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Hessische Krankenhäuser bereiten sich vor: Kapazitäten in der Intensivversorgung und Beatmung werden ausgebaut

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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WIESBADEN - Die Zahl der mit dem Coronavirus SARS-CoV-2Infizierten steigt in Hessen wie deutschlandweit trotz der Maßnahmen zur Eindämmung weiter. Zu erwarten ist, dass die Zahl der an COVID-19-Erkrankten ebenfalls steigt. In Hessen wird man sich auf den Anstieg intensiv vorbereiten, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Ich danke den hessischen Krankenhäusern, ihren Trägern und dem dort beschäftigten medizinischen und pflegerischen Personal für die hervorragenden Vorbereitungen vor Ort und die gute Kooperation mit dem Ministerium und seinem Planungsstab. Wir bereiten die hessische Versorgungslandschaft intensiv darauf vor, Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung zu behandeln und bauen die Kapazitäten in der Intensivversorgung einschließlich der Beatmungskapazitäten aus“, sagt Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

35.000 Krankenhausbetten

Stand heute seien durch das Verbot der elektiven Eingriffe in den hessischen Krankenhäusern etwa 10.500 Betten frei, hinzu kommen 600 Betten mit Beatmungsmöglichkeit und 400 Betten mit intensivmedizinischer Überwachungsmöglichkeit. Insgesamt stehen in Hessen 35.000 Krankenhausbetten zur Verfügung. Viele Kliniken haben die Zahl ihrer Intensiv- und Beatmungsbetten bereits erheblich gesteigert.

Unterstützung und Beratung durch Planungsstab

Klose weist daraufhin, dass der von ihm eingesetzte Planungsstab unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Graf die Versorgung und Behandlung der COVID-19-Patienten in den hessischen Krankenhäusern koordiniert. In jedem der sechs hessischen Versorgungsgebiete nach Krankenhausgesetz wurden koordinierende Krankenhäuser benannt. Der Planungsstab unterstützt und berät die Krankenhäuser und erarbeitet Vorschläge und Handlungsoptionen zur Versorgung von COVID-19-Patienten.

Laborkapazitäten für Tests werden ausgebaut

Durch die Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes werden außerdem die Laborkapazitäten für Tests auf eine SARS-CoV-2-Infektion ausgebaut. „Abhängig von der Verfügbarkeit der entsprechenden Testkits können wir so die Zeit zwischen dem Abstrich und dem Ergebnis reduzieren. Tests sind und bleiben ein wesentlicher Bestandteil aller Maßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Mein Dank gilt hier dem Institut Frankfurt des DRK-Blutspendediensts Baden-Württemberg-Hessen und dem Institut für Virologie der Universitätsklinik Frankfurt am Main für die sehr gute Kooperation zur Bewältigung der Krise.“ / mal

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