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Kirchenrechtler erwartet keine Auflösung des Bistums Limburg

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

- Münster (dpa) - Eine Auflösung des Bistums Limburg als Ausweg aus den Querelen um den Bischof ist nach Auffassung des Kirchenrechtlers Thomas Schüller unwahrscheinlich. Zwar komme es in der Weltkirche immer wieder vor, dass Bistumsgrenzen verändert würden, sagte der Theologieprofessor aus Münster am Montag der dpa. «Das ist Sache des Papstes.» Eine Auflösung sei aber nach den Verträgen zwischen Kirche und Staat (Konkordat) nur möglich im Einvernehmen mit dem Bundesland, in dem ein Bistum liege. Erstrecke sich ein Bistum über zwei Länder, müsse auch der Bund zustimmen. Limburg vereint Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die Kosten für die Residenz des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst sind kräftig gestiegen, sie sollen sich auf mindestens 31 Millionen Euro belaufen. Zudem gab es Kritik an seiner Amtsführung. Deshalb hat ihm Papst Franziskus eine Auszeit verordnet. Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtet über angebliche Überlegungen im Vatikan, das 1827 gegründete Bistum Limburg aufzulösen und auf Mainz und Trier zu verteilen.

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