Ex-Minister: Im Osten zu wenig für Demokratie geworben

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wiesbaden - Als erster Justizminister von Thüringen hat Hans-Joachim Jentsch mit Eifer für den demokratischen Rechtsstaat geworben. Doch darauf hätte nach der Wiedervereinigung noch viel mehr Wert gelegt werden sollen, sagte der hessische CDU-Politiker in einem Interview.

„Wir hätten mehr Verständnis dafür wecken sollen, welch großer Wert die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist.“ Die Proteste gegen Flüchtlinge in Ostdeutschland erklärt Jentsch mit einem irrigen Glauben vieler Bürger an einen starken Staat, der Probleme ohne Belastungen löst. Als ehemaliger Verfassungsrichter plädiert er dafür, Mehrheitsentscheidungen wieder selbstverständlicher zu akzeptieren. Nicht jede politische Frage gehöre nach Karlsruhe. / dpa

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