geraten jedoch immer mehr an ihre Grenzen. Ein erheblicher Anteil der Ansteckungen lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Der Verband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes stellt deshalb die Strategie der Nachverfolgung infrage.

Letzten Endes jagen Politiker noch der Idee nach, alle symptomlosen Träger aufspüren zu können“, sagt Landesvorstand Jürgen Krahn. Dabei sei die Frage: „Ist es sinnvoll, allen Verdachtsfällen nachzujagen oder wenden wir uns den kranken Leuten zu? Verbrennen wir weiter Laborkapazitäten oder schalten wir langsam in den Modus medizinischer Vernunft um und kümmern uns um die Infizierten/Kranken und Schutzbedürftigen?“

Corona in Hessen: Gesundheitsämter am Limit - Lücken bei Nachverfolgung von Ansteckungen

„Viele der Infektionen sind auf das familiäre Umfeld oder den Freundeskreis zurückzuführen“, sagt ein Sprecher der Stadt Wiesbaden. Bei der Mehrheit der Fälle sei der Ort oder Anlass der Infektion nicht nachvollziehbar. Seit Ende September betreffe das 76 Prozent der gemeldeten Fälle. Allerdings werde in einigen noch ermittelt.

In Frankfurt sei es abseits größerer Infektionsherde im Allgemeinen „in weniger als 50 Prozent der gemeldeten Fälle möglich, eine Person oder Situation zu definieren, von der die Infektion ausging“. Vergleichsweise gut steht Hessens größter Hotspot, die Stadt Offenbach, da: Nur bei 29,4 Prozent der Infektionen sei die Corona-Ansteckung nicht mehr nachvollziehbar.

Corona-Lage in Hessen ernst: Sprunghafter Anstieg bei Neuinfektionen

Update vom Mittwoch, 14.10.2020, 06:59: In Hessen sind die Infektionszahlen sprunghaft angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete 509 Neuinfektionen innerhalb eines Tages (Stand 14.10.2020, 0 Uhr). Das sind fast doppelt so viele Fälle wie noch am Dienstag (271). Die Gesamtzahl liegt damit nun bei 22.819. Mit fünf neuen Todesfällen sind bisher 567 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen ist weiterhin die Stadt Offenbach bei der 7-Tage-Inzidenz an der Spitze. Der Wert liegt hier bei 87,4 Fällen pro 100.000 Einwohner und damit in der höchsten Warnstufe des hessischen Eskalationskonzepts. Auch Frankfurt weist mit einer Inzidenz von 71 einen hohen Wert auf. Der Kreis Groß-Gerau (61,7) und der Main-Taunus-Kreis (53,7) liegen beide über der Warnstufe von 50.

Corona-Lage in Hessen ernst: In Frankfurt sind die Zahlen dramatisch

+++ 17.25 Uhr: Die Stadt Frankfurt hat nun Stellung zum Übermittlungsfehler der aktuellen Corona-Fallzahlen genommen. In einer Pressemitteilung erklärt die Stadt, die Abweichung der Zahlen käme durch eine Übermittlungsverzögerung zustande. Das Gesundheitsamt melde mehrfach am Tag neuen Zahlen, diese würden aufgrund des frühen Redaktionsschlusses des Bulletins des hessischen Sozialministeriums jedoch teilweise erst mit einem Tag Verzögerung berücksichtigt.

Aufgrund der Tatsache, dass die Infektionszahlen in der Stadt weiter dramatisch steigen, werde sich der Verwaltungsstab am Donnerstag, den 15. Oktober zu einer weiteren Sitzung treffen um die bisherigen Corona-Regeln in Frankfurt zu prüfen und eventuell anzupassen. Die Stadt werde dann in einer Pressekonferenz über die Entwicklung der Corona-Lage in Frankfurt* und die Ergebnisse der Sitzung informieren.

Datenpanne in Frankfurt: Corona-Lage ernster als zunächst angenommen

+++ 15.00 Uhr: Bei der Übermittlung der Corona-Zahlen vom Gesundheitsamt Frankfurt an das Robert-Koch-Institut hat es am Dienstag (13.10.) offenbar einen Übermittlungsfehler gegeben. Das RKI meldete am Morgen lediglich zwei Neuinfektionen in der hessischen Großstadt. Das Gesundheitsamt hat sich bisher nicht zu dem Datenfehler geäußert. Es ist bislang unklar, wo die Ursache dafür liegt. Das RKI hatte am Morgen 271 Corona-Neuinfektionen in Hessen gemeldet. Diese Zahl erhöht sich nun deutlich.

Das Gesundheitsamt in Frankfurt meldet dagegen auf Nachfrage der „Hessenschau“ am Dienstagnachmittag 99 Corona-Infektionen in der Stadt. Die 7-Tage-Inzidenz in Frankfurt liegt damit bei 74,8 Fällen pro 100.000 Einwohner. Damit kratzt die Stadt Frankfurt nun auch scharf an der Warnstufe dunkelrot (5) des hessischen Eskalationskonzeptes.

Bei der Übermittlung der Corona-Zahlen aus Frankfurt an das Robert-Koch-Institut gab es am Dienstag wohl eine Panne.

Corona-Lage im Main-Taunus-Kreis angespannt - Vierte Region auf Warnstufe rot

+++13:31: Neben Frankfurt, Offenbach und Groß-Gerau liegt auch der Main-Taunus-Kreis über der vierten Warnstufe des hessischen Eskalationskonzepts. Aus diesem Grund sind am Dienstag (13.10.2020) weitere Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten.

So gelte unter anderem eine Sperrstunde ab 23 Uhr und eine Maskenpflicht in Gaststätten, teilte die Kreisverwaltung mit. Zudem dürfen sich unter anderem im öffentlichen Raum nur maximal fünf Personen oder zwei Hausstände treffen. Für öffentliche Vor- und Aufführungen gilt eine Personenobergrenze von 100. Bei privaten Feiern in öffentlichen oder gemieteten Räumen gilt eine Grenze von maximal 25. Einen Schwerpunkt von Infektionen habe es in den vergangenen Tagen in einer Behinderteneinrichtung und einem Pflegeheim gegeben.

Corona-Lage in Hessen: Vier Regionen über Warnstufe rot - RKI meldet Fallzahlen

Update vom Dienstag, 13.10.2020, 07.13 Uhr: In Hessen sind seit gestern 271 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus dazugekommen, das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle steigt damit auf nun 22.310. Neue Todesfälle gab es laut RKI nicht (Stand 13.10.2020, 0 Uhr).

Bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin die Stadt Offenbach mit 69,1 Fällen pro 100.000 Einwohner vorne. An zweiter Stelle kommt Frankfurt mit 62,1. Auch der Main-Taunus-Kreis hat mit einer Inzidenz von 56,6 nun die vierte Warnstufe des hessischen Eskalationskonzepts überschritten. Im Kreis Groß-Gerau liegt die Inzidenz bei 55,1. Ab einem Wert von 50 greift laut Sozialministerium ein „konsequentes Beschränkungskonzept“.

Corona in Hessen: Sozialministerium meldet aktuelle Fallzahlen - Weitere Todesfälle

+++ 16.01 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. In den letzten 24 Stunden gab es in Hessen demnach 128 Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Außerdem gab es in Offenbach und Wiesbaden einen weiteren Todesfall an oder mit Corona.

Die höchsten Werte bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner haben nach wie vor Offenbach (77,3), Frankfurt (65,3) und der Kreis Groß-Gerau (51,1).

+++ 11.25 Uhr: Nach Frankfurt und Offenbach verschärft sich die Corona-Lage nun auch in Nordhessen. Ein Ausbruch bei einer Hochzeit in Lohfelden im Kreis Kassel und in einer Erstaufnahme für Geflüchtete in Niederzwehren, sorgen für einen starken Anstieg der Fallzahlen.

Bisher gehen die Behörden bei der Hochzeit von insgesamt 36 Infizierten und in der Erstaufnahme von fünf Infizierten aus. Alle 301 Bewohner der Unterkunft sind daraufhin unter Quarantäne gestellt worden. Einige Testergebnisse stehen nach Informationen der Stadt Kassel noch aus. Nach Angaben des Gesundheitsamtes stieg in der Stadt Kassel von Freitag (09.10.) bis Sonntag (11.10.) die Zahl der aktuell Infizierten um 18 auf 54 an, im Landkreis um 9 auf 31.

Mindestens 36 Neuinfektionen nach einer großen Hochzeitsfeier im Kreis Kassel - Die Regeln für private Feiern sollen verschärft werden (Symbolbild).

Corona in Hessen: Ausbruch in Kassel - Behörden erfahren erst spät von Infektionen

Bei der Hochzeitsfeier in Lohfelden waren 250 Gäste erlaubt. Die Behörden erfuhren erst zwei Wochen nach der Feier von dem Corona-Ausbruch im Kreis Kassel*. Wie die Stadt berichtet, gestaltete sich die Nachverfolgung der Infektionen als schwierig. Grund dafür seien erhebliche organisatorische Mängel des Veranstalters sowie falsche und unvollständige Angaben der Gäste. Einige verhielten sich nach Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt unkooperativ. Die Stadt will die Zuwiderhandlungen ahnden. Außerdem soll die Teilnehmerzahl für private und öffentliche Veranstaltungen ohne Genehmigung auf 30 begrenzt werden. Für alles, was darüber hinaus geht, muss eine Genehmigung eingeholt werden.

Die 7-Tage-Inzidenz stieg in der Stadt Kassel auf 27,8 (Freitag: 16,4) und damit über den ersten Schwellenwert (20) des Landes. Die Stadt erreicht damit Stufe 2 des Präventions- und Eskalationskonzepts des Landes. Diese sieht eine erhöhte Aufmerksamkeit, ein erweitertes Meldewesen und erste Maßnahmen vor. Im Landkreis Kassel liegt der Wert bei 10,6 (Freitag: 8,0).

Corona in Hessen: Hoher Inzidenz-Wert in Frankfurt und Offenbach

Update vom Montag, 12.10.2020, 07.14 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter an. Seit gestern sind laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 128 Neuinfektionen dazugekommen. Damit liegt die Gesamtzahl nun bei 22.039 (Stand 12.10.2020, 0 Uhr). Auch zwei weitere Todesfälle wurden bestätigt. Bisher sind 562 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.

Die höchste 7-Tage-Inzidenz hat weiterhin die Stadt Offenbach mit einem Wert von 77,5. Danach folgt Frankfurt (65,4) und der Kreis Groß-Gerau (51,1).

Corona in Hessen: Zahlreiche neue Fälle in Frankfurt und Offenbach

+++ 16.20 Uhr: Das hessische Sozialministerium hat die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht. Die Zahlen steigen nach wie vor rasant an. In den letzten 24 Stunden gab es in Hessen demnach 325 Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Außerdem gab es in Wiesbaden seit Samstag (10.10.2020) einen weiteren Todesfall an oder mit Corona.

Die höchsten Werte bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner haben nach wie vor Offenbach (80,4), Frankfurt (63,6) und der Kreis Groß-Gerau (51,1)*. Die Infektionszahlen der Kreise und kreisfreien Städte im Überblick:

*Bei den Inzidenzwerten kann es zu leichten Abweichungen von den Zahlen des RKI kommen, da das Institut den Berechnungen geringfügig andere Bevölkerungszahlen zugrunde legt als das hessische Sozialministerium.

Corona in Hessen: Offenbach erreicht höchste Warnstufe

Update vom Sonntag, 11.10.2020, 11.35 Uhr: Die Stadt Offenbach hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 80,6* die höchste Warnstufe des Eskalationskonzeptes des Landes Hessen erreicht. Eskalationsstufe 5 wird ab einer Inzidenz von 75 erreicht. In Frankfurt liegt die Inzidenz am Sonntag (11.10.2020, Stand 0 Uhr) bei 63,7.

Das Eskalationskonzept des Landes sieht vor, dass bei erreichen der Warnstufe 5, der Planungsstab COVID-19 des hessischen Sozialministeriums die Steuerung der Lage übernimmt. Um über das weitere Vorgehen zu beraten, tagt am Sonntagmorgen zunächst der Verwaltungsstab der Stadt, sagte Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke.

Corona in Hessen: Frankfurt und Offenbach nähern sich der höchsten Warnstufe

+++ 14:57 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die heutigen Corona-Zahlen für Hessen veröffentlicht. Gemessen an der Bevölkerungszahl sind weiterhin vor allem die Städte Frankfurt (123 neuen Fälle) und Offenbach (21 neue Fälle) betroffen. Die 7-Tages-Inzidenz nähert sich der höchsten Warnstufe 5.

Auch die Landkreise Groß-Gerau, Main-Taunus, Marburg-Biedenkopf, Offenbach und die Städte Wiesbaden und Darmstadt haben eine bedenklich hohe Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. In diesen Regionen gilt inzwischen Warnstufe 3.

Insgesamt sind 494 neue Infektionen in Hessen gemeldet worden. Zwei Personen sind seit gestern an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 705 (+10), Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 19,6
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 800 (+12), Todesfälle 22 (+1), 7-Tage-Inzidenz 18,5
  • Kreis Fulda: Infizierte 645 (+2), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 8,1
  • Kreis Gießen: Infizierte 568 (+19), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 27,0
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 1.292 (+39), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 43,1
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 383, Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 1,7
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 597 (+15), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 25,7
  • Kreis Kassel: Infizierte 596 (+9), Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 9,3
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 598 (+7), Todesfälle 23 (+1), 7-Tage-Inzidenz 20,5
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 520 (+3), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 14,5
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 1.523 (+14), Todesfälle 55 (+1), 7-Tage-Inzidenz 22,6
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 866 (+31), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 39,4
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 586 (+31), Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 41,8
  • Odenwaldkreis: Infizierte 500, Todesfälle 63, 7-Tage-Inzidenz 7,2
  • Kreis Offenbach: Infizierte 1.484 (+65), Todesfälle 46, 7-Tage-Inzidenz 39,6
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 558 (+1), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 16,6
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 706 (+8), Todesfälle 39, 7-Tage-Inzidenz 8,3
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 195 (+1), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 3,8
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 283 (+4), Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 12,2
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 300 (+10), Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 34,9
  • Wetteraukreis: Infizierte 694 (+20), Todesfälle 13, 7-Tage-Inzidenz 18,5
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 506 (+14), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 35,0
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 4.134 (+123), Todesfälle 72, 7-Tage-Inzidenz 65,2
  • Stadt Kassel: Infizierte 643 (+9), Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 24,3
  • Stadt Offenbach: Infizierte 702 (+21), Todesfälle 10, 7-Tage-Inzidenz 70,4
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 1.202 (+18), Todesfälle 22, 7-Tage-Inzidenz 38,4

Update vom Samstag, 10.10.2020, 10.45 Uhr: Die Corona-Pandemie bringt viele Menschen in finanzielle Notlagen – so auch in Hessen. Jetzt hat der Mieterbund in Hessen vor Kündigungen gewarnt. Laut einem Bericht von „ntv.de“ sagte die Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann, dass die Mietkündigungen seit den Sommerferien rasant angestiegen sind und im Herbst weiter ansteigen könnten.

Vor allem da im Herbst und Winter saisonale Arbeitsplätze wegfallen, sei zu befürchten, dass sich die Lage weiter verschärft. Kündigungen drohen laut Winckelmann besonders im Rhein-Main-Gebiet und in Universitätsstädten, da Vermieter hier wissen, dass sie ihre Wohnungen schnell wieder vermietet bekommen. Um der Kündigungswelle entgegenzuwirken, seien finanzielle Hilfen nötig, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Corona in Hessen: Aktuelle Infektionszahlen zeigen weiter angespannte Lage

+++ 16.00 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat die heutigen Corona-Zahlen für Hessen veröffentlicht. Während deutschlandweit seit dem Vortag elf Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben sind, gibt es in Hessen keinen neuen Todesfall zu vermelden.

In ganz Hessen kamen 430 neue Infektionen hinzu, wodurch die Gesamtzahl auf 21.092 steigt. Besonders hohe Zahlen kommen aus Frankfurt und Offenbach. In der größten Stadt liegt die 7-Tage-Inzidenz jetzt bei 55,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, in der Nachbarstadt sogar bei 65,8.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 695 (+13), Todesfälle 3, 7-Tage-Inzidenz 17,4
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 788 (+22), Todesfälle 21, 7-Tage-Inzidenz 16,4
  • Kreis Fulda: Infizierte 643 (+3), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 8,1
  • Kreis Gießen: Infizierte 549 (+9), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 22,2
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 1.253, Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 33,7
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 383, Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 2,5
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 582 (+20), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 24,0
  • Kreis Kassel: Infizierte 589 (+2), Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 8,0
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 591 (+6), Todesfälle 23 (+1), 7-Tage-Inzidenz 21,7
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 517 (+9), Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 12,8
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 1.509 (+35), Todesfälle 54, 7-Tage-Inzidenz 20,7
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 835 (+31), Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 32,2
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 555 (+16), Todesfälle 4, 7-Tage-Inzidenz 38,5
  • Odenwaldkreis: Infizierte 500 (+2), Todesfälle 63, 7-Tage-Inzidenz 9,3
  • Kreis Offenbach: Infizierte 1.419, Todesfälle 46, 7-Tage-Inzidenz 26,4
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 557 (+12), Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 19,8
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 698, Todesfälle 39, 7-Tage-Inzidenz 7,2
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 194 (+1), Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 2,8
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 279 (+2), Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 11,5
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 290 (+6), Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 30,9
  • Wetteraukreis: Infizierte 674 (+13), Todesfälle 13, 7-Tage-Inzidenz 14,2
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 492 (+18), Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 26,9
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 4.011 (+149), Todesfälle 72, 7-Tage-Inzidenz 55,9
  • Stadt Kassel: Infizierte 624 (+8), Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 16,4
  • Stadt Offenbach: Infizierte 681 (+28), Todesfälle 10, 7-Tage-Inzidenz 65,8
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 1.184 (+23), Todesfälle 22, 7-Tage-Inzidenz 37,7

+++14.19 Uhr: Das Land Bayern setzt nun auch Frankfurt und Offenbach auf seine Liste der innerdeutschen Corona-Risikogebiete. Ab Samstag (00.00 Uhr) dürfen Menschen, die in Frankfurt oder Offenbach wohnen oder sich in einer der beiden Städte aufgehalten haben, in Bayern nicht mehr in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen beherbergt werden. Bei Verstößen drohen 5000 Euro Geldbuße. Die Risikoliste soll zunächst bis zum 13. Oktober gelten.

+++12.30 Uhr: In einem kleinen Stadtteil von Witzhausen in Nordhessen ist nach einem Corona-Ausbruch ein Großteil dessen Bevölkerung unter Quarantäne gestellt worden. Hübenthal hat rund 90 Einwohner, von denen die meisten auf zwei Höfen lebten und über 60 nun in Quarantäne seien, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos). Die vermutete Ursache der Infektionen: „Es muss dort eine private Feier auf dem größeren der Höfe stattgefunden haben.“ Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

Corona-Ausbruch in einem Dorf in Hessen bringt viele Bewohner in Quarantäne

Aktuell gibt es laut dem Werra-Meißner-Kreis 33 akute Covid-19-Infektionen in Witzenhausen*, 30 davon in Hübenthal. Durch die Quarantäne stellt sich nun die Frage, wer dort Lebensmittel besorgt. Man arbeite daran, sagte Herz. Angedacht sei, dies über die Aktion „Dich schickt der Himmel“ zu organisieren, eine Art Nachbarschaftshilfe.

+++11.35 Uhr: Das Tragen von einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht ist umstritten. Fest steht jedoch, das Land Hessen darf dies empfehlen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs hervor. Die Kasseler Richter lehnten den Eilantrag eines Schülers ab, der sich gegen eine von seiner Schule ausgesprochene dringende Empfehlung gewehrt hatte. Diese stelle eine Meinungsäußerung dar, die der Adressat zwar berücksichtigen solle, die aber seine Entscheidungsfreiheit unberührt lasse, so das Gericht. Der Schüler werde somit in seinen Grundrechten nicht verletzt. Diese Entscheidung ist rechtskräftig.

Bei dem Fall aus dem Rheingau-Taunus-Kreis hatte die Schule unter anderem festgeschrieben: „Aufgrund der Lerngruppengrößen von über 15 Personen ist es dringend empfohlen, auch während des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, da in den Räumen nicht der notwendige Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.“ Der Schüler wehrte sich und bekam vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden zunächst Recht. Doch das Land Hessen hatte mit seiner Beschwerde dagegen Erfolg. Die Kasseler Richter erklärten aber auch, dass die Situation anders gewesen wäre, wenn die Äußerung nur vom Wortlaut her eine Empfehlung gewesen wäre, in Wirklichkeit aber als Pflicht verstanden werden müsse. Aus den dienstlichen Erklärungen der Lehrer lasse sich aber entnehmen, dass das Befolgen freiwillig sei.

Corona in Hessen: Weit über 400 Neuinfektionen - Zahl der Coronafälle steigt immer schneller

+++ 09.10 Uhr: Die Corona-Zahlen in Hessen schnellen weiter in die Höhe: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für ganz Hessen am Freitag (09.10.) 430 neue Corona-Fälle. Am Donnerstag waren es 307 Neuinfektionen, am Mittwoch 242.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten weisen immer noch Offenbach und Frankfurt die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Offenbach mittlerweile bei 66 und in Frankfurt bei 55,9 (Stand 09.10.2020, 0 Uhr). Beide Städte liegen damit deutlich in der roten Warnstufe (Inzidenz 50), ab der schärfere Maßnahmen greifen. In Frankfurt treten die neuen Corona-Regeln heute in Kraft, in Offenbach gibt es ab Samstag verschärfte Maßnahmen*. In Frankfurt gilt ab heute eine Sperrstunde und zudem ein Alkoholverbot auf zentralen Plätzen in der Mainmetropole.

Corona in Hessen: Die Gastronomen rüsten sich für den Winter

Update vom Freitag, 09.10.2020, 07.15 Uhr: Die Gastronomie in Hessen macht sich fit für den Winter. Die Gastwirte bereiten sich mit Investitionen in Luftfilter, Heizpilze und Abtrennungen aus Plexiglas in der Corona-Krise auf kühlere Temperaturen vor. Die Lage in der Branche sei nach wie vor sehr angespannt, sagte der Hauptgeschäftsführer der Dehoga Hessen, Julius Wagner. Der Sommer sei für die Gaststätten, die draußen Plätze anbieten konnten, auf dem Land wie in der Stadt relativ stabil verlaufen. 20 bis 30 Prozent Minus beim Umsatz seien es im Vorjahresvergleich aber dennoch mindestens gewesen.

Nun machten sich die Gastronomen Gedanken, wie sie angesichts der Corona-Pandemie durch den Herbst und Winter kommen könnten.

In den großen hessischen Städten Frankfurt, Wiesbaden, Fulda, Darmstadt und Kassel seien Vereinbarungen getroffen worden, um Außenplätze weiter anbieten zu können - auch mit Windschutz und Heizmöglichkeiten. Gezeigt habe sich, dass es sich lohne, wenn Gastronomen die Corona-Regeln einhielten. Dann kämen die Gäste auch in die Innenräume. Hier werde auch teils kräftig investiert, etwa in spezielle Anlagen zur Luftreinigung.

Gäste sitzen vor dem Lokal draußen an Tischen - im Winter wird es da allerdings ziemlich kalt. Die Gastronomen rüsten sich.

Corona in Hessen: Inzidenz in Frankfurt weit über 50 gestiegen

+++ 17.27 Uhr: Wie das Gesundheitsamt in Frankfurt meldet, liegt die Corona-Inzidenz dort inzwischen über 50. „Die Anzahl der dem Gesundheitsamt Frankfurt am Main gemeldeten Neuinfektionen an SARS-CoV-2 hat sich in den letzten zehn Tagen annähernd verdoppelt“, schreibt die Stadt in einer Allgemeinverfügung vom Donnerstag (08.10.2020). Daher sei die Inzidenz auf 59,1 gestiegen.

Damit liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen in Frankfurt weit über der vierten Warnstufe des Landes Hessen. Diese Warnstufe liegt bei einem Wert von 50. Noch am Donnerstagmorgen hatte das Robert Koch-Institut (RKI) für Frankfurt eine Inzidenz von 47,0 angegeben. Infolge des raschen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen hat die Stadt Frankfurt umfangreiche neue Beschränkungen erlassen. Diese gelten ab kommenden Freitag.

Fast 100 neue Fälle in Frankfurt - Ministerium veröffentlicht aktuelle Zahlen

+++ 15.28 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die heutigen Corona-Zahlen für Hessen veröffentlicht. Besonders von neuen Corona-Fällen betroffen sind demnach die Stadt Frankfurt sowie die Kreise Groß-Gerau und Marburg-Biedenkopf. In Frankfurt infizierten sich 97 Menschen neu mit dem Coronavirus, in den beiden Kreisen waren es jeweils über 20. Im Lahn-Dill-Kreis ist zudem eine Person an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

+++12.00 Uhr: Erzieherinnen und  Beschäftigte in der Kindertagespflege können sich weiterhin kostenlos auf Covid-19 testen lassen. Das teilte das hessische Sozialministerium am Donnerstag (08.10.2020) mit. So soll das vom Land Hessen finanzierte Angebot bis zum 15. November verlängert werden. Auch Lehrkräfte an hessischen Schulen können weiterhin kostenlos einen Corona-Test machen. Alle 14 Tage ist für die Beschäftigten ein Test möglich. Ausgenommen seien bereits geregelte Testanlässe, wie zum Beispiel bei Reiserückkehrern.

Update vom Donnerstag, 08.10.2020, 08.26 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter an. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind seit gestern 307 neue Fälle dazugekommen (Stand 08.10.2020, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Infektionen liegt demnach nun bei 20.662. Auch ein weiterer Todesfall wurde bestätigt.

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen in Hessen liegt weiter die Stadt Offenbach mit einer 7-Tage-Inzidenz von 51,4 vorne. In Frankfurt liegt der Wert laut RKI derzeit bei 47. Danach folgt der Kreis Groß-Gerau (39,2), der Kreis Marburg-Biedenkopf (36,8) und der Kreis Offenbach (32,6).

Corona in Hessen: Fallzahlen des Sozialministeriums

+++ 15.45 Uhr: Das hessische Ministerium für Soziales und Integration hat die heutigen Corona-Zahlen für Hessen veröffentlicht. Besonders von neuen Corona-Fällen ist demnach der Main-Taunus-Kreis, der Kreis Offenbach, die Stadt Frankfurt und die Stadt Wiesbaden betroffen. Hier infizierten sich mindestens je 20 Menschen neu mit dem Coronavirus.

+++ 08.25 Uhr: Hessische Studierende haben bis zum 1. August mehr als 16 700 Anträge auf Nothilfe in der Corona-Pandemie gestellt. Wie aus einer Antwort des Wissenschaftsministeriums in Wiesbaden auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervorgeht, wurden gut 38 Prozent der Anträge abgelehnt. Demnach habe in vielen Fällen keine Notlage vorgelegen, die durch die Corona-Krise ausgelöst worden sei.

Zu den häufigsten Gründen für eine Ablehnung zählten auch, dass die Unterlagen unvollständig oder unlesbar gewesen seien oder die Frist für Nachbesserungen ohne Rückmeldung verstrichen sei. Die Anträge werden von den Studentenwerken in Marburg, Frankfurt, Gießen, Kassel und Darmstadt bearbeitet.

Corona-Lage in Hessen weiter kritisch - Zwei Städte vor Warnstufe rot

Update vom Mittwoch, 07.10.2020, 07.50 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Hessen binnen 24 Stunden um 242 gestiegen (Stand 0 Uhr). Es gab keine weiteren Todesfälle, wie das Robert-Koch-Institut mitteilte. Die Gesamtzahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen liegt bei 556.

Frankfurt weist am Mittwoch (07.10.) nicht mehr die höchste 7-Tage-Inzidenz in Hessen auf. Der Wert liegt in dort bei 47,0. Abgelöst wurde die Mainmetropole an der traurigen Spitze von ihrer Nachbarstadt Offenbach. Die Stadt verzeichnet am Mittwoch 49,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt damit nur knapp unterhalb der Marke von 50. An dritter Stelle folgt der Kreis Groß-Gerau mit einer Inzidenz von 39,0.

Corona-Lage in Hessen: Ausbruch in Gießen – Firma testet 700 Mitarbeiter

+++19.24 Uhr: In Gießen in Hessen hatten sich mehrere Personen bei einer privaten Feier mit dem Coronavirus angesteckt. Der Ausbruch zieht weite Kreise. So sollen nun auch 700 Mitarbeiter einer Firma getestet werden. Wie das Design-Unternehmen am Dienstag bestätigte, habe es seine beiden Werke in Marburg und Fronhausen vorübergehend geschlossen.

Eine infizierte Person, die zuvor bei dem Unternehmen gearbeitet hatte, soll laut dem Kreis Marburg-Biedenkopf offenbar Mitarbeiter angesteckt haben. Zwölf Kollegen, von denen fast alle ebenfalls auf der Feier gewesen sein sollen, seien inzwischen positiv getestet worden. Die private Feier fand nach Angaben des Landkreises Ende September in einem Gastronomiebetrieb im benachbarten Landkreis Gießen statt. Von 25 der 27 Anwesenden lagen am Montag positive Nachweise vor.

Der Landkreis Gießen kritisierte das Verhalten der Menschen auf der Geburtstagsfeier. „Durch die Befragung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der Kontaktermittlungen durch das Gesundheitsamt lässt sich ein gutes Bild über den Hergang der Feier zeichnen“, teilte die Behörde mit. Es habe „Geburtstagslieder, Umarmungen und sogar Küsschen“ gegeben.

Corona-Fälle am Hessischen Staatstheater - Vorstellungen fallen aus

+++18.08 Uhr: Nachdem vier Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, hat das Hessische Staatstheater in Wiesbaden zwei Vorstellungen abgesagt. Der durch Quarantänevorgaben entstandene Personalmangel zwinge das Theater dazu, die für das Wochenende geplanten Vorführungen von „Lady Macbeth von Mzensk“ und „Jesus Christ Superstar“ abzusagen, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Nach Angaben des Theaters sind zunächst zwei technische Mitarbeiter unabhängig voneinander positiv getestet worden. Daraufhin hätten alle Kontaktpersonen aus Technik, Beleuchtung, Ton, Requisite und Dekoration einen Corona-Test gemacht, wobei zwei weitere Infektionen festgestellt worden seien.

Corona in Hessen: Drastische Maßnahmen in Frankfurt beschlossen - Aktuelle Fallzahlen

+++ 16.30 Uhr: Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Frankfurt hat der Verwaltungsstab der Stadt eine Reihe von Einschränkungen beschlossen. Diese sollen voraussichtlich von Freitag, den 09. Oktober, bis zum kommenden Sonntag (18.10.2020) gelten, wie Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nach der heutigen Sitzung des Krisenstabs mitteilte. „Wir müssen jetzt reagieren, sonst verspielen wir die erreichten Erfolge“, betonte Feldmann.

  • Für Gaststätten wird in der Zeit von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr eine Sperrstunde verhängt.
  • Im öffentlichen Raum - auf bestimmten Plätzen, Straßen, Grünflächen - gilt ein Alkoholverbot.
  • Auf Einkaufsstraßen wie der Zeil und in großen Einkaufszentren gilt fortan die Maskenpflicht
  • Private Feiern im öffentlichen Raum dürfen nur noch aus maximal 25 Personen bestehen, im Privatraum sollen sie auf zehn begrenzt werden.

Erstmeldung vom 06.10.2020, 13.48 Uhr: Frankfurt - In Hessen steigt die Sorge angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen. Strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus stehen nicht zuletzt in Frankfurt bevor und könnten das alltägliche Leben wieder enorm verändern.

Nach aktuellen Zahlen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) sind innerhalb von 24 Stunden drei Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand 06.10.2020, 00:00 Uhr). In einigen Regionen stieg zudem die Zahl der Neuinfektionen.

Immer kritischer wird die Corona-Lage in Hessen. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen des RKI.

Corona-Situation in Hessen spitzt sich zu: Zwei Städte stehen kurz vor der roten Warnstufe

Darüber hinaus sind in Hessen mittlerweile 20.133 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das sind mit 135 Infektionen innerhalb von 24 Stunden zwar weniger als am Vortag (+ 190), dennoch sind die Zahlen wieder beunruhigend hoch. Das lässt sich auch anhand der Inzidenz-Zahlen erkennen, die das RKI täglich für die Städte und Kreise in Hessen ermittelt. Der Stadt Frankfurt droht die vierte Corona-Warnstufe innerhalb des Eskalationskonzepts des Landes. Denn mit einer 7-Tage-Inzidenz von 47,1, laut RKI, ist die Stadt nicht mehr weit von der Corona-Schwelle von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche entfernt.

Corona in Frankfurt und Offenbach: Zwei Städten droht rote Corona-Warnstufe

Steigende Corona-Zahlen werden auch in Offenbach* zu einem immer größeren Problem. Die Stadt kratzt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 46,6 bereits an der vierten und damit vorletzten Corona-Warnstufe. Erreichen die Städte Frankfurt und Offenbach den roten Warnbereich, sieht das Eskalationskonzept von Hessen ein „konsequentes Beschränkungskonzept“ vor. Auch wird betont, dass es gegebenenfalls zu Mobilitätseinschränkungen kommen könne.

Corona-Fallzahlen in HessenInfektionszahlen
2. März9
1. April3.905
1. Mai8.469
1. Juni10.072
1. Juli10.874
1. August12.135
1. September15.719
1. Oktober19.469

Corona in Hessen: Hotspot in Gießen? Viele Infektionen nach Geburtstags-Party

Neben den steigenden Zahlen in Südhessen sorgt gerade auch ein Corona-Ausbruch in und um Gießen* für große Sorgen. Nach einer privaten Geburtstags-Party in Gießen wurden mehr als 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Zwar soll während der Feier auf die Corona-Hygieneregeln geachtet worden sein, aber am Ende des Geburtstags, soll das Geburtstagskind in Gießen von allen umarmt worden sein. Besonders gravierende Auswirkungen hat der Corona-Ausbruch für den Kreis Marburg-Biedenkopf. Denn allein 21 infizierte Personen stammen aus dem Kreis. Das RKI errechnete für den Kreis Marburg-Biedenkopf einen Inzidenzwert von 30,8. Steigt dieser Wert auf 35, drohen laut dem Hessischen Eskalationskonzepts „erweiterte Maßnahmen“.

Und nicht nur das. Der Corona-Ausbruch hat auch Auswirkungen auf ein Unternehmen in Marburg. Denn die Party fand anlässlich des Geburtstags einer Führungskraft des Unternehmens Seidel aus Marburg statt. Nach bisherigem Ermittlungsstand des Gesundheitsamtes soll eine mit dem Coronavirus infizierte Person an der Geburtstags-Party in Gießen* teilgenommen und auch im Unternehmen gearbeitet haben. Da in der Firma in Marburg außerdem auch weitere Corona-Fälle aufgetreten sind, die nicht im Zusammenhang mit der Feier stehen können, hat sich das Unternehmen entschlossen, das Werk zunächst bis einschließlich Mittwoch (07.10.2020) zu schließen. (Von Sophia Lother) *op-online.de, hna.de und giessener-allgemeine.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte / dpa

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