NSU-Ausschuss: Keine Hinweise auf rechten Hintergrund am Kasseler Tatort

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wiesbaden/Kassel - Nach dem Mord des deutsch-türkischen Internetcafé-Besitzers Halit Yozgat in Kassel gab es nach Angaben des damaligen leitenden Staatsanwalts Götz Wied keine Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund am Tatort.

Das sagte Wied am Montag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des hessischen Landtags in Wiesbaden. Im Laufe der Ermittlungen habe es dann neben anderen möglichen Szenarien auch die These eines möglichen Einzeltäters mit rechtsradikalem Hintergrund gegeben. Ermittlungsfehler in Kassel? Yozgat war im April 2006 mutmaßlich vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erschossen worden. Insgesamt zehn Morde sollen bundesweit zwischen 1999 und 2006 auf das Konto der Terrorgruppe NSU gehen. Das parlamentarische Gremium in Wiesbaden untersucht Fehler bei den Ermittlungen zu der Bluttat in Kassel. Am Tatort im Café war kurz vor oder während der Tat auch ein Verfassungsschützer – nach seinen Angaben zufällig. Vor dem Untersuchungsausschuss sollte am Montag auch der Leiter der damaligen Mordkommission „Café“, Gerald Hoffmann, aussagen. / val, dpa

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