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Offline-Uni Gießen: „langwieriger, komplexer Prozess“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Gießen/Frankfurt - Während die Uni Gießen weiterhin daran arbeitet, ihr IT-System virenfrei zu bekommen, dauern die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Cyber-Angriff an. Auch die Fuldaer Bibliotheken waren von dem Angriff betroffen.

Die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt teilte mit, dass bei dem Sicherheitsvorfall an der mittelhessischen Hochschule eine Schadsoftware namens „Ryuk“ zum Einsatz gekommen sei. Weitere Details könnten wegen der laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilt werden.

Vor fast zwei Wochen hatte die Uni wegen des Viren-Alarms ihre Server herunterfahren müssen und ist seitdem im Offline-Modus. Die Studenten und Mitarbeiter der Uni behelfen sich mit analogen Mitteln wie Ausleihzetteln für die Bibliothek. Nach Worten von Uni-Präsident Joybrato Mukherjee packen alle mit an, um den Lehr- und Forschungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Es werde Wochen dauern, bis die Hochschule wieder digitale Basisdienste haben werde und Monate, bis das IT-Netz vollständig laufe. „Wir werden uns interimistisch behelfen müssen, wir müssen improvisieren.“

Oberste Priorität hat für die Uni demnach, das IT-System auf Viren zu überprüfen. Erst wenn man sicher sei, dass sich keine Risiken mehr im System versteckten, könne man wieder online gehen. Das sei ein „Riesenaufwand“ und ein „langwieriger, komplexer Prozess“.

Auch die Stadt Frankfurt hat es mit einer Schadsoftware zu tun bekommen. Die IT-Technik sei aus Sicherheitsgründen am Mittwoch heruntergefahren worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Hintergrund sei eine E-Mail mit Schadsoftware, die an einen Mitarbeiter geschickt worden sei. Das System solle wieder hochgefahren werden. / dpa

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