Bei einer Razzia in Kassel wurde die Wohnung eines Mannes durchsucht, der mit dem Wiener Attentäter in engem Kontakt gestanden haben soll.
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Bei einer Razzia in Kassel wurde die Wohnung eines Mannes durchsucht, der mit dem Wiener Attentäter in engem Kontakt gestanden haben soll.

Männer sollen von Tat gewusst haben

Nach Terroranschlag in Wien: Razzia in Kassel – Mehrere Wohnungen durchsucht

  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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Nach dem Terroranschlag in Wien im Jahr 2020 wurden am Mittwoch mehrere Wohnungen von Spezialeinsatzkräften durchsucht – auch in Kassel gab es eine Razzia.

Kassel/Osnabrück – Wie die Bundesanwaltschaft bekannt gibt, ist es am Mittwoch (07.07.2021) zu Wohnungsdurchsuchungen bei zwei mutmaßlichen Mitwissern des Anschlags vom 2. November 2020 in Wien gekommen. Durchsucht wurden die Wohnungen eines kosovarischen Staatsangehörigen und eines deutschen Staatsangehörigen.

Die Spezialeinsatzkräfte der Bundespolizei (GSG 9) und Beamte des Bundeskriminalamtes führten die Razzien in Osnabrück und Kassel* durch. Die beiden Männern werden verdächtigt, Straftaten nicht angezeigt zu haben. Bereits im vergangenen Jahr kam es wenige Tage nach dem Anschlag in Wien zu einer Razzia in Kassel-Waldau*.

Razzia in Kassel: Kujtim F. verübte im November 2020 einen Terroranschlag in Wien

Kujtim F. verübte am 2. November 2020 in der Innenstadt von Wien einen Terroranschlag, bei dem er unter Einsatz mehrerer Schusswaffen vier Menschen tötete und zahlreiche weitere schwer verletzte. Unter den Todesopfern befindet sich eine 24-jährige Deutsche, vier weitere deutsche Staatsbürger wurden bei dem Angriff verletzt. Schon wenige Minuten nach Beginn des Anschlags wurde der Attentäter während eines Schusswechsels mit österreichischen Sicherheitskräften getötet.

Der sogenannte „Islamische Staat“ (IS) reklamierte den Anschlag für sich und veröffentlichte ein Selbstbekennerschreiben sowie ein Video von Kujtim F., in dem dieser den Treueeid auf den Anführer des IS leistete.

Razzia: Männer aus Kassel und Osnabrück sollen von Anschlag in Wien gewusst haben

Die im Fokus der Ermittlungen stehenden Männer sollen ebenfalls eine radikal-islamische Gesinnung verfolgen und schon geraume Zeit vor dem Attentat über soziale Medien in engem Kontakt mit Kujtim F. gestanden haben. Kurz nachdem dieser das bei dem Anschlag verwendete Sturmgewehr erworben hatte, sollen beide Beschuldigte im Juli 2020 für mehrere Tage nach Wien gereist sein. Dort sollen sie nicht nur bei dem Attentäter übernachtet, sondern auch weitere Personen aus dem islamistischen Spektrum Österreichs und der Schweiz getroffen haben.

Weiter berichtet die Bundesanwaltschaft, dass das DNA-Profil einzelner Teilnehmer dieser Treffen auf den bei dem Anschlag genutzten Waffen sowie an dem vom Kujtim F. getragenen Ring des IS festgestellt werden. Aufgrund der engen persönlichen Beziehung zum Attentäter und ihrer gemeinsamen radikal-islamischen Gesinnung sollen die beiden Beschuldigten einen Anschlag „zumindest für möglich“ gehalten haben, da Kujtim F. seine Pläne zuvor bereits gegenüber Dritten offen geäußert haben soll.

Dies sollen die Beschuldigten billigend in Kauf genommen haben, ohne die Anschlagspläne, wie es das Gesetz verlangt, bei den Behörden anzuzeigen. Konkret sollen die beiden Männer am Abend des 2. Novembers 2020, noch vor Beginn des Anschlags, damit begonnen haben, bestimmte Inhalte auf ihren Handys und in den sozialen Netzwerken zu löschen, „um ihre Verbindungen zu Kujtim F. zu verschleiern“, so die Bundesanwaltschaft abschließend. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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