Jetzt reicht‘s Dagmar Wöhrl: Die Investorin haut in „Die Höhle der Löwen“ auf den Tisch.
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Jetzt reicht‘s Dagmar Wöhrl: Die Investorin haut in „Die Höhle der Löwen“ auf den Tisch.

Diskussionen um Ehrenamts-App

„Die Höhle der Löwen“ (VOX): Dagmar Wöhrl flippt aus! Die Löwen benehmen sich total daneben

  • Ann-Katrin Hahner
    vonAnn-Katrin Hahner
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Die App „letsact“ will die Investoren in der 4. Folge von "Die Höhle der Löwen" (VOX) mit einer Art Ehrenamtsfinder von sich überzeugen. Mit dem sozialen Gedanken ist es - besonders in der Gesprächskultur der Löwen - aber rasch vorbei. Das lässt die sonst eher ruhige Dagmar Wöhrl auf den Tisch hauen.

  • In der 4. Folge von "Die Höhle der Löwen" (VOX) gibt es Ärger unter den Investoren.
  • Die ständigen Unterbrechungen von Nils Glagau und Georg Kofler bringen Löwin Dagmar Wöhrl auf die Palme.
  • Der 66-jährigen Unternehmerin platzt schließlich der Kragen.

Köln - Ehrenamt und Unternehmertum - passt das zusammen? Diese Frage mussten sich Zuschauer und auch Investoren gegen Ende der 4. Folge der VOX-SendungDie Höhle der Löwen“ am Montagabend stellen. Zwei Jung-Gründer aus München, Ludwig Petersen (20) und Paul Bäumler (21), erhofften sich für ihre App „letsact“ ein Investment von Carsten Maschmeyer und Co. - und sorgten mit ihrem Geschäftsmodell unweigerlich für Diskussionen unter den Löwen.

Denn: Die Plattform, über die Hilfswillige mit einem Verein oder einer Institution und deren sozialen Projekten in Kontakt kommen können, will sich über lange Sicht über ein Abo-Modell finanzieren.

Ärger in „Die Höhle der Löwen“ (VOX): Georg Kofler nimmt Jung-Gründer auseinander - und treibt Dagmar Wöhrl auf die Palme

OriginaltitelDie Höhle der Löwen
Erstausstrahlung19. August 2014 auf VOX
ProduktionsfirmaSony Pictures Television
Episoden72 (+ 2 Specials) in 7 Staffeln
Aktuelle JuryJudith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler, Nils Glagau, Nico Rosberg
ModerationAmiaz Habtu

Grundsätzlich sei die Plattform laut der Gründer kostenlos für Organisationen und Freiwillige, allerdings können größere Organisationen gegen einen monatlichen Betrag Zusatzfunktionen freischalten. Vor allem für Dr. Georg Kofler erscheint das Ganze aber nicht sinnig.

Lesen Sie hier: Dieser Drogen-Vergleich erschüttert Nico Rosberg. Außerdem: Heftige Kritik für Po-Pflegeserie in Folge 3 von "Die Höhle der Löwen".

„Sagt mir, wieso wollt ihr mit einer doch eher karitativ angelegten Tätigkeit gleich Multimillionäre werden?“ fragt der 63-Jährige die Jung-Gründer und fügt ganz provokant an: „Eure Company ist mit drei Millionen Euro bewertet. Welches Geschäftsmodell betreibt ihr? Und wie könnt ihr diese Doppelmoral bei euch vereinigen, einerseits Leuten zu sagen: ‚Tut umsonst was Gutes‘ und selber habt ihr diese Bewertung, die auf sehr hohen Profiten beruht?“

Ludwig Petersen (20) und Paul Bäumler (21), die Gründer von „letsact“ müssen Kritik einstecken.

Dagmar Wöhrl bei „Die Höhle der Löwen“ (VOX) verärgert: „Kinder, die einzige, die in NGOs tätig ist, bin ich“

Nach weiteren Erklärungen der Münchner bleiben die Löwen nicht lange vom sozialen Hintergrund der App beseelt. Als Dagmar Wöhrl eine Frage stellen will, grätscht ihr Kofler dazwischen, denn für ihn war die Erklärung der beiden Jungspunde bei weitem nicht ausreichend. „Entschuldigung Dagmar. Das möchte ich jetzt mal beantwortet haben und dann können wir alle anderen Fragen stellen", wischt der Unternehmer die ehemalige Staatssekretärin brüsk beiseite. Die quittiert das Ganze nur mit hochgezogenen Augenbrauen und muss sich wenig später erneut von Georg Kofler ins Wort fallen lassen.

Als Wöhrl dann zum dritten Mal mit einem „So, darf ich jetzt mal...“ ansetzt, wacht Nils Glagau auf und will das Alter der beiden Gründer erfragen. Wöhrl schluckt die erneute Unterbrechung hinunter. Kurz darauf, platzt der studierten Rechtsanwältin aber endgültig der Kragen. „Kinder, ich glaube, die einzige, die in NGOs hier tätig ist, bin ich", haut Wöhrl schließlich auf den Tisch - immerhin ist sie seit vielen Jahren Präsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg-Fürth. Glagau interessiert das wenig. Mit einem lautstarken „Hallo!“, fährt er Wöhrl erneut über den Mund und setzt seine Fragestunde fort.

Die einzige Löwin neben Judith Williams versucht, das schlechte Benehmen ihrer Löwen-Kollegen mit einem ungehaltenen „Ich komme hier nicht zu Wort“, wegzulächeln, der Ärger über die ständigen Unterbrechungen stehen der 66-Jährigen aber deutlich ins Gesicht geschrieben.

Trotz viel Tamtam um App „letsact“ - Am Ende gehen die Gründer leer aus

Wegen der zu hohen Bewertung und vielleicht auch wegen der emotionalen Diskussionen unter den Löwen - die bei Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg sogar zwischenzeitlich zu einem Tränenausbruch führen - kommt am Ende kein Deal für „letsact" zustande.

Neben der App waren vier weitere Startups in der 4. Folge von „Die Höhle der Löwen 2020“ zu sehen. Zwei von ihnen konnten einen Deal mit den Löwen aushandeln. Welche Deals inzwischen schon wieder geplatzt sind, lesen Sie hier.

FH2OCUS aus Bocholt holt den Deal in „Die Höhle der Löwen“

Ein koffeinhaltiges Sprudelwasser, welches als Alternative zu den klassischen Energy-Drinks dienen soll. Das Wasser besteht lediglich aus vier Zutaten (Wasser, Kohlensäure, Koffein und Zitrone). Wie unlängst bekannt wurde, haben die Gründer ihr Start-Up nach dem Pitch in „FlowKiss“ umbenannt. Das Gründer-Duo Jan Oostendorp (31) und Sonja Wüpping (27) schlossen für 90.000 Euro und 25 Prozent ihres Unternehmens den Deal mit Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel ab.

Klang2 aus Freiburg im Breisgau

Aufgebaut wie das Gedächtnisspiel „Memory“ soll die App Klang2 für spielerisches Lernen sorgen. Der Clou: Statt mit Bildern lernen Nutzer mit Tönen, die über Kopplung mit einem NFC-Chip auf dem Smartphone abgespielt werden. Die beiden Gründer, Adrian Rennertz (33) und Sebastian Oberlin (39) gingen den Deal mit Nils Glagau ein, der sich für 150.000 Euro 33,3 Prozent der Firmenanteile sicherte.

Außerdem waren in der 4. Folge von die „Höhle der Löwen“ zu sehen: Die Fitness-AppBreakletics“ aus Berlin sowie der biologisch abbaubare Kaugummi „Forest Gum“ aus Köln. Für beide Startups kam kein Deal zustande.

Alle Folgen von „Die Höhle der Löwen“ können nach der Ausstrahlung auf TVNOW geschaut werden.

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