Die „Pflicht“ zum Homeoffice in Hessen soll kontrolliert werden. (Symbolbild)
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Die „Pflicht“ zum Homeoffice in Hessen soll kontrolliert werden. (Symbolbild)

Corona

Kampf gegen Corona: Land Hessen kontrolliert, ob „Homeoffice-Pflicht“ eingehalten wird

  • vonSebastian Richter
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Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten die Möglichkeit geben, im Homeoffice zu arbeiten. Die hessischen Regierungspräsidien wollen das in 1000 Betrieben kontrollieren.

  • Unternehmen müssen ihren Angestellten wenn möglich anbieten, im Homeoffice zu arbeiten.
  • Sollten Unternehmen die Verordnung zum Arbeitsschutz nicht einhalten, können sie dazu gezwungen werden.
  • Die Regierungspräsidien wollen in Hessen 1.000 Betriebe auf die „Homeofficepflicht“ bis Mitte März kontrollieren.

Wiesbaden – In Hessen geht der Kampf gegen das Coronavirus weiter. Der umfangreiche Lockdown betrifft nicht nur das Privatleben der Bürger, die Gastronomie und den Einzelhandel – auch für Unternehmer gelten spezielle Regeln.

Seit Januar gilt in Hessen eine Verordnung* laut der Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit aus dem Homeoffice arbeiten lassen sollen. Das „reduziert die Kontakte und stellt letztlich den wirkungsvollsten Ansteckungsschutz dar“, wie es in einem Dokument zum Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Pandemie des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HSMI) heißt.

Homeoffice-VerordnungDatum
Gilt seit27.01.2021
Gilt voraussichtlich bis15.03.2021 (kann jedoch auch nochmal verlängert werden)

Unternehmen müssen Arbeitnehmern Homeoffice anbieten – Kontrollen finden statt

In der Verordnung steht, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten „im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten“ anbieten müssen, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten. Ausnahmen gelten, wenn „zwingende betriebsbedingte Gründe“ entgegenstehen. In einem Hinweisschreiben an Arbeitgeber fordert das HSMI Führungskräfte dazu auf, „sichere und gesunde Rahmenbedingungen im Homeoffice“ zu ermöglichen – auch in Bezug auf das Arbeitsschutzgesetz und die Betriebssicherheitsverordnung.

Ob die neuen Regeln des Arbeitsschutzgesetzes zum Homeoffice eingehalten werden, wollen die hessischen Regierungspräsidien in insgesamt 1.000 Betrieben kontrollieren. Die Kontrollen sollen bis Mitte März stattfinden, wie die hessenschau berichtet. Schon im letzten Jahr wurden 1.300 „coronabezogene Überwachungen“ durch die Aufsichtsbehörden laut dem HSMI durchgeführt. Wenn Unternehmen ihre Arbeitnehmer keine Möglichkeit zum Homeoffice bieten, obwohl nichts dagegen spricht, können sie per Anordnung dazu gezwungen werden. Auch Bußgelder können in besonderen Fällen – im „allergrößten Notfall“ nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) – ausgesprochen werden.

Beschwerden gegen Unternehmen – Unzufriedene können sich bei Behörden melden

Die Kontrollen wurde angestoßen, da zahlreiche Personen die Einhaltung der Verordnung beim Sozialministerium bemängelten – unter anderem unzufriedene Arbeitnehmern. Beschwerden können „an die zuständige staatliche Arbeitsschutzbehörde oder ihren Unfallversicherungsträger“ gemeldet werden, heißt es in einer Pressemeldung des HSMI. Solche Beschwerden können auch anonym eingereicht werden*. (Sebastian Richter) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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