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Eintracht verpasst Sprung nach oben – „Ein, zwei Pflaumen“ kassiert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Mönchengladbach - Nach starken Wochen muss sich Frankfurt beim alten und neuen Tabellenführer geschlagen geben. In der oberen Tabellenhälfte bleibt es dennoch eng. Schon nächste Woche wartet ein brisantes Heimspiel.

Von Morten Ritter, dpa

Eintracht Frankfurt hat Tabellenführer Borussia Mönchengladbach nicht stoppen können und einen eigenen Sprung in die Champions-League-Ränge klar verpasst. Das Team von Trainer Adi Hütter unterlag am Sonntagabend zum Abschluss des 9. Bundesliga-Spieltags mit 2:4 (0:2) im Borussia-Park und bleibt damit nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage vorerst auf dem neunten Tabellenplatz. Gladbach zog mit dem nächsten Heimerfolg wieder vorbei am FC Bayern.

Vor 52.300 Zuschauern erzielten Marcus Thuram (20.), Oscar Wendt (45.+2), Nico Elvedi (75.) und Denis Zakaria (85.) die Treffer für die phasenweise brillant aufspielenden Gastgeber. Danny da Costa (59.) und Martin Hinteregger (79.) trafen für die erst nach dem Wechsel druckvolleren Frankfurter.

Die kleine Erfolgsserie endet damit für die Hessen, die noch am Donnerstag mit einem 2:1 gegen Standard Lüttich die Basis für ein Weiterkommen in der Europa League gelegt hatten. „In der ersten Halbzeit haben wir keine Pace auf den Platz gebracht“, monierte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic bei Sky. „Insgesamt waren wir sehr nah dran“, meinte er. „Am Ende kriegst du noch ein, zwei Pflaumen rein.“ In der kommenden Bundesliga-Woche wartet das Heimspiel gegen den FC Bayern und den ehemaligen Trainer Niko Kovac.

Im Duell der beiden Europa-League-Starter mussten beide Mannschaften auf einige wichtige Spieler verzichten. Bei den Gastgebern saßen die beiden genesenen Lars Stindl und Jonas Hofmann zunächst auf der Bank, es fehlten weiterhin neun Spieler. Zudem erhielten Christoph Kramer und Rami Bensebaini eine Pause, dafür kehrten Wendt und Laszlo Benes ins Team zurück.

Die Gladbacher kamen gegen einen zweikampfstarken und gut gestaffelten Gegner allmählich in Schwung. Die Hessen, die auch ohne die beiden Stürmer André Silva und Bas Dost antraten, wählten mit nur einer Änderung eine defensive Variante. Gelson Fernandes rückte für Mijat Gacinovic ins Team. Der Defensivstratege bewahrte seine Elf in der 20. Minute nach der ersten guten Chance für die Borussen auch vor einem Rückstand, als er einen Kopfball von Thuram auf der Torlinie abwehrte.

Mit dem bis dahin schönsten Spielzug überlisteten die Gladbacher den Abwehrriegel der Frankfurter dann doch. Nach einem Doppelpass zwischen Breel Embolo und Benes passte der Schweizer in die Mitte, wo Thuram nur noch zum 1:0 einschieben musste. Der ohnehin schon angeschlagene Embolo musste kurz darauf ausgewechselt werden, für ihn kam Stindl zu seinem dritten Einsatz nach langer Verletzungspause.

Auch dem zweiten Treffer durch Wendts Flachschuss vom Strafraumeck ging auf der rechten Angriffsseite ein Doppelpass zwischen Patrick Herrmann und Stindl voraus. Nachdem Thuram dann scheiterte, war der schwedische Linksverteidiger mit seinem ersten Bundesligatreffer seit acht Monaten zur Stelle.

Die gut aufgelegten Gastgeber machten trotz der hohen Belastung beider Mannschaften derzeit den frischeren Eindruck. Herrmann, Stindl und Benes vergaben sogar die Möglichkeiten zu einem höheren Sieg, ehe da Costa und Hinteregger zweimal der Anschlusstreffer gelang, nachdem Elvedi zwischenzeitlich das 3:1 erzielte. Zakaria machte für die Gastgeber in der Schlussphase alles klar.

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