Mann kauf mit Maske im Supermarkt ein.
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Supermärkte in Hessen haben in einer Umfrage angegeben, ob sie die 2G-Regel im Kampf gegen Corona anwenden wollen. (Symbolbild)

Corona-Virus

Hessen: 2G-Regel im Supermarkt – Einzelhandel mit klarer Haltung

  • Vincent Büssow
    VonVincent Büssow
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In Hessen dürfen auch Supermärkte entscheiden, ob sie die 2G-Regel im Kampf gegen Corona anwenden. Eine Befragung zeigt, was die Unternehmen planen.

Frankfurt – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie* kann die 2G-Regel in Hessen jetzt auch im Supermarkt angewandt werden. Dies beschloss das Corona*-Kabinett am Dienstag (12.10.2021). Mittlerweile haben sich die betroffenen Unternehmen selbst zu der Umstellung geäußert – und kommen zu einem klaren Ergebnis.

Wer das 2G-Modell anwendet, lässt nur noch Personen in sein Geschäft, die gegen Corona geimpft oder davon genesen sind. In Hessen* ist es Unternehmen freigestellt, ob sie dieses Modell wahrnehmen, oder auch gegen das Virus getesteten in ihre Geschäfte lassen eingehen (3G-Modell). In einer internen Umfrage hat der Handelsverband in Hessen seine Mitglieder dazu befragt, welches Modell sie bevorzugen.

2G-Regel im Supermarkt? – Corona-Maßnahme ist für viele Unternehmen keine Option

Die Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass die 2G-Regel für vier von fünf Handelsbetrieben in Hessen keine Option ist. Eine Sprecherin des Verbandes sagte dementsprechend, dass die meisten Händler „den täglichen Zugang wie gewohnt umsetzen“ werden. Genauer äußerte sich die Supermarkt-Kette Tegut. In einer Stellungnahme sagte ein Sprecher, dass Personen, die sich „aus welchen Gründen auch immer“ nicht gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen, nicht beim Lebensmitteleinkauf ausgegrenzt werden dürfen.

Das Einkaufen von Lebensmittel sollte in Hessen also auch in Zukunft für Personen möglich sein, die nicht gegen das Corona-Virus geimpft sind. Dies deckt sich auch mit der Annahme von Ministerpräsident Volker Bouffier, der in Bezug auf die Maßnahme sagte, dass „Geschäfte des alltäglichen Bedarfs eher keinen Gebrauch von dem Optionsmodell machen“ werden. Unternehmen, deren Sortiment eine intensivere Beratung bedarf, sprachen sich in der Befragung in Hessen allerdings mehrheitlich für ein 2G-Modell aus. Dazu zählen Brautmodengeschäfte sowie Optiker. (vbu/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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