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Historiker Clark: In Krisen miteinander kommunizieren

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

- Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der mit seiner umstrittenen These zur deutschen Rolle beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs bekanntgewordene Historiker Christopher Clark tritt an diesem Donnerstag in Frankfurt auf. An der Goethe-Universität hält er einen öffentlichen Vortrag. Im Zentrum steht die Gründung der Universität im Jahr 1914. Der australische Historiker sieht gewisse Parallelen zwischen der Krise von damals und aktuellen Krisenherden. «Die Lektion von 1914 heißt: Das Argument, 'wir haben keine Zeit mehr' ist ein schlechtes Argument», sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Mit Blick auf die Vergangenheit warb Clark für Gespräche mit und zwischen Konfliktparteien, um Eskalationen zu verhindern: «Die Kanäle der Kommunikation müssen immer offen bleiben.» Clark geht in seinem Buch «Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog» davon aus, dass Deutschland nicht die Hauptverantwortung für den Krieg trug.

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