Ein Schüler sitzt in seinem Zimmer am Schreibtisch und erledigt Aufgaben im Rahmen des Homeschoolings. Beim Distanzunterricht sitzt jeder für sich allein zu Hause.
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Eine Studie der Goethe-Uni in Frankfurt stellt dem Distanzunterricht in der Pandemie ein schlechtes Zeugnis aus. (Symbolfoto)

Untersuchung der Goethe-Uni

Studie: Distanzunterricht in Corona-Pandemie so effektiv wie Sommerferien

Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. So soll er auf Schülerinnen und Schüler einen ähnlichen Effekt wie die Sommerferien haben.

Frankfurt - Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität (Hessen) haben sich dafür Daten aus aller Welt angesehen - das Ergebnis ist ernüchternd: „Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, erklärte Prof. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie lehrt und einer der Autoren der Studie ist.

Corona-Studie: Distanzunterricht war so effektiv wie Sommerferien

Forscherinnen und Forscher haben in einem systematischen Review mit wissenschaftlichen Datenbanken weltweit jene Studien identifiziert, die über die Auswirkungen der corona-bedingten Schulschließungen auf die Leistungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern berichteten. (Lesen Sie hier: Kinder und Jugendliche im Corona-Lockdown - 70 Prozent mehr Anfragen bei Therapeuten in Fulda)

„Wir haben nur forschungsmethodisch hochwertige Publikationen berücksichtigt, die eindeutige Rückschlüsse auf die Wirkung corona-bedingter Schulschließungen auf den Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern erlauben und geeignete Tests zur Leistungs- oder Kompetenzmessung einsetzten“, erklärte Frey.

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Besonders stark seien Kompetenzeinbußen bei Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Elternhäusern. „Hiermit sind die bisherigen Vermutungen durch empirische Evidenz belegt: Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich während der ersten corona-bedingten Schulschließungen noch weiter geöffnet“, schlussfolgerte Frey.

Allerdings gebe es auch erste Anhaltspunkte dafür, dass die Effekte der späteren Schulschließungen ab Winter nicht zwangsläufig ebenso drastisch ausfallen müssen: Inzwischen habe sich die Online-Lehre vielerorts verbessert. (dpa)

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