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Gericht entscheidet über Wilke: Wurstherstellung bleibt gestoppt

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Korbach/Kassel - Die Wurstherstellung der Firma Wilke bleibt gestoppt. Das Verwaltungsgericht Kassel hat einen Eilantrag des Unternehmens gegen seine Schließung vor knapp zwei Wochen abgelehnt, sagte ein Gerichtssprecher am Montag.

Damit hatte sich die Firma gegen die Entscheidung der Lebensmittelüberwachung des Landkreises Waldeck-Frankenberg gewehrt, die Produktion nach dem Fund von Listerien-Keimen einzustellen. Wilke könnte nun noch in der Sache Beschwerde vor den hessischen Verwaltungsgerichtshof einlegen.

In Wilke-Wurst waren wiederholt Listerien gefunden worden. Drei Todesfälle werden mit Waren des Unternehmens in Twistetal-Berndorf in Verbindung gebracht. Wilke hat mittlerweile vorläufige Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter äußerte sich zuletzt nicht öffentlich zur Zukunft des Unternehmens.

Ob es im Rechtsstreit über die Firmenschließung ein Hauptsacheverfahren gibt, ist unklar. Laut Verwaltungsgericht wäre dieses nötig, falls Wilke Schadenersatzansprüche gegen den Landkreis wegen der Schließung anstreben sollte. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist eine Wiederaufnahme des Betriebs unwahrscheinlich. „Ich sehe da schwarz“, sagte Gewerkschaftsgeschäftsführer Andreas Kampmann. / lio

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