Hessische Kirschernte läuft – Bauern fürchten Regen

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Die Kirschenzeit in Hessen hat begonnen. Wegen der Trockenheit fallen aber einige Sorten klein aus. Die Bauern hoffen nun, dass nicht noch starke Regengüsse die Früchte aufplatzen lassen.

Die Kirschernte in Nordhessen ist schon in vollem Gange. Im mittelhessischen Ockstadt geht es an diesem Montag erst so richtig los. „Wenn wir keinen Regen bekommen, läuft es gut“, sagte Kirschbauer Armin Kindervatter im nordhessischen Witzenhausen der Deutschen Presse-Agentur. Die Früchte seien schön groß, die Menge durchschnittlich – etwa so wie 2014. Die Ernte habe etwas später begonnen als sonst und werde voraussichtlich noch bis Ende August dauern. „Die Kirschen haben einen super Geschmack durch die Sonne.“ Kunden wollen nur dicke Kirschen „Die Trockenheit hat einigen Sorten ganz schön zu schaffen gemacht“, sagte Kirschbauer Lothar Mörler aus Ockstadt. „Die Bäume sind voll, und Wasser hat gefehlt.“ Daher fielen einige Sorten klein aus. „Die Kunden wollen aber nur noch dicke Kirschen.“ Wie die Ernte verläuft, hänge vom Regen ab. „Kirschen können keinen Regen vertragen.“ Sie platzten dann auf. Einige Betriebe fingen daher bereits damit an, ihre Bäume zu überdachen. Die Ernte in Ockstadt habe zwar mit einigen Sorten schon begonnen, „so richtig geht es aber erst ab Montag los“, berichtete er. „Wenn das Wetter mitspielt, haben wir drei bis vier Wochen Kirschen.“ Die roten Früchte wachsen auf 204 Hektar, das ist weniger als ein Drittel der gesamten Baumobstfläche Hessens (667 Hektar). Der Apfel spielt in Hessen eine größere Rolle als die Kirsche: Fast 604.700 Bäume wachsen auf rund 358 Hektar. Dazu kommen noch zahlreiche Streuobstwiesen. / dpa

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