Eine Frau fährt Bus und trägt dabei einen Mundschutz
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In Hessen ist ab Montag im öffentlichen Nahverkehr ein Mundschutz Pflicht.

Für Geschäfte und ÖPNV

Hessen will wegen Corona-Pandemie Maskenpflicht einführen

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Hessen eine Maskenpflicht einführen. Diese solle für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Wiesbaden.

Region - Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Hessen eine Maskenpflicht einführen. Diese solle für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Wiesbaden.

Kabinettsbeschluss wird Dienstagabend erwartet

Ein Kabinettsbeschluss dazu stehe noch aus, er sei für den Dienstagabend geplant. Zuvor hatte der Rundfunksender FFH über die Pläne berichtet. Hessen hatte das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes zuvor nur empfohlen. Es geht dabei um sogenannte Alltagsmasken, keine medizinischen Schutzmasken.

Ab wann die Pflicht gilt, war zunächst nicht bekannt.

Bundesweit keine einheitliche Linie

Auch hessische Nachbarländer wie Bayern und Baden-Württemberg ordnen das verbindliche Tragen von Masken an, die Mund und Nase bedecken. Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen sogenannter Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel dringend zu empfehlen.

Vor kurzem hatte Hanau eine solche Maskenpflicht für öffentliche Bereiche angeordnet, sie gilt seit Montag. Am Dienstag zog Frankfurt nach und kündigte an, den Nasen- und Mundschutz in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen zur Pflicht zu machen.

„Erste Erfolge dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden“

„Wir gehen davon aus, dass spätestens nächste Woche die Stadt wieder voller wird und wir deshalb um zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen nicht herumkommen“, erklärten Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne). Die ersten Erfolge im Kampf gegen das Corona-Virus dürften jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.

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