Land Hessen will Wildtierhaltung im Zirkus verhindern

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wiesbaden - Nach dem traurigen Zwischenfall mit einem Zirkuselefanten in Baden-Württemberg, bei dem ein Mann zu Tode gekommen ist, will die für Tierschutz in Hessen zuständige Ministerin Priska Hinz tätig werden.

„Hessen wird eine entsprechende Bundesratsinitiative starten, um sicherzustellen, dass bestimmte Wildtiere, wie z.B. Elefanten, Bären oder Raubkatzen nicht mehr in Wanderzirkussen gehalten werden dürfen“, betonte Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. So könne es nicht weitergehen. „Auf besonders tragische Weise rächt sich jetzt die jahrelange Untätigkeit des Bundes. Seitens der Länder wurde immer wieder auf die strukturellen Probleme der Wildtierhaltung in Zirkussen hingewiesen. Sowohl vor dem Hintergrund des Tierschutzes als auch aus Gründen des Ordnungsrechtes. Geschehen ist bisher nichts“, sagte Hinz. Tiere erleiden schwere Verhaltensstörungen Zirkustiere verbringen einen Großteil ihres Lebens in engen Transportwagen und kleinen Außengehegen. Schon dadurch sind Bewegung und artgemäßes Verhalten extrem eingeschränkt. Der Aufbau tier(schutz)gerechter und ausbruchssicherer Gehege ist wegen der Notwendigkeit zur fortwährenden Mobilität in der Regel nicht realisierbar. „Die Folgen für die Tiere sind schwerwiegende Verhaltensstörungen, Erkrankungen und auch Todesfälle sind keine Seltenheit“, führte Hinz aus. „Der aktuelle Fall macht zudem deutlich, dass von den Tieren auch eine erhebliche Gefahr für den Menschen ausgehen kann“. / val

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