Nach dem Tod des Finanzministers Thomas Schäfer (CDU) trägt sich ein Mitarbeiter im Hessischen Finanzministerium in ein Kondolenzbuch ein. / Foto: dpa

Nach Thomas Schäfers Tod: Möglicher zweiter Suizid im hessischen Finanzministerium

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wiesbaden - Drei Wochen nach dem mutmaßlichen Suizid des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (CDU) hat sich offenbar ein weiterer leitender Mitarbeiter des Finanzministeriums das Leben genommen. Das berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Dem RND liegt eine interne Mail des hessischen Finanzstaatssekretärs Martin Worms (parteilos) an die Mitarbeiter des Finanzministeriums in Wiesbaden vor. Darin heißt es, der Beamte sei am Donnerstagmorgen „leblos in seinem Büro aufgefunden worden, nach polizeilichen Mitteilungen ist von einem selbstgewählten Freitod auszugehen“.

In dieser Mail schreibt Worms von einem „weiteren bestürzenden Schicksalsschlag“. Der Sprecher des hessischen Finanzministeriums, Nick Pietzonka, bestätigte dem RND den Tod des Beamten. Die Mitarbeiter des Finanzressorts seien „tief betroffen“. Die näheren Umstände und Hintergründe sind bislang unklar.

Der Tod von Finanzminister Schäfer hatte Ende März Betroffenheit über die Parteigrenzen hinweg ausgelöst. In einem Abschiedsbrief soll der CDU-Politiker von einer „Aussichtslosigkeit“ der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage geschrieben haben, die ihm „zu schaffen gemacht“ habe.

Über Suizidfälle berichtet die Fuldaer Zeitung ausschließlich in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse. Grund für diese Zurückhaltung ist die Nachahmungsgefahr. Sind Sie selbst von Selbstmordgedanken oder Depressionen betroffen, wenden Sie sich bitte über das Info-Telefon unter (0800) 3344533 an die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. / lio

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