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Und nochmal gegen RB Leipzig: Hütter vor Pokalkracher ohne Sorgen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Frankfurt - Vor eineinhalb Wochen klappte es für die Eintracht gegen Leipzig exzellent. Nun soll eine Wiederholung im DFB-Pokal gelingen. Der Vereinspräsident hatte die Rivalität mit den Sachsen erst befeuert.

Von Patrick Reichardt (dpa)

Am besten läuft für Eintracht Frankfurt alles wieder so wie vor zehn Tagen. Das Team von Trainer Adi Hütter will nach dem Bundesliga-Sieg über RB Leipzig den nächsten Coup im DFB-Pokal landen - und dem Spitzenteam aus Sachsen so die nächste schmerzhafte Niederlage beibringen.

„Wir wollen auch eine Runde weiterkommen, so wie Leipzig. Soweit bin ich bisher noch nicht gekommen. Wir müssen die Chance nutzen, um weiterzukommen“, sagte der österreichische Trainer vor dem Duell an diesem Dienstag (18.30 Uhr/Sky und Sport1) in Frankfurt. Mit „offenem Visier“ werde man die Partie trotz des guten Starts in das neue Jahr aber nicht angehen.

Hütter lobt riesiges Potenzial

Unmittelbar nach dem 2:0 vor eineinhalb Wochen hatte Präsident Peter Fischer noch einmal gegen Rivale Leipzig nachgelegt. „Die haben wir übrigens weggehauen!“, rief der Präsident bei der eigenen Mitgliederversammlung und spottete mit weiteren Sprüchen über RB Leipzig.

Dem gemäßigten Hütter kommen solche Aussagen nicht über die Lippen, er lobt viel mehr das riesige Potenzial des Bundesliga-Zweiten. „Gegen Gladbach haben sie gezeigt, welche Klasse sie haben. Sie haben viele gute Spieler“, erklärte der 49-Jährige, der vor allem auf die Offensivbesetzung seines Trainerkollegen Julian Nagelsmann gespannt ist.

Ilsanker ist keine Option

Hütter erwarten für das heiß ersehnte Achtelfinal-Match selbst spannende Personalfragen: Wer ersetzt Stürmer Bas Dost, der nach einer Magen-Darm-Erkrankung noch nicht wieder spielbereit ist? Wie stellt sich die Doppelsechs auf, für die der aus Leipzig gekommene Stefan Ilsanker wegen einer Vertragsklausel keine Option ist?

Ein Thema, das Hütter nicht mehr hören möchte, ist die Position des rechten Flügelspielers. Im Gegensatz zu zahlreichen Gerüchten im Winter verstärkte sich hier die Eintracht nicht mehr. Aus gutem Grund, wie Hütter meinte. Er wolle dazu künftig keine Fragen mehr beantworten, sagte er.

Vier Begegnungen gegen RB-Clubs

Für Frankfurt ist es das zweite von vier Spielen gegen die RB-Clubs innerhalb kurzer Zeit. In gut zwei Wochen steht dann noch das Europa-League-Sechzehntelfinale gegen RB Salzburg bevor. „Sorgen habe ich vorerst keine. Wir freuen uns auf die interessanten Spiele. Deswegen auch, weil es darum geht, ob man weiter in diesen Wettbewerben dabei ist. Wir haben natürlich Respekt, aber Sorgen machen wir uns keine“, sagte Hütter. Sieben Punkte aus drei Spielen in 2020 machen Mut, die Leistung soll nach dem schwachen 1:1 in Düsseldorf aber schnell wieder besser werden.

Spielansetzung „ist wirklich fragwürdig“

Dass die Eintracht nur drei Tage nach dem Pokalspiel gegen Leipzig in der Liga am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) schon wieder gegen den FC Augsburg antreten muss, kann Hütter nicht nachvollziehen. „Das ist wirklich fragwürdig. Wir müssen es so nehmen, wie es ist, aber ich finde es auch nicht gut“, sagte der Österreicher. Da kommende Woche keine internationalen Spiele stattfinden, gab es eigentlich keinen Grund für diese Ansetzung.

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