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Mann mit Schusswaffe sorgt für Polizei-Einsatz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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HELSA - Ein Mann hat mit einer Luftpistole in einem kleinen nordhessischen Dorf für großes Aufsehen gesorgt. Ein Zeuge alarmierte die Polizei, die den Mann schließlich festnahm. Eine Erlaubnis zum Tragen der Waffe soll er nicht haben. Womöglich muss er die Kosten für den Polizei-Einsatz tragen.

Bei einem größeren Einsatz hat die Polizei im nordhessischen Helsa einen 61-jährigen Mann festgenommen, der in der Öffentlichkeit mit einer Luftpistole für Aufregung gesorgt hat. Ein Augenzeuge hatte die Beamten am Freitagvormittag alarmiert, weil der Mann nahe des Friedhofs und einer Kleingarten-Anlage im Ortsteil Wickenrode mit der Waffe beobachtet worden war. Er habe sie sichtbar getragen, aber nach ersten Erkenntnissen niemanden bedroht oder Schüsse damit abgefeuert, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Polizei schickte eine „große Anzahl von Kräften“ in den Ortsteil Wickenrode, der sich wenige Kilometer vom Kernort befindet.

Mann stellte sich am Mittag

Zunächst konnte die Polizei, die auch Spezialeinsatzkräfte und einen Hubschrauber einsetzte, den Mann nicht finden. Vorsichtshalber wurden die Bewohner gebeten, sich nicht im Freien aufzuhalten und lieber Gebäude aufzusuchen. Am Mittag dann stellte sich der Mann und ließ sich von der Polizei beim Verlassen seines Wohnhaus widerstandslos festnehmen, wie der Polizeisprecher sagte.

Für die bei ihm sichergestellte Luftpistole ist ein kleiner Waffenschein vorgeschrieben, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen ist der Mann nicht im Besitz solch einer Berechtigung. Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Für Kosten des Einsatzes haftbar?

Es soll auch geprüft werden, ob der Mann für die Kosten des Polizei-Einsatzes haftbar gemacht werden kann. „Es gibt aber bisher keine Hinweise darauf, dass er den Einsatz provoziert hat“, sagte der Sprecher, der die Kosten für den Einsatz im vierstelligen Bereich ansiedelte. Womöglich lägen sie auch bei mehr als 10.000 Euro. Bei der Festnahme habe der Mann zur Sache keine Angaben gemacht. „Er muss aber noch weiter vernommen werden“, sagte er. Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob der Mann womöglich betrunken, berauscht oder verwirrt war.

Keine weiteren Waffen

Beamte durchsuchten noch die Wohnanschrift des Mannes. Weitere Waffen wurden dabei aber nicht gefunden. Gegenüber der Polizei sei der Mann bislang nicht auffällig gewesen. „Es handelt sich um einen unbescholtenen Bürger“, sagte der Polizeisprecher. Die Beamten hätten wegen der Meldung und möglicher Gefahren aber handeln müssen. / dpa

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