Grüne verärgert über Vorpreschen des Fraport-Chefs zu Terminal 3

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

- Wiesbaden (dpa/lhe) - In der Debatte um den Bau des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen zeigen sich die in Hessen mitregierenden Grünen über das Vorpreschen von Fraport «irritiert». Der Flughafenbetreiber sei offenbar auf das Projekt so fixiert, dass er Gegenargumente gar nicht mehr hören wolle, kritisierte Grünen-Fraktionschef Mathias Wagner am Montag in Wiesbaden. Genau diese Ignoranz mache Fraport bei den unter dem Fluglärm leidenden Anwohnern so unbeliebt.

Fraport-Chef Stefan Schulte hatte am Wochenende in der «Wirtschaftswoche» angekündigt, dass mit dem Bau im Sommer begonnen werden soll. Die schwarz-grüne Regierung lässt derzeit den Bedarf des Terminals prüfen, wie im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Fraport hat allerdings bereits die Baugenehmigung.

Wagner warf Schulte vor, seine Argumente für den Bau immer schneller auszuwechseln. Ursprünglich sei der Bau mit der wachsenden Zahl an Flugbewegungen begründet werden. Jetzt müsse der größere Komfort der Terminal-Abfertigung herhalten, da sonst ein Ansturm der Billigflieger einsetze. Seit neuestem heiße es, das neue Terminal müsse auch den Billigflugbereich im Blick haben.

Das könnte Sie auch interessieren