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Neue Corona-Maßnahmen in Hessen: Das ändert sich

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Das Coronavirus hat den Alltag in Hessen verändert, sei es im Privat- oder Berufsleben. Bund und Länder haben einige Lockerungen beschlossen. Eine Übersicht für Hessen.

Die Regelungen in der Corona-Krise unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bundesländern. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vorgestellt, welche Beschränkungen in Hessen aufgehoben oder beibehalten werden. Details will die Landesregierung in den kommenden Tagen erklären.

Kontaktbeschränkungen

Hessen verlängert die strengen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 3. Mai. Menschen dürfen weiter grundsätzlich nur noch alleine oder zu zweit aus dem Haus gehen. Ausnahmen gelten für Familien und häusliche Gemeinschaften. In den ersten Tagen hatte es die Polizei überwiegend bei mahnenden Worten belassen und an die Vernunft der Menschen appelliert. Seit 3. April gilt ein hessenweit einheitlicher Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Wer mit mehr Menschen als erlaubt draußen unterwegs ist, dem drohen 200 Euro Strafe. Events und größere Feste sollen bis Ende August tabu bleiben.

Ladenöffnungen

Bisher geschlossene Läden mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter dürfen in Hessen wieder öffnen, unabhängig von der Ladengröße auch Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) geht davon aus, dass dies im Laufe der kommenden Woche umgesetzt sein wird. Gastronomiebetriebe dürfen weiter ausliefern oder Essen zum Abholen bereitstellen, Restaurants oder Cafés müssen aber geschlossen bleiben. Neu ist, dass Eisdielen vom Montag an ebenfalls ausliefern dürfen. Friseure sollen laut Bouffier ab dem 3. Mai wieder öffnen dürfen. In den Geschäften sollen strenge Schutzkonzepte mit Abstands- und Hygieneregeln gelten.

Schulen

Der Unterricht an Hessens Schulen soll schrittweise beginnen. Ein Konzept dafür soll noch erarbeitet werden, sagte Bouffier. Deswegen könnten die Schulen nicht gleich am Montag öffnen. Für Schüler in Abschlussklassen sei aber ein Unterrichtsbeginn am 27. April denkbar. Grundschulen seien am Ende dieser Kette. „Wir beginnen also mit den Großen, weil wir glauben, dass dort insbesondere auch die Abstandsregeln und die Hygieneregeln wesentlich besser eingehalten werden können als bei den Grundschülerinnen und Grundschülern.“

Kindertagesstätten

Kitas werden noch eine ganze Zeit geschlossen bleiben müssen, wie Bouffier ankündigte. Es sei aber geplant, die Notbetreuung auszubauen. Bislang gibt es dieses Angebot für Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, wenn deren Eltern arbeiten gehen und bestimmten Berufsgruppen angehören. Dazu zählen etwa Polizisten, Altenpfleger oder Richter. Zuletzt war die Notbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern aus dem Gesundheitswesen bereits zusätzlich ausgeweitet worden.

Gottesdienste

Die Länder wollen mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften besprechen, wie religiöse Veranstaltungen in den Gotteshäusern künftig unter Abstands- und Hygienevorschriften wieder möglich werden könnten. „Das heißt, das kirchliche Leben kann auch in der näheren Zukunft nicht wie gewohnt stattfinden, aber es gibt Möglichkeiten, wie es überhaupt wieder stattfinden kann“, sagte Bouffier.

Atemmasken

Hessen will seinen Bürgern empfehlen, an belebten Orten einen Mundschutz zu tragen. Dies könne etwa im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen der Fall sein, sagte Bouffier. Eine Pflicht wolle man nicht einführen. Experten hatten gewarnt, dass eine Maskenpflicht für alle dazu führen könne, dass im Gesundheitswesen wichtige Schutzausrüstung noch knapper wird.

Pflegeheime

In Hessens Alten- und Pflegeheimen soll das strenge Kontakt- und Besuchsverbot zunächst bestehen bleiben. Bouffier schränkte jedoch ein, dass es sehr schwer vertretbar sei, ältere Menschen über Wochen oder Monate von ihren Kindern oder Ehepartnern fern zu halten. Er lehnte auch eine Ausgangssperre für Ältere ab.

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