Corona-Lage in Frankfurt: Feldmann äußert sich.
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Corona-Lage in Frankfurt: Feldmann äußert sich.

Das Virus ist der Spielverderber

Corona in Frankfurt: Stadt erlässt erneut strengere Regeln

  • Isabel Wetzel
    vonIsabel Wetzel
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Die Stadt Frankfurt hat erneut die Corona-Regeln verschärft. Inzwischen sind Soldaten der Bundeswehr zur Unterstützung eingetroffen.

  • Die Corona-Zahlen in Hessen steigen stark an - Mehr als 500 Neuinfektionen, 5 Tote.
  • In Frankfurt liegt die 7-Tage-Inzidenz über 70.
  • Die Regeln wurden vom Krisenstab nochmal verschärft.

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+++ 14.00 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 13.50 Uhr: Das Wichtigste in Kürze: Der Corona-Krisenstab der Stadt Frankfurt hat am Donnerstag (15.10.) die bestehenden Corona-Regeln bis vorerst zum 31. Oktober verlängert. Das gilt unter anderem für die Maskenpflicht im Innenstadtbereich, für das Alkoholverbot auf ausgewählten Plätzen in Frankfurt und die Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr. Zusätzlich wurden die folgenden Corona-Regeln für Frankfurt beschlossen:

  • Im gesamten Innenstadtbereich, dem Anlagenring plus das Mainufer in Sachsenhausen, gilt ab Montag, den 19. Oktober, eine Maskenpflicht. Bisher waren Masken nur in Einkaufsstraßen und Shoppingcentern nötig. Fahrradfahrer sind von der Regelung ausgenommen.
  • In der Sperrstunde ab 23 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden.
  • Maskenpflicht an weiterführenden Schulen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten wird
  • Keine Zuschauer bei Profi-Sportveranstaltungen, das betrifft vor allem Eintracht Frankfurt und den FSV Frankfurt.
  • Maximal 100 Teilnehmer bei öffentlichen Veranstaltungen
  • Maximal 10 Teilnehmer bei Treffen in der Öffentlichkeit und auch im Privaten. Im Privaten dürfen sich außerdem nur Personen aus maximal zwei Haushalten treffen
  • Bei allen religiösen Feiern gilt Maskenpflicht, wenn der 1,5 Meter-Abstand nicht eingehalten ist.
  • Erzieherinnen und Erzieher müssen untereinander Masken tragen und im Umgang mit anderen Erwachsenen

Inzidenz von über 70: Nach Daten-Panne einheitliche Zahl in der Stadt

+++ 13.32 Uhr: Dezernent Majer erklärt, dass die Stadt Frankfurt in Zukunft nur noch alle 24 Stunden die 7-Tage-Inzidenz kommuniziert, die auch im Bulletin des hessischen Sozialministeriums erscheint. Damit es nicht zu Verwirrung käme. Damit spielt er wohl auf die Verzögerung bei der Übermittlung der Corona-Daten in der vergangenen Woche an. Aktuell liegt die Inzidenz in Frankfurt bei 70,9.

+++ 13.29 Uhr: Das Pult wird desinfiziert. Es geht an die Fragen - Das kann jetzt eine Weile dauern, da es Fragen an unterschiedliche Redner gibt. Es muss jedes Mal desinfiziert werden.

+++ 13.28 Uhr: Die Krankenhäuser in Frankfurt sind nach Angaben des Gesundheitsamtes noch nicht überlastet und haben derzeit noch genügend Kapazitäten. Dennoch habe man ein Auge auf die Entwicklung.

Corona-Virus: Wie verändert sich die Lage in Frankfurt

+++ 13.25 Uhr: Was hat sich an der Corona-Lage in Frankfurt verändert? Walczok erklärt, vor allem das Tempo, in dem die Zahlen in Frankfurt steigen, habe sich verändert und die Orte, wo die Infektionen stattfinden. Sie finden nicht mehr in bestimmten Einrichtungen oder im Rahmen bestimmter Veranstaltungen statt, sondern überall. Das Durchschnittsalter der Neuinfizierten sinke: Junge Leute sind in der Stadt unterwegs, haben soziale Kontakte und gehen dann arbeiten. So verteilt sich das Virus SARS-CoV-2 rasant in der Stadt Frankfurt. Dadurch wird auch die Nachverfolgung der Kontaktpersonen für das Gesundheitsamt immer schwieriger.

+++ 13.20 Uhr: Noch einmal wird das Rednerpult desinfiziert: Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Antoni Walczok, hat das Wort.

Corona: Kontaktbeschränkungen in Frankfurt weiter verschärft

+++ 13.18 Uhr: Bei den Kontaktbeschränkungen greift die Stadt auch immer wieder auf Beschlüsse von Bund und Ländern zurück. Diese werden nun in die Allgemeinverfügung der Stadt übernommen. Bei privaten Feiern gilt eine Höchstzahl von 10 Personen. Im Privaten dürfen sich außerdem nur Personen aus zwei Haushalten treffen.

+++ 13.15 Uhr: Bei öffentliche Veranstaltung gilt nun wieder eine Höchstgrenze von 100 Gästen. Sollten mehr Gäste kommen sollen, muss ein entsprechendes Hygienekonzept vorgelegt werden, dann kann die Veranstaltung durch die Stadt genehmigt werden - muss sie aber nicht.

+++ 13.12 Uhr: Majer tut eine Entscheidung persönlich weh: Er lobte in den vergangenen Wochen immer die Hygienekonzepte der Sportvereine, Eintracht Frankfurt und FSV Frankfurt, dennoch werden die Fußballspiele aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens wieder ohne Zuschauer ausgetragen.

Nach den Herbstferien gilt eine Maskenpflicht im Unterricht

+++ 13.10 Uhr: Für die ersten 14 Tage nach den Herbstferien hat die Stadt Frankfurt nun auch die Maskenpflicht im Unterricht für weiterführende Schulen beschlossen. In Klassenräumen, in denen der Abstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann, muss dann auch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

+++ 13.08 Uhr: Majer erklärt noch einmal, dass es der Stadt und dem Corona-Krisenstab durchaus bewusst sei, dass sie in das Leben der Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt ganz massiv eingreifen. Man müsse sich viel auf Verständnis und Akzeptanz verlassen, daher werde beim Nachschärfen und Verbessern der Maßnahmen immer wieder hinterfragt: Sind die Regeln nachvollziehbar? Bei Kritik sei man auch immer bereit, nachzubessern. Die Verantwortlichen verweisen auch auf die Beschlüsse von Bund und Ländern vom Mittwoch: Das sei kein Alleingang der Stadt Frankfurt.

Nicht wir sind die ‚Spielverderber‘, das Virus Corona ist der ‚Spielverderber‘. 

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer

+++ 13.03 Uhr: Die Maskenpflicht im Innenstadtbereich wird ausgeweitet: Zusätzlich zu den bereits festgesetzten Straßen, wie beispielsweise der Zeil, wird die Maskenpflicht im kompletten Bereich des Anlagenrings, plus das Mainufer in Sachsenhausen, in der Stadt gelten. Die beschlossenen Maßnahmen gelten vorerst bis zum 31. Oktober. Stadtrat Stefan Majer tritt nun ans Rednerpult. Es wird zwischen den Rednern immer fleißig desinfiziert.

Corona in Frankfurt: Alkohol-Verkaufsverbot und Sperrstunde

+++ 13.00 Uhr: Auch das Alkoholverbot auf festgelegten öffentlichen Plätzen bleibt bestehen. Jetzt neu: Ein Alkohol-Verkaufsverbot, synchronisiert mit der Sperrstunde, ab 23 Uhr.

+++ 12.58 Uhr: Der erste Beschluss des Corona-Krisenstabs: Die Restaurants bleiben offen. Aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie bleibt bestehen. Die Gastronomen in Frankfurt hatten geklagt, doch das Gericht bestätigte die Sperrstunde.

+++ 12.55 Uhr: „Wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Feind“, sagt Feldmann. Er betont, dass Schulen, Kindergärten, Restaurants, Cafés und Co. nach Möglichkeit offen bleiben sollen. Es muss dennoch auf viel verzichtet werden. Und auch wenn das Virus „nervt“, müsse man es weiter ernst nehmen.

+++ 12.51 Uhr: Es geht los. Olaf Schiel, der Pressesprecher des Oberbürgermeisters eröffnet die Pressekonferenz. Der Oberbürgermeister beginnt.

+++ 12.40 Uhr: Der Start der Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage und mögliche neue Maßnahmen in Frankfurt verzögert sich.

Corona-Lage in Frankfurt: OB Feldmann informiert, wie es weiter geht

Update vom Mittwoch, 15.10.2020, 10.30 Uhr: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 69,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (Robert-Koch-Institut, Stand 15.10.2020, 0 Uhr) steht Frankfurt noch immer kurz vor der 5. Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzepts des Landes Hessen. Erst in der vergangenen Woche hatte der Corona-Krisenstab der Stadt ein umfangreiches Paket verschärfter Maßnahmen beschlossen. Am Donnerstag tagt das Gremium nun bereits erneut.

Ab 12.30 Uhr wird der Verwaltungsstab rund um Oberbürgermeister Peter Feldmann über den aktuellen Stand in Frankfurt und mögliche weitere Maßnahmen informieren. Im Raum stehen etwa ein Alkohol-Verkaufsverbot in der Nacht, sowie eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Wir begleiten die Pressekonferenz hier live im Ticker.

Corona-Zahlen steigen stark an - Frankfurt kurz vor höchster Warnstufe

Frankfurt - Die Corona-Zahlen in Hessen haben sich über Nacht fast verdoppelt. Am Mittwochmorgen (14.10.) meldet das Robert-Koch-Institut 509 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, am Tag zuvor waren es nur 271. Da fehlten allerdings auch 97 Corona-Fälle aus Frankfurt - Bei der Übermittlung der Corona-Zahlen vom Gesundheitsamt an das Robert-Koch-Institut hatte es am Dienstag in Frankfurt offenbar einen Übermittlungsfehler gegeben*. Das Hessische Sozialministerium meldete in seinem täglichen Corona-Bulletin lediglich zwei Neuinfektionen in der hessischen Großstadt. Das Gesundheitsamt selbst 99.

Die Stadt Frankfurt begründet die Abweichung am Dienstagabend durch einen Übermittlungsverzug. Es habe also keinen direkten „Fehler“ gegeben, sondern lediglich eine Verzögerung. Das Gesundheitsamt Frankfurt melde mehrfach am Tag neuen Zahlen, diese würden aufgrund des frühen Redaktionsschlusses des Bulletins jedoch teilweise erst mit einem Tag Verzögerung berücksichtigt, so die Stadt weiter. Doch auch wenn der massive Anstieg der Infektionszahlen in Hessen unter anderem mit den Verzögerungen in Frankfurt zusammenhängt, sind die Zahlen besorgniserregend. In Hessen gab es außerdem 5 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19.

Corona in Frankfurt - Bundeswehr soll bei Kontaktnachverfolgung helfen

Nach Offenbach greift nun auch Frankfurt bei der Nachverfolgung von Infektionsketten in der Corona-Pandemie auf die Hilfe der Bundeswehr zurück. 60 Soldaten sollen von Mittwoch (14.10.) an das Gesundheitsamt in Frankfurt unterstützen. Grund ist der weiter starke Anstieg der Infektionszahlen, das Gesundheitsamt alleine könne die Kontaktverfolgung nicht mehr leisten und sei bereits überlastet.

Gesundheitsamtsleiter René Gottschalk begrüßt die Anforderung der Zusatzkräfte von der Bundeswehr nach Frankfurt: „Die Pandemie durch Überprüfung von Kontaktketten einzudämmen, bindet viel Personal. Ein Indexfall hat in der Regel zwischen einer und fünf Kontaktpersonen ersten Grades, manchmal auch deutlich darüber. Bei zum Teil mehr als 70 Fällen am Tag ist das ohne Verstärkung nicht zu leisten.“

Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 aus Ahlen unterstützen die Mitarbeiter des Offenbacher Gesundheitsamtes vom heutigen Dienstag an bei der Kontaktnachverfolgung von Infizierten. Im Hintergrund OB Schwenke. Foto: Michael Schick

Corona-Entwicklung in Frankfurt: „Lage ist ernst, aber kein Grund zur Panik“

Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Frankfurt liegt am Mittwoch laut RKI (14.10.2020, Stand 0 Uhr) bei 71. Das ist eine leichte Entspannung im Vergleich zum Vortag (74,8), liegt aber dennoch nur knapp unter der höchsten Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen. Ab einer Inzidenz von 75 gilt die Warnstufe dunkelrot (5) in Hessen. Laut Plan übernimmt dann der Planungsstab Covid-19 des Sozialministeriums die „Steuerung der medizinischen Lage“. Dies beinhaltet einen noch engeren Austausch mit dem Land, Frankfurt bliebe jedoch weiter zuständig, erklärt die Stadt.

„Die Lage ist ernst“, appellierten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer gemeinsam an die Bevölkerung. „Aber es gibt keinen Grund zur Panik. Wir bitten Sie: Halten Sie sich an die Regeln. Ihr Verhalten entscheidet mit über den Verlauf der Pandemie. Tragen Sie Maske, wahren Sie Abstand, achten Sie auf Hygiene, lüften Sie regelmäßig bei mehreren Menschen in geschlossenen Räumen.“

Oberbürgermeister Feldmann verteidigt auch noch einmal die bereits beschlossenen Corona-Regeln in Frankfurt: „Das ist nicht populär; hilft aber, die Pandemie in den Griff zu kriegen.“  In der Stadt gilt seit dem 9. Oktober unter anderem eine Sperrstunde für die Gastronomie* und eine Maskenpflicht in ausgewählten Bereichen der Innenstadt

Corona in Frankfurt - Am Donnerstag entscheidet sich, wie es weiter geht

Die Stadt teilt mit, dass sich der Verwaltungsstab am Donnerstag, den 15. Oktober, zu seiner nächsten Sitzung treffen wird. Dort sollen die bisherigen Maßnahmen geprüft und über mögliche weitere Regelungen beraten werden. Im Raum stehen etwa ein nächtliches Alkohol-Verkaufsverbot sowie eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Am Donnerstagnachmittag wird es dann eine Pressekonferenz geben, in der der die Stadt über die Ergebnisse der Sitzung informiert.

Am Mittwoch herrscht in Frankfurt daher etwas „Ruhe vor dem Sturm“. Olaf Schiel, der Sprecher des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, erklärt, man müsse intern einiges vorbereiten. Die Lage sei hoch dynamisch, aber selbst wenn die Inzidenz in Frankfurt schon heute über die Marke von 75 steigen würde, würden sich die Situation und die Strategie in der Stadt nicht schlagartig verändern. iwe (*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.)

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