Hessen will Kosovo-Flüchtlinge nicht mehr auf Kommunen verteilen

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Wiesbaden - Hessen will Flüchtlinge aus dem Kosovo und Albanien nicht mehr den Kommunen zuweisen. Deren Asylverfahren müssten vielmehr beschleunigt werden, um die Menschen „schnellstmöglich“ in ihre Heimat zurückzubringen, verlangte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in Wiesbaden.

Das Land müsse bei der Zuweisung der Flüchtlinge differenzieren, um die Kommunen nicht zu überfordern, begründete er sein Vorgehen. „Eine Verteilung auf die Kommunen macht nur dann Sinn, wenn ein Asylbewerber eine dauerhafte Bleibeperspektive hat.“ Flüchtlinge aus dem Kosovo und Albanien hätten jedoch keine nennenswerte Anerkennungsquote in Deutschland, da sie aus wirtschaftlichen Gründen kämen.

Die hohe Zahl von Flüchtlingen aus den beiden Ländern bringe allerdings für die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen eine hohe Belastung, räumte Grüttner ein. Hessen nehme ohnehin als Verkehrsknotenpunkt doppelt so viele Flüchtlinge auf wie es müsse. Das Land geht nach Grüttners Worten weiter davon aus, dass in diesem Jahr 40.000 Flüchtlinge nach Hessen kommen. / dpa

Das könnte Sie auch interessieren