Mehrere Bäume ragen in einem hessischen Wald in den Himmel.
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Neben den Fichten sind auch Buchen und Eichen vom Wassermangel betroffen.

Dürre setzt Natur zu

Hessens Böden trocknen aus - Waldbrandgefahr weiter erhöht

Hessen steht möglicherweise vor dem dritten Dürresommer in Folge. Auf den Feldern zeigen sich bereits Auswirkungen der Trockenheit. Und Feuerwehren müssen im Wald Schlimmeres verhindern.

Hessen - Viel Sonne, steigende Temperaturen und ein trockener Wind – das ist momentan eine gefährliche Kombination für Hessens Wälder. „Aufgrund der inzwischen lang anhaltenden Trockenheit besteht nahezu landesweit eine erhöhte Waldbrandgefahr“, sagte Julia Stoye, Sprecherin des Umweltministeriums in Wiesbaden. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigte am Donnerstag die dritte von fünf Stufen an, für Teile von Südhessen die vierte.

Bislang mindestens 15 Waldbrände in Hessen

Ab Samstag soll das Risiko etwas zurückgehend. „Eine nachhaltige Entspannung ist allerdings nicht in Sicht“, erklärt Stoye. Bisher in diesem Jahr gab es laut dem Land mindestens 15 Waldbrände. Im vergangenen Jahr waren es Ende April 25 bis 30 gewesen. Allerdings steigt die Zahl gerade: Am Mittwoch löschte die Feuerwehr in einem 400 Quadratmeter großen Waldstück zwischen Hanau und Mühlheim Flammen. Am selben Tag geriet bei Wiesbaden in der Nähe des Jagdschlosses Platte eine kleinere Fläche im Wald in Brand.

Auch die Belastung für die Feuerwehren steigt: Das sei spürbar, „eine statistische Auswertung dazu gibt es aber nicht“, sagt Harald Popp, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands in Kassel. Die Einsätze in den Wäldern seien eine besondere Herausforderung für die körperliche Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte: Ausrüstung muss weite Wege über unwegsames Gelände gebracht werden, Wasser über weite Strecken gepumpt. Bei der Ausrüstung für Waldbrände seien die Feuerwehren gut aufgestellt.

Bäume leiden unter der Trockenheit

Doch selbst ohne weitere Brände leidet der Wald. Neben den Fichten seien auch Buchen und Eichen vom Wassermangel betroffen, erklärt Michelle Sundermann, Sprecherin von Hessen Forst. Wie groß der Schaden sei, werde man aber erst zum Laubaustrieb beobachten können.

Landwirte in Sorge

Auch die Landwirte machen sich Sorgen. Das Wetter sei für April „sehr ungewöhnlich“, sagt Peter Voss-Fels, Generalsekretär des Hessischen Bauernverbands. Dabei sind die Landwirte den Ausnahmezustand in der Natur fast gewohnt: „Wir haben nun zum dritten Mal in Folge eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit.“

Was die Bauern im Berufsalltag beobachten, bestätigen die Meteorologen: Wie der Deutsche Wetterdienst kürzlich errechnete, fielen vom 14. März bis zum 18. April in Deutschland weniger als zehn Liter pro Quadratmeter Regen. Sonne und sehr trockene Luft sorgten zugleich für eine Verdunstungsrate von sechs Litern pro Quadratmeter am Tag. Daher mussten die Pflanzen ihren Bedarf aus im Boden gespeichertem Wasser decken. Die oberen Bodenschichten trockneten aus.

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