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Da Costa will bei Arsenal anrufen – Frankfurt nach Einzug in K.-o.-Runde platt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Frankfurt - Eintracht Frankfurt ist in die K.-o.-Runde der Europa League eingezogen, verlor aber das letzte Gruppenspiel gegen Guimarães. Nur durch die Schützenhilfe von Arsenal London reichte es für das Weiterkommen. In der Bundesliga wartet nun Schalke.

Die Freude über das vorzeitige Geschenk zu Weihnachten hätte nicht drastischer ausfallen können. „Wir können ja mal in London anrufen und uns bedanken, dass sie uns den Arsch gerettet haben“, sagte Torschütze Danny da Costa nach der 2:3 (2:1)-Pleite, trotz der Eintracht Frankfurt noch in die K.-o.-Runde weitergekommen ist. Das gelang nur dank des FC Arsenal, der nach einem 0:2 noch ein 2:2 in Lüttich und damit dem Bundesligisten Tabellenplatz zwei erkämpfte.

Akku ist leer

Bei den Frankfurtern ist der Akku nach einem Mammutprogramm von 28 Partien in dieser Saison leer. Zuletzt vier sieglose Bundesligaspiele und nur Rang elf sind der Ausdruck davon. Die Sehnsucht nach der Winterpause ist bei den Hessen groß. „Die kommt absolut nicht ungelegen“, meinte Mittelfeldspieler Sebastian Rode und fügte eher pflichtgemäß hinzu: „Wir haben noch drei Spiele und wollen das Maximale rausholen.“

Bas Dorst trainiert wieder

Die Nachricht, dass Torjäger Bas Dost dabei mitwirken könnte und gestern wieder mit der Mannschaft trainierte, kam völlig überraschend. „Das ist schon eine unerwartete Kehrtwende“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter erfreut. Bisher war er davon ausgegangen, dass der Niederländer bis Ende des Jahres ausfallen würde. Eine Untersuchung bei Spezialisten hatte ergeben, dass die Schmerzen an der Leiste von einem eingeklemmten Nerv herrührten. Dies wurde behoben.

„Kopf oben behalten“

Am Anfang des Schlussspurts steht das Gastspiel morgen (18 Uhr) beim Liga-Vierten Schalke, danach geht es weiter gegen Köln und in Paderborn. „Wir haben keine glückliche Phase, müssen aber den Kopf oben behalten“, forderte Rode. „Es wäre doppelt enttäuschend gewesen, wenn wir rausgeflogen wären.“

„Nicht das Gelbe vom Ei“

Mehr angefressen über die Niederlage als erfreut über das Überwintern im Europacup war nach dem Abpfiff Coach Hütter. „Das war nicht das Gelbe vom Ei, mit Ruhm haben wir uns nicht bekleckert“, gestand der Österreicher ein und wirkte nach der 2:1-Führung angesichts des Einbruchs in Hälfte zwei ratlos.

„Letztes Jahr hatten wir die doppelte Punktzahl.“

„Jetzt dürfen wir uns darüber ärgern. In ein paar Tagen, wenn Gras darüber gewachsen ist, freuen wir uns. Die neun Punkte haben wir ja nicht gestohlen“, betonte Hütter, ergänzte aber: „Letztes Jahr hatten wir die doppelte Punktzahl.“

„Das ist eine Menge Holz, das hatte in der Form noch niemand“, befand Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic angesichts von bisher 20 absolvierten Europacupspielen. „Dann sind mal Abende wie heute dabei, die etwas schwieriger sind“, meinte er.

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